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Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele (Suzanne Collins)
Geschrieben von Angelika
Dienstag, der 01. März 2011

Oetinger (August 2009)
Hardcover, 414 Seiten,
ISBN: 978-3-7891-3218-6
€ 17,90 [D]

Genre: Science Fiction / Jugendbuch ab 14


Klappentext

Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den vierundzwanzig Kandidaten darf nur ein einziger überleben. Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Beiden ist klar, dass sie sich früher oder später als Feinde gegenüberstehen. Doch dann rettet Peeta Katniss das Leben ...


Rezension

Suzanne Collins begann ihre Karriere als Drehbuchautorin für das amerikanische Kinderfernsehen und veröffentlichte Jahre später ihren Debütroman und Reihenauftakt „Gregor und die graue Prophezeiung“, der sich zum internationalen Bestseller entwickelte. Mit „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele präsentierte die in Connecticut lebende Autorin im August 2009 den ersten Roman der Panem-Trilogie um Katniss Everdeen und wurde bald darauf mit namhaften Auszeichnungen geehrt.

>> Plötzlich überwältigt mich der Gedanke, Peeta könnte schon verloren sein; verblutet, abgeholt und auf dem Weg zurück ins Kapitol, um gesäubert, angekleidet und in einer schlichten Holzkiste zurück nach Distrikt 12 geschickt zu werden. Nicht mehr hier. Vielleicht ist es besser, wenn er schon tot ist. Er hatte kein Vertrauen in seinen Sieg. Und ich muss mich am Ende nicht der unerfreulichen Aufgabe stellen, ihn zu töten. <<

Nordamerika wurde zerstört. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zu Fall gebracht, doch aus diesen Trümmern ist Panem entstanden. Beherrscht wird es vom Kapitol, das als Mahnmal jährlich unerbittliche Kämpfe seinem Volk präsentiert. Katniss Everdeen ist eine von vierundzwanzig Tribute, die aus den verschiedenen Distrikten gestellt werden. Um ihre Schwester zu schützen, stürzt sie sich in einem Kampf um ihr Leben. Ein Sieg scheint aussichtslos, doch wo Feinde sind, sind auch Freunde nicht weit. Auch wenn man dachte, sie ebenso gegen sich zu wissen. Und so kommt es, dass die Arena nicht mehr nur zum Spielplatz der Spielleitung und des Kapitols wird ...

Jugendbücher, die unterschiedliche Lesergruppen sprachlos werden lassen, gibt es nicht viele. Zumindest nicht in der letzten Zeit. Die Meinungen spalten sich meist mit dem Alter und doch hat Suzanne Collins es mit ihrem Roman Tödliche Spiele weitgehend geschafft, die Stimmen ihrer Leserschaft zu einen. Die allgemeine Begeisterung ist groß; ein Termin für die Blockbuster Verfilmung bereits vorhanden. Ab dreiundzwanzigsten März 2012 wird Katniss Everdeen in den heimischen Kinos zu sehen sein. Doch bis dahin und schlussendlich auch darüber hinaus kann dieses Jugendbuch mit großer Sicherheit noch so manches Leserherz erfreuen. Ein Umstand, der nicht weiter verwunderlich ist, denn die Erzählung von Katniss und Peeta, die gemeinsam aus ihrem Distrikt in eine Arena des Kapitols geschickt werden, um gegen zweiundzwanzig andere Tribute und schlussendlich auch gegeneinander zu kämpfen, ist berührend, mutig und bewundernswert zugleich. Suzanne Collins hat sich merklich Mühe dabei gegeben, nicht nur eine flüssige, in sich schlüssige Handlung, sondern auch einige zum Teil sehr zukunftswarnende Ideen zu präsentieren. Ihre Dystopie verweist auf die Auslebung verschiedener, vor allem von der Jugend favoritisierter, Trends wie Castingshows und das derzeit viel geliebte Reality-TV. Reichtum, Unterdrückung und Macht werden hierbei Themen sowie der auch in Panem, vor allem im Kapitol, gelebte Schönheitswahn. Armut trifft Wohlstand, oder: Katniss das Zentrum der Macht, das sie, gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Gale, zu hassen und gleichsam zu fürchten gelernt hat. Hier gibt es (entgegen der Heimat) Luxus im Überfluss. Alles Dinge, die aus den verschiedenen, vom Kapitol streng regierten, Distrikten gestellt werden und deren Bewohner meist unmenschlich unter den bestehenden Lebensbedingungen zu leiden haben.

