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Rezensionen im September (2011)
Geschrieben von Judith
Samstag, der 01. Oktober 2011

Liebe LeserInnen,

die Frankfurter Buchmesse rückt immer näher und schon jetzt erscheinen die ersten Toptitel dieses Herbstes. In einigen davon konnten mir schon stöbern und euch Rezensionen liefern, viele weitere werden in den kommenden Monaten folgen. Und wie immer wollen wir euch zum Monatsbeginn eine kleine Zusammenfassung dessen geben, was im Vormonat bei uns los war!


Belletristik

Ein wunderschönes Beispiel, wie behutsam auch die schlimmsten Nachrichten überbracht werden können und wie selbst aus dem größten Schrecken etwas Schönes entstehen kann. Mit "Der Märchenerzähler" zieht Antonia Michaelis nicht nur jugendliche Leser in ihren Bann, sondern eröffnet auch Erwachsenen eine neue Welt inklusive der Möglichkeit des Träumens. Trotz allen Zaubers ist jedoch wegen einiger heftiger Passagen gerade bei jüngeren Lesern durchaus Vorsicht geboten.

Vergewaltigung oder nicht? Die Umstände entscheiden oft, wem man wirklich Glauben schenken will. Glaubt man einer Frau, die mit sichtbaren Wunden im Krankenhaus liegt eher als einer, die ihre Verletzungen nur auf der Seele hat? Und wieviele Frauen setzen eine Vergewaltigung bewusst ein, um jemandem zu schaden? Die Macht der Bezichtigung ist oftmals gar nicht abzusehen, Anschuldigungen, die unbedacht ausgestoßen werden, ziehen weite Kreise und schlagen hohe Wellen. Wieder einmal schafft Jodi Picoult es mit "Schuldig", eine Situation gnadenlos von beiden Seiten zu beleuchten, sodass man sich nie sicher sein kann, auf der richtigen Seite zu stehen.

Fantasy

Im Vergleich zum Vorgänger schwächelt „Die Geheimnisse der Tinkerfarm“ von Tad Williams und Deborah Beale anfangs ein wenig, wird dafür gegen Ende aber umso spannender. Die Atmosphäre ist dieses Mal deutlich düsterer und der Leser muss einige Schreckensmomente durchstehen, kommt dafür jedoch in den Genuss vieler Anspielungen und phantastischer Ideen. Ein dramatisches und kreatives Abenteuer, das mit viel Liebe zum Detail überzeugt.

Im dritten und letzten "Alterra"- Band "Der Krieg der Kinder" bringt Maxime Chattam eine ganz besondere Geschichte zu einem fulminanten Finale, das sich sogar im Vergleich zu den Vorgängern noch einmal ein Stück steigern kann. Zwar werden einige Punkte offen gelassen, trotzdem bleibt die Alterra Trilogie als ein besonderes Lesevergnügen – nicht nur für Jugendliche – in guter Erinnerung.

Mit „Sephira – Ritter der Zeit: Die Bruderschaft der Schatten“ hat Corina Bomann einen überaus gelungenen Reihenstart hingelegt, der es schafft den Leser mit einfachen Mitteln nicht nur schlicht zu überzeugen, sondern letztendlich ins Schwärmen zu bringen. Leser die sich auf ein Abenteuer mit solch einem historischen Hintergrund einlassen möchten, sind hier richtig und werden sich bis zur letzten Minute fabelhaft unterhalten fühlen!

Dark Fantasy

"Seventeen Moons" von Kami Garcia und Magaret Stohl ist eine starke Steigerung zum Vorgängerband Sixteen Moons und bietet echte Abwechslung im sonst so romantisch angehauchten Jugendbuchdschungel. Die düstere Stimmung zieht den Leser absolut in seinen Bann und man merkt, dass nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen sein muss, um spaß zu machen.

Mit "Rubinroter Schatten" entführt Jeaniene Frost ihre Leser in eine in sich abgeschlossene Geschichte, mit unterschiedlichen Ecken und Kanten. Ein bisschen schade ist es, um so viel ungenutztes Potenzial, dennoch fühlt man sich bis zum Ende mittelprächtig bis gut unterhalten und freut sich über ein weiteres Schmuckstück im Regal.

Manga / Comic

"Angel Sanctuary" von Kaori Yuki ist eine Wahnsinns-Story, die den Leser packt und selbst nach dem zwanzigsten Band nicht wieder los lässt. Es werden beide Seiten eines uralten Krieges zwischen Engeln und Dämonen offenbart und dabei kommt nicht nur Action zum Einsatz. Es ist genug Platz für Gefühle und jede Menge Humor.

