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Lichtraum (Gary Gibson)
Geschrieben von Dennis
Mittwoch, der 10. August 2011


Heyne Verlag (Mai 2011)
Taschenbuch, 512 Seiten, EUR 9,99
ISBN: 978-3453528475
Die Shoal-Trilogie Band 3

Genre: Science-Fiction


Klappentext

Die Reise zu den Sternen …

… war ein katastrophaler Fehler für die Menschheit, denn die Galaxis wird seit Tausenden von Jahren von einem schrecklichen Krieg erschüttert. Nun nähert sich der Konflikt dem Territorium der Menschen und droht, sie in Kämpfe zu verwickeln, die sie nicht gewinnen können. Ihnen bleibt nur eine Möglichkeit, um ihren Untergang zu verhindern, doch dafür müssen sie ein Bündnis mit ihrem schlimmsten Feind eingehen!


Rezension

Der die gesamte Galaxie erfassende Krieg zwischen den Emissären und den Shoal ist in vollem Gange. Während die Fronten immer weiter auf das von Menschen besiedelte Gebiet zuwandern, versucht eine kleine Gruppe um die Protagonistin Dakota, das schlimmste abzuwenden.

Die Art und Weise, wie dies geschehen soll, ist indes überraschend und untypisch für Gibsons bisherige Art zu erzählen – dementsprechend bricht dieser finale Band auch mit den Gepflogenheiten der Vorgängerbände, was die bisher recht breit aufgestellte und actionreiche Handlung betrifft.
Beinahe scheint es, als sei Gibson von der Wucht der von ihm heraufbeschworenen Ereignisse der Vorgängerbände überfordert; zugegeben – einfach zu Ende zu bringen schien die Handlung mit Ende des zweiten Bandes nicht. Einen Krieg von im wahrsten Sinne des Wortes galaktischen Ausmaßen bringt man eben nicht glaubwürdig auf ein paar Seiten zu Ende.
Und so schüttelt Gibson zu Beginn dieses finalen Bandes den „Mos Hadroch“ aus dem Ärmel, ein Artefakt, das – an den richtigen Ort gebracht – nahezu die komplette Flotte der Emissäre auslöschen kann. Zwar verhält es sich mit diesem Artefakt nicht ganz so schlimm, wie es im ersten Augenblick klingen mag: Die Erklärung dafür, warum es diese Kräfte hat, ist – im Rahmen eines Science-Fiction Romans - durchaus vertretbar und interessant beschrieben. Dennoch macht es sich Gibson mit dieser Lösung etwas zu einfach – zumal sie, wie schon angedeutet, erhebliche Auswirkungen auf die Handlung hat.

Diese besteht nun nämlich nahezu ausschließlich darin, erwähntes Artefakt an den richtigen Ort zu bringen, wofür die Gruppe aus teils bekannten und teils neuen Charakteren eigens ein Raumschiff kapert.
Da nahezu die gesamte Handlung an Bord dieses Raumschiffes spielt, bekommt man als Abschluss der Trilogie fast eine Art Kammerspiel geboten – sicherlich nichts, was man erwartet hätte. Und so dürften auch jene Leser, die sich von diesem Finale einen Actionkracher erwartet haben, enttäuscht sein.
Wer sich jedoch mit der neuen Situation anfreunden kann, der bekommt so einiges geboten, denn diese Odyssee hat einiges zu bieten. Nicht nur, dass eigentlich keiner der Charaktere den anderen über den Weg traut und so eine konstante Spannung aufgebaut wird – auch der verhasste „Händler“ der Shoal hat wieder einmal seine Tentakel im Spiel. Hinzu kommt die Untersuchung des Artefaktes sowie die Tatsache, dass das Raumschiff für einen solch langen Flug nicht ausgelegt ist.
All dies wird verstärkt durch die beklemmende Atmosphäre des Raumschiffes, das hierfür einen exzellenten Schauplatz abgibt.
Und auch die Tatsache, dass so mancher Mitreisender an Bord nicht das ist, für was er sich ausgibt, sorgt schlussendlich dafür, dass man jede Menge Spannung geboten bekommt – nur nicht ganz so, wie man es sich vielleicht gedacht haben mag.

Charaktertechnisch profitieren vor allem die schon bekannten Charaktere durch die lange Aufbauzeit in den vorangegangenen Bänden und kommen überzeugend und plastisch daher – schließlich kennt man ihre Vorgeschichte recht gut. Aber auch die neuen Charaktere brauchen sich in dieser Hinsicht nicht zu verstecken, beachtet man die Tatsache, dass ihnen nur ein Bruchteil von deren Erzählzeit zukommt. Besonders Dakota hat neue Facetten zu bieten, die mit ihrer Verbindung zu den Schiffen der „Weisen“ zusammenhängen.


Fazit

Was nach dieser Trilogie bleibt, ist einerseits das Gefühl, auf vielen, vielen Seiten anständig unterhalten worden zu sein. Andererseits muss man sich aber – bei Betrachtung der doch eigenwilligen Auflösung – fragen, ob diese der Komplexität und der teilweisen Verworrenheit; generell der breit angelegten und in viele Richtungen mäandernden Handlung – in ausreichendem Maße Rechnung trägt.


Pro & Kontra

+ spannend
+ gelungenes Setting

o Auflösung dürfte nicht nach jedermanns Geschmack sein

- Gibson macht es sich mit der Auflösung etwas leicht

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Lichtkrieg" (Band 1)

Rezension zu "Lichtzeit" (Band 2)

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 10. August 2011
 

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