Und gerade Leid ist ein großes Thema im ersten Band der Trilogie. Ein Thema, mit dem man nicht unbeschwert umgehen sollte und das für ältere Jugendliche oder auch Erwachsene geeignet ist. Denn die damit verbundene Gewalt wird in verschiedenen Formen beschrieben. Auch psychologischen. Die Darstellungen diverser Unterdrückungen, das allgemeine Elend der Bevölkerung und die bald darauf folgenden Kämpfe sind hart, nicht aber ausufernd. Als Gegenpart stehen die sich langsam entwickelnden Gefühle zweier Personen. Peeta, der scheinbar weiß was er will, auch wenn er bis zu einem gewissen Punkt noch undurchschaubar bleibt, und Katniss, die man durchweg (oberflächlich betrachtet) als ein eher emotionsarmes Mädchen beschreiben kann. Als junge Ernährerin einer ganzen Familie zeigt sie sich oft kühl und vertraut nur sehr wenigen Menschen. Sie ist entschlossen, wissend und ausdauernd. Der Leser begleitet ihre Entwicklungen von Beginn an gern und das anfängliche Gefühl, es mit einer zu kühlen Protagonisten zutun zuhaben, weicht mit der voranschreitenden Seitenanzahl und der sich immer mehrenden Tiefgründigkeit.

Ebenso gelungen ist Aufbau und Handlung. Suzanne Collins erzählt ihre Geschichte flüssig und aus einem Guss aus Katniss Sicht. Die Ich-Perspektive ist gut gewählt, emotional und wechselt gerne zwischen kalten Beschreibungen und warmen Details. Nur ein Makel bleibt, der vorwiegend auf den Mangel an verschiedenen Erklärungen bezogen werden kann. Denn im Grunde ist die Technik in der Arena schwer nachvollziehbar. Kaum wird erklärt, warum zum Beispiel ein Temperaturabsturz zu Stande kommt und wie man eine Fläche von solcher Größe in dieser Richtung überhaupt manipulieren kann. Denn die Arena ist groß; zu weitläufig. Es ist zwar verständlich, dass Katniss vieles nicht wissen kann, dennoch bleiben gewisse (vorwiegend technische) Dinge ohne eine Art von Erklärung unrealistisch. Eine Tatsache, die man jedoch – begeistert vom Wesentlichen selbst – verzeihen kann.


Über das Hörbuch

6 CD; 381 Minuten
ISBN: 978-3-8373-0515-9
€ 24,95 [D]

Passend zum Roman hat die Verlagsgruppe Oetinger eine wundervolle, doch gekürzte Audioversion veröffentlicht. Gesprochen wird der Text von Maria Koschny die mit ihrer unschuldigen, jugendlichen Stimme durchweg überzeugen kann. Mehr noch: Sie bietet durch ihre Aussprache eine emotionale Tiefe, die sogar sehr zu begeistern weiß. Klar verständlich, aber auch verletzlich werden die Worte präsentiert. Kaum verwunderlich für eine Sprecherin, die unter anderem ihre Stimme als Synchronsprecherin schon Lindsay Lohan, Jessica Biel, Mischa Barton und Christina Ricci lieh.

Untermalt werden die diversen Kapitelwechsel ebenso passend durch Musik und auch das episch klingende Intro kann sich hören lassen. Der Bruch zwischen den einzelnen Wechsel ist hierbei gut platziert; spannungsschürend. Ton und Schnitt sind ansprechend sowie der Inhalt, der zwar gekürzt wurde, jedoch mit über dreihundertachtzig Minuten immer noch völlig überzeugen kann. Preislich ist dieses Audiobook allerdings nicht unbedingt günstig zu erstehen, bietet jedoch – für alle Hörbuchfans – eine gute, hörenswerte Alternative zum Buch, das sich unbedingt auch in dieser Form genießen lässt.


