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Die Sternseherin (Jeanine Krock)
Geschrieben von Judith
Donnerstag, der 07. Mai 2009

UBooks (1. Auflage September 2008)
329 Seiten, 12,95 EUR
ISBN: 9783866081024

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Feentochter Estelle verschlägt es ins raue Schottland. Aber dort treiben Vampire und Elfen ihr Unwesen und suchen fieberhaft nach einem alten Buch, das unglaubliche Kräfte verleihen kann.
Während sie sich an der Suche beteiligt, gerät sie in den Strudel der Leidenschaft und muss sich schließlich entscheiden: Elf oder Vampir? Aber vielleicht haben die Göttinnen des Schicksals auch etwas ganz anderes im Sinn …

Jeanine Krock versteht es auch in ihrem dritten Roman meisterlich die Welt des Übersinnlichen mit dem Diesseits zu verknüpfen. Aus dem Blutdurst der Vampire und dem Hunger nach Liebe webt sie einen dichten Teppich, spannend, fesselnd und verträumt schön.


Rezension

Estelle ist die jüngere Schwester von Nuriya, der kecken Feentochter, die wir in „Der Venuspakt“ kennen und lieben lernten. Allerdings ist Estelle ein ganz anderer Typ: eher still und zurückhaltend, fragil und zerbrechlich. Und sie hasst Kieran dafür, dass er ihre Schwester zur Vampirin gemacht hat, wobei sie eine grundsätzliche Abