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Deadpool – Die Kunst des Krieges (Peter David, Scott Koblish)
Geschrieben von Markus
Dienstag, der 13. Oktober 2015

Verlag: Panini; (September 2015)
Softcover: 100 Seiten; 12,99 €
ISBN-13: 978-3957984043

Genre: Superhelden


Klappentext

Der Krieg um den nächsten Bestseller

Wade Wilson, der durchgeknallte Söldner mit der großen Klappe und dem Heilfaktor, hat eine geniale Geschäftsidee: Er will eine eigenen Fassung des berühmten Werks Die Kunst des Krieges auf den Markt bringen. Alles, was er für einen großen Verlagsdeal und einen noch viel größeren Erfolg auf den Bestsellerlisten braucht, ist ein aktueller Konflikt, der sein abgekupfertes Handbuch des Krieges so richtig relevant macht. Also zettelt Deadpool in der Sphäre von Thor, Loki und dem Rest der kampfwütigen Asen kurzerhand einen Krieg an! Als sich dieser jedoch auf Midgard ausweitet und die Erde zum Schlachtfeld wird, mischen sich auch die Avengers, Spider-Man, die X-Men und Namor ein.

Dieser Band enthält die komplette US-Miniserie Deadpool´s Art of War 1-4, geschrieben von Eisner-Award-Gewinner und Autoren-Veteranen Peter David und gezeichnet von Deadpool-Gefreiten Scott Koblish.


Rezension

Was für DC Lobo ist, ist für Marvel Deadpool. Der Söldner mit der großen Klappe ist ebenso anarchisch wie der Kopfgeldjäger seitens DCs und ebenso nimmt er kein Blatt vor den Mund. Wobei er vielleicht etwa egoistischer ist als DCs-Kopfgeldjäger. Wo Lobo nur darauf bedacht ist, genug Geld zu haben, um sich Bier, Zigarren und Frauen leisten zu können, will Deadpool mehr - und ist dafür bereit heilloses Chaos zu verursachen und die Welt in einen Krieg zu stürzen. Und genau dies tut Deadpool in Die Kunst des Krieges, einer Mini-Serie, die nichts mit der normalen Kontinuität des Marvel-Universums zu tun hat.

Deadpool beschließt hier ein Bestsellerautor zu werden, mit seiner persönlichen Fassung von Sun Tzus Kunst des Krieges. Die Idee dazu kommt ihm, als er Sun Tzu im Auftrag tötet. Ein Verlag ist schnell gefunden, nur einen neuen Ansatz muss er bieten, nachdem selbst Wirtschaftler das Buch für sich ausgeschlachtet haben. Die Lösung ist einfach, es soll ein Überlebensratgeber werden. Nur ein Krieg fehlt für den Erfolg eines solchen Buches. Deadpool wäre nicht Deadpool, wenn er dafür nicht eine Lösung hätte. Und so zettelt er selbst einen Krieg zwischen den Asen an, denn wenn Thor gegen Loki kämpft, dann wird die Erde früher oder später hineingezogen und zur Not hilft Deadpool eben etwas nach.

Wer Deadpool schreibt, weiß, dass er mit so gut wie allem durchkommt, nichts ist zu absurd oder abstrus. Und genau daran orientiert sich auch Peter David, Autor von Die Kunst des Krieges. Sein Deadpool ist skrupellos und egoistisch und hat vor allem eins: eine große Klappe, die nie still zu stehen scheint und mit der er seine eignen Taten und die der anderen kommentiert, egal ob gefragt oder ungefragt. Sein ständiger Begleiter ist sein Laptop, auf dem er den Entwurf seines Buches schreibt und der am Ende sogar eine treibende Kraft für Deadpools Handeln ist. Peter David teilt nach allen Seiten kräftig aus und macht selbst vor Autorenkollegen bei Marvel nicht Halt. So geht Deadpool am Anfang die verschiedenen Versionen Lokis durch, um die Beste für sein Vorhaben zu finden. So durchbricht er die vierte Wand zwischen dem Leser und den Charakteren. Deadpool weiß selbst, wie absurd die ganze Geschichte ist und hat genauso viel Spaß wie der Leser. Deadpool – Die Kunst des Krieges ist von Peter David gut geschrieben und mit einem seltsamen, tiefschwarzen Humor versehen.

„Deadpool?“
„Halt dich raus, wenn er so drauf ist, Cap.“
„Aber unser Feind tut mir leid und..“
„Mir auch. Trotzdem....“

Die Zeichnungen sehen seltsam unfertig aus, als ob der allerletzte Feinschliff fehlen würde. Auch wenn dies Scott Koblishs Stil ist, erzielt dieser kaum die richtige Wirkung. In seiner Panelaufteilung bleibt er klassisch, dabei hätte Deadpool viele Möglichkeiten geboten, etwas neues auszuprobieren, gerade bei einer Geschichte wie Die Kunst des Krieges. Gesichter gestaltet Koblish ohne großartig Wert auf Details zu legen, alles ist recht einfach gestaltet. Wie gesagt, auf eine gewisse Weise wirkt Deadpool – Die Kunst des Krieges etwas unfertig. Die Farben sind ziemlich blass und verstärken den Eindruck nur noch. Gerade bei Deadpool mit solch einem Thema wären kräftige Farben genau das Richtige.


Fazit

Deadpool – Die Kunst des Krieges ist witzig, chaotisch und vorlaut und nimmt auf niemanden Rücksicht. Peter David hat eine hervorragende Geschichte über den Söldner mit der großen Klappe geschrieben. Wer sich amüsieren will und schrägen Humor liebt, sollte zugreifen.


Pro & Contra

+ Avengers, X-Men und Spider-Man geben sich ein Stelldichein
+ auf verdrehte Art witzig

- mäßige Zeichnungen

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3/5
Humor: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Deadpool:

Rezension zu Deadpool killt Deadpool
Rezension zu Return of the Living Deadpool
Rezension zu Deadpool Killer Kollektion Bd.6
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Rezension zu Deadpool vs. Punisher
Rezension zu Deadpool – Dein Mann

 

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 28. März 2018
 

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