Momo – Little Devil“ von Mayu Sakai ist ein unheimlich charmanter Shojo-Manga mit der richtigen Mischung aus phantastischen Elementen und gefühlvollen Beziehungen. Ob Freundschaft oder Liebe, die Emotionen kochen hier oftmals hoch und bringen letztlich eine wunderschöne Message rüber: Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wirklich wertvoll sind.

Historik

Abwechslungsreich und spannend bietet „Das Buch der Sünden“ von Axel S. Meyer gelungene Unterhaltung in historischem Gewand. Auch wenn dieser Debütroman noch einige Schwächen wie den Erzählstil oder den überreichlichen Gebrauch des Zufalls als handlungstreibendes Element aufweist, dürfte es sich für Historikfans trotzdem lohnen, Axel S. Meyer im Blick zu behalten.

Thriller

"Vertraute Gefahr" von Michelle Raven ist gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Psychothriller, mit einem sexy-ironischen Unterton. Michelle Raven versteht es wieder einmal gekonnt, eine atemberaubende Landschaft zu beschreiben, in der realistische, sympathische Charaktere ihr Gefühlschaos in den Griff bekommen. Mit dem ersten Band der Hunters ist ein Grundstein für solide Unterhaltung gelegt, und eine Familie, deren Weg man gerne noch lange verfolgt. Shane und Autumn sind solide, humorvoll und bodenständig, die ihren Platz im Leben gefunden haben.

Ein Jugendbuch, das nicht nur für Jugendliche genügend Nervenkitzel bereit hält. "Erebos" von Ursula Poznanski ist ein spannungsgeladener Thriller mit ausreichend Fantasy- und Science Fiction-Komponenten, um auch Anhänger dieser Genre genügend zu unterhalten. Selbst Fans von nicht überzogenen Liebesgeschichten kommen zumindest teilweise auf ihre Kosten. Ein Rundumpaket und ein wichtiges Buch, das ohne erhobenen Zeigefinger die Gefahren der neumodernen Technik aufzeigt.

Horror / Mystery

Für ein Debüt kann sich "Mr. Shivers" von Robert Jackson Bennett sehen lassen. Die Story ist zwar stellenweise fad, dafür ist die Sprache sehr bildgewaltig und entwickelt eine gute Atmosphäre. Von einem Meisterwerk zu sprechen, ist aber viel zu weit ausgeholt. Dafür sorgt schon die sterbenslangweilige erste Hälfte.

Science Fiction

"Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick ist nicht wirklich ein Jugendbuch und eignet sich mit einer solchen Gewaltdarstellungen und dem vorherrschenden, psychischen Druck vorwiegend für Jugendliche ab sechzehn sowie (junge) Erwachsene. Leser mit einem robusten Magen, die sich freuen endlich wieder eine richtige, dystopische Geschichte über den Untergang der Zivilisation zu lesen, die Laune macht und zu überzeugen weiß, sind hier sehr sehr richtig. Fast-Zombies inklusive und ein Szenario, das man in keinem Fall so schnell vergessen kann!

Aus der derzeitigen Masse von dystopischen (Jugend-)Romanen sticht "Totentöchter: Die dritte Generation" von Lauren DeStefano kaum hervor. Langes und uninteressantes Geplänkel, kaum verwertbare Hintergrundinformationen und nur selten tiefgehende Charaktere lassen den Trilogie-Auftakt nur in der Mittelklasse mitspielen. Wenn die Reihe doch noch Erfolg haben soll, muss sich Lauren DeStefano mit den Folgebänden definitiv mehr Mühe geben.

Obwohl die Verlockung groß ist, sollte man in "Nach dem Ende" von Alden Bell nicht zuviel hineininterpretieren und ihn als das nehmen, was er ist: Solide und spannende Unterhaltung, die aus dem momentan so beliebten Zombie-Mischmasch allemal positiv heraussticht.


Wir hoffen, der ein oder andere Tipp war für euch dabei und freuen uns nun auf die Frankfurter Buchmesse, von der wir dieses Jahr sicherlich wieder einiges zu berichten haben. Unsere Messetage sind jedenfalls vollgeplant, sodass wir euch hoffentlich schon nächsten Monat die Highlights in unserem neuen Rückblick zeigen können. Bis dahin könnt ihr gerne in der Rezensionsübersicht störbern.

Viele Grüße von Eurem

LiteratopiaTeam

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 01. Oktober 2011
 

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