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Die Schlümpfe Bd.1 - Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe (Peyo)
Geschrieben von Markus
Montag, der 14. März 2011

Verlag: Toonfish; Auflage: 1., (März 2011)
Hardcover: 64 Seiten; 12,95 €
ISBN-13: 978-3868699555

Genre: Humor/ Kinderbuch


Inhalt (Verlagshomepage)

Jeder kennt die Schlümpfe, ob aus den Comics oder der 80er-Jahre-Fernsehserie: 100 kleine blaue Wichte leben glücklich und zufrieden, im Einklang mit sich und der Natur wohlbehütet in kleinen, aus Pilzen gebauten Häuschen. Wäre da nur nicht ihr ewiger Widersacher, der Zauberer Gargamel, der gemeinsam mit seinem Kater Azrael immer wieder Jagd auf sie macht!


Rezension

Im Jahr 1958 tauchten sie zum ersten Mal auf. Kleine blaue Kobolde mit einem Hang zu einer etwas eigentümlichen Sprache. Die Schlümpfe. Damals noch in einem Abenteuer von Johann und Pfiffikus. In „Die Schlümpfe und die Zauberflöte“ halfen sie dem Pagen und seinem Freund eine, von ihnen hergestellte Flöte, wiederzubeschaffen. Anschließend kehrten sie in ihr „verwunschenes Land“ und ihr Schlumpfdorf zurück. Doch hinterließen sie bei den Lesern einen bleibenden Eindruck und so zeichnete Peyo, Schöpfer des königlichen Pagen und der blauen Kobolde, bald weitere Abenteuer mit den Schlümpfen. Zuerst traten sie noch einmal bei Johann und Pfiffikus auf, dann aber in ihrer eigenen Reihe, die rasch die Mutterserie an Erfolg überflügelte. Mittlerweile gehören die Schlümpfe seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Comics und Zeichentrickfilmen für Kinder und sind so fast überall zu finden. Kaum einer der sie nicht kennt. Gerade die Fernsehserie dürfte ihren Bekanntheitsgrad in Deutschland enorm gesteigert haben. Die Comics hingegen waren in Deutschland in den letzten Jahren mehr oder weniger verwaist. Die Alben waren nur noch schwer erhältlich, da sich kein Verlag fand, der sie neu auflegen wollte.
Glücklicherweise wird dem durch Toonfish jetzt endlich Abhilfe geschaffen. Im Laufe der nächsten drei Jahre sollen sämtliche Alben, sowohl von Peyo, als auch von seinen Nachfolgern veröffentlicht werden. Jeweils zwei pro Monat.
Den Anfang macht unter anderem „Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe“. In dem 64 Seiten starken Album befinden sich drei Geschichten, darunter die ersten beiden geschriebenen mit den Schlümpfen in ihrer eigenen Reihe. 

Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe

Ein Schlumpf wird von der Mücke BZZ, gestochen und verwandelt sich dadurch in einen bösen, schwarzen Schlumpf, der zudem sehr aggressiv ist. Fortan gibt er als einziges den Laut „Gnak“ von sich und beißt andere Schlümpfe in ihren Schwanz, um die Krankheit zu übertragen. Papa Schlumpf versucht ein Gegenmittel zu finden, aber der Zufall muss am Ende helfen, die Krankheit zu besiegen.
Ein eigentlich sehr düsteres Szenario, das an Vampir- oder Zombiegeschichten erinnert und für kleinere Leser durchaus gruselig sein dürfte. Allerdings wird das Ganze durch den Humor abgemildert. Vor allem die Situationen in denen die meisten Schlümpfe ebenfalls gebissen werden, sind meist mit einem Augenzwinkern versehen und sorgen für mehr als nur ein Grinsen. Ebenso sind die Versuche eines Schlumpfes die Mücke Bzz zu fangen und Papa Schlumpfs Reaktionen auf diesen, einfach lustig. Mit Sicherheit ein spannendes Leseerlebnis für jung und alt und eine der besten Geschichten über die Schlümpfe.

