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Die Schlümpfe Bd. 28 - Schlumpfine greift ein (Thierry Culliford, Alain Jost, Pascal Garray)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 14. April 2011

Verlag: Toonfish; Auflage: 1, (März 2011)
Hardcover: 48 Seiten; 11,95 €
ISBN-13: 978-3868699821

Genre: Humor/ Kinderbuch


Klappentext

Inhalt (Verlagshomepage)

Jeder kennt die Schlümpfe, ob aus den Comics oder der 80er-Jahre-Fernsehserie: 100 kleine blaue Wichte leben glücklich und zufrieden, im Einklang mit sich und der Natur wohlbehütet in kleinen, aus Pilzen gebauten Häuschen. Wäre da nur nicht ihr ewiger Widersacher, der Zauberer Gargamel, der gemeinsam mit seinem Kater Azrael immer wieder Jagd auf sie macht!


Rezension

Schlumpfine ist frustiert. Die Schlümpfe scheinen sie nicht als gleichwertig wahr zu nehmen, zumindest nicht wenn es um handwerkliche Dinge geht. Um ihnen eine Lektion zu erteilen, verbündet sich Papa Schlumpf mit ihr und verkündet auf einer Versammlung seine Absicht für ein paar Tage das Dorf zu verlassen. Gleichzeitig ernennt er Schlumpfine als seine Stellvertreterin. Anfangs mit Startschwierigkeiten, gelingt es Schlumpfine die Schlümpfe von sich zu überzeugen und von ihnen als gleichwertige Hilfe wahrgenommen zu werden. Als aber Papa Schlumpf am vereinbarten Morgen nicht zurückkehrt, muss sie ihn schließlich noch aus den Klauen Gargamels befreien. Natürlich mit Hilfe der anderen Schlümpfe, aber ihrem Plan.

Nachdem Peyo 1992 verstarb, übernahmen andere Autoren die Aufgabe, neue Abenteuer der Schlümpfe zu erfinden. Unter anderem auch Peyos Sohn Thierry Culliford, der auch hier zusammen mit Alain Jost für das Szenario verantwortlich ist. Schlumpfine greift ein ist das Erste, der bisher in Deutschland unveröffentlichen Schlumpfabenteuer, die bei Toonfish noch folgen werden. 
Die ersten zwanzig Seiten beschäftigen sich mit den Themen Emanzipation und Rollenverteilung. Glücklicherweise nicht mit einem deutlich erhobenen Zeigefinger und voller Moral, sondern mit einem Augenzwinkern und Humor. Es ist einfach schön, Schlumpfine dabei zuzusehen, wie sie Probleme löst und so manchem Schlumpf hilft, der schon sein Leben durch seine Freunde bedroht sah oder es selbst riskierte. Die Handlung um den Schlumpf, der im Fenster des Vorratskammer stecken bleibt, ist schon ein erster kleiner Höhepunkt. Nach diesem Auftakt schwenkt die Geschichte aber ein bisschen um und auf den Pfad der Bedrohung durch Gargamel ein. Allerdings wird diese Bedrohung dieses Mal im weiteren Verlauf etwas anders präsentiert und folgt nicht ausgetretenen Pfaden. Denn der Zauberer braucht die Hilfe von Papa Schlumpf. Seine Fähigkeiten sollen getestet werden und da er schlecht im Zauberspruchmerken ist, muss Papa Schlumpf ihm soufflieren. Derweil starten die Schlümpfe eine Rettungsaktion. Zunächst mit eher brachialen Methoden mit wenig Aussichten auf Erfolg. Das Schlumpfeinsatzkommando, welches seinen ersten Einsatz trainiert, ist dann auch einfach nur genial und parodiert die typischen Klischees. Letztlich darf Schlumpfine die Heldin der Stunde sein, bevor die Schlümpfe später wieder in ihr altes Verhaltensmuster zurückfallen und ein Aufseufzen bei Schlumpfine hervorrufen.
Die Geschichte unterhält insgesamt gesehen, trotz des kleinen Bruchs in der Handlung, sehr gut. Wobei gerade der Wechsel in der Mitte sehr dazu beiträgt, die Geschichte nicht langweilig werden zu lassen und etwas Aktion und Spannung hineinbringt. In Sachen Humor weist der Band mehr als nur eine grandiose Stelle auf und das nicht nur für Kinder. Kleine Verweise und Anspielungen sind zu finden, unter anderem erwähnt Papa Schlumpf das „Zauberbuch von Vater Abraham dem Weisen“. Somit kann Schlumpfine greift ein nur als gelungen bezeichnet werden.

Ebenso die Zeichnungen. Sie haben den Charme von früheren Alben Peyos, sind aber gleichzeitig modern und frisch. Sie wirken nicht allzu statisch und spiegeln die Geschichte jederzeit gut wieder. Besondere Erwähnung hat auch hier das Schlumpfeinsatzkommando verdient, welches perfekt eingefangen wurde. Für die Farben war Nine Culliford zuständig und auch sie macht ihren Job sehr gut. Leuchtend und farbenfroh sind die Schlümpfe und haben sich damit ihr Aussehen bewahrt.


Fazit

Schlumpfine greift ein ist ein unterhaltsamer und witziger Band der Reihe, wenn auch nicht überragend. Für ein paar vergnügliche Stunden ist er aber gut geeignet und hat so manchen Höhepunkt zu bieten.


Pro & Contra

+ Schlumpfeinsatzkommando
+ Gargamel in der Klemme
+ Schlumpfine bekommt viel zu tun

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Humor: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Peyo:

Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.1 – Der Page des Königs
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.2 – Hexerei und Zaubersprüche
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.3 – Räuber und Plünderer
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.4 – Die Schlumpfjahre

Rezension zu Die Schlümpfe Bd.1 – Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe

Rezension zu Benni Bärenstark Bd.1 – Die roten Taxis
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.13 – John-John
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.14 – Auf den Spuren des weißen Gorillas

Rezension zu Die Schlümpfe – Kompaktausgabe Bd.1
Rezension zu Die Schlümpfe – Kompaktausgabe Bd.2
Rezension zu Die Schlümpfe und das verlorene Dorf Bd.1

 

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 19. Januar 2018
 

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