Fazit

Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele ist ein Lese- und Hörspielereignis der besonderen Art, das nicht umsonst seine Anhänger gefunden hat. Anrührend, hart und bewegend erzählt Autorin Suzanne Collins eine mitreißende Geschichte, die wichtige, intelligente Themen in den Vordergrund stellt und in jeder Hinsicht Lust macht auf mehr. Jugendliche ab vierzehn (sofern reif genug oder aber mit Begleitung der Eltern) sowie Erwachsene werden den Genuss dieser Lektüre nicht bereuen!


Pro und Kontra

+ frische & intelligente Dystopie
+ lebendig und fließend erzählt
+ merkenswerte Protagonisten
+ teils unberechenbar
+ viele Wendungen
+ angenehmer Stil

o nichts für schwache (Jugend-)Nerven

- Hintergründe nicht durchweg überzeugend

Wertung:

Handlung: 4,5 / 5
Charaktere: 5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5

Rezension zu "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" (2)

Rezension zu "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" (3)

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 17. November 2011
 

Kommentare  

#11 !!gossip girl 2012-03-21 17:08
Ich würde diesem buch die gleicche bewertung geben
#10 Bestes Buch everMariella 2012-01-28 16:01
Ich finde das Buch ist echt megakrassgeil!! Der erste und der zweite Teil sind echt genial, aber der dritte war nicht so gut wie die anderen zwei( trotzdem war er auch echt cool)
#9 Die Tribute von PanemSmiley 2011-10-19 19:40
Das Buch ist sehr brutal mit vielen Toten, aber ich finde es ist absolut gut geschrieben... weiter zu empfehlen? Auf jeden Fall!!!
#8 The Hunger Gameslily 2011-07-30 17:28
der film kommt voraussichtlich 23.03.2012 raus.
ich liebe das buch
es ist total gaaail :D
#7 filmprimrose 2011-05-03 13:18
weiß jemand wann der Film genau in Deutschland erscheint?
#6 die...rose 2011-04-02 16:50
...bewertung ist ja hammer aber ich kann nur zustimmen, außer, naja,eig hätte es überall 5 sterne verdient!!
#5 das geilste buch everrose 2011-03-24 20:38
ich habe dieses buch in nur einer nacht durchgelesen und ich kann ohne jeden zweifel sagen, dass das das beste buch ist, das ich je gelesen habe. ich bin außerdem total deiner meinung primrose.
habt ihr schon die besetzung für katniss im film gesehen, die ist grauenhaft!!!
#4 ÜberzeugungAngelika 2011-03-23 21:48
Vielleicht kann es ja meine Rezension. *etwas nach oben zeigt* Die wäre zumindest ausführlicher, als alles, was ich dir nun so sagen könnt.

Liebe Grüße,
- Angelika
#3 ???Fay 2011-03-23 19:35
Ich wollte das Buch auch noch Lesen aber es gibt auch so fiele andere Bücher die ich noch lesen will. und ich weiss nicht mit welchem ich anfangen soll!!! Könnt ihr mich von die tribute von panem überzeugen???
#2 ein geniales BuchPrimrose 2011-03-13 10:07
Ich bin generell eine sehr kritische Leserin mit hohen Ansprüchen an die Bücher, doch wenn ich wirklich ein gutes
Buch erwischt habe, versinke ihc darin. Bei die Tribute von
Panem habe ich geweint, gelacht, gezittert und gestaunt. Das
Buch hat mich berührt wie selten eins zuvor. Ich habe alle
drei Bände in knapp zwei Wochen durchgelesen und jetzt würde ich am liebsten noch einmal anfangen♥ Der Schreibstil (Ich-Form+ Präsens) ist natürlich gewöhnungsbedür ftig aber alles in
allem kann ich nur niederknien vor Suzanne Collins

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