Der gefangene Schlumpf

Gleich in der nächsten Geschichte trifft der Leser auf den größten Widersacher der Schlümpfe.
Gargamel! Zusammen mit seinem Kater Azrael wird er fortan den Schlümpfen das Leben schwer machen. Am Anfang dieser Geschichte erfährt er von den ihm unbekannten blauen Kobolden aus einem Rezept zur Herstellung des Steins der Weisen. Tatsächlich gelingt ihm dann die Gefangennahme eines Schlumpfes, woraufhin Papa Schlumpf und die anderen zur Rettung eilen. Wegen des erstmaligen Auftauchens Gargamels allein schon lesenswert, ist „Der gefangene Schlumpf“ ein sehr witzige Geschichte, da sie die Schwierigkeiten Azraels einen Schlumpf zu fangen und die Probleme bei der Befreiungsaktion auf lustige Art und Weise darstellt. Natürlich darf der Schlumpf, der alles verwechselt, auch hier nicht fehlen.

Der fliegende Schlumpf

Einer der Schlümpfe setzt es sich in den Kopf, fliegen zu wollen. Bei der Umsetzung seiner Idee, schlägt er dabei sämtliche Pfade ein, die ihm auch nur irgendwie geeignet scheinen. Leider bedeutet das, dass auch so manch Unschuldiger unter seinem Wunsch zu leiden hat, unter anderem ein Huhn, welches seine Federn im Dienste der Wissenschaft verliert.
Ein Witz schließt sich hier an den anderen an, während der Schlumpf durch die Fluggeschichte eilt und dabei alles mögliche und unmögliche ausprobiert. Höhepunkte dabei sind der Besen und die Rakete mit des Aufschrift USAF ( United Schlumpf Air Force). Und der Schlussgag allein ist einfach grandios im Zusammenhang. Wie auch schon die anderen beiden Geschichte, bietet „Der fliegende Schlumpf“ mit seinen zahlreichen Anspielungen fast mehr für den großen Leser, als für den Kleinen, ist aber für alle Altersklassen geeignet und witzig.

Wie immer zu Beginn einer Comicreihe sehen die Schlümpfe noch nicht ganz so perfekt aus. Die Unterschiede sind allerdings meist minimal und machen sich hauptsächlich bei Gargamel und Azrael bemerkbar und auch da ist es meist nur ein Gefühl, sie hätten ein etwas anderes Aussehen. Nach wie vor sind die Schlümpfe niedlich anzusehen, selbst die Schwarzschlümpfe wirken weniger bedrohlich, denn alles andere. Peyo spart nicht an Details und haucht so den Schlümpfen und ihrer Welt noch mehr Leben ein.

Die Ausgabe der Schlümpfe von Toonfish kann man nur als perfekt bezeichnen. Für einen sehr fairen Preis bekommt man ein schönes Hardcover, indem sich am Ende die wichtigsten Schlümpfe extra vorstellen.


Fazit

Lange hat es gedauert, bis die Schlümpfe wieder in Deutschland erhältlich waren. Mit Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe feiern sie ihre Rückkehr und zeigen gleich wie komisch und voller Anspielung sie sein können. Für große - und vor allem auch für kleine Leser ein großer Spaß.


Pro & Contra

+ Humor, keine Seite ohne dass man Lachen muss
+ die Zeichnungen sind einfach perfekt für die Schlümpfe
+ mit Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe befindet sich gleich eine der besten Geschichten in diesem Band
+ Anspielungen auf die Luftfahrt und ihre Geschichte
+ Gargamels erster Auftritt

Bewertung:

Charaktere: 5/5
Handlung: 5/5
Humor: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Peyo:

Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.1 – Der Page des Königs
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.2 – Hexerei und Zaubersprüche
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.3 – Räuber und Plünderer
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.4 – Die Schlumpfjahre

Rezension zu Die Schlümpfe Bd.28 – Schlumpfine greift ein

Rezension zu Benni Bärenstark Bd.1 – Die roten Taxis
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.13 – John-John
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.14 – Auf den Spuren des weißen Gorillas

Rezension zu Die Schlümpfe – Kompaktausgabe Bd.1
Rezension zu Die Schlümpfe – Kompaktausgabe Bd.2
Rezension zu Die Schlümpfe und das verlorene Dorf Bd.1

 

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 19. Januar 2018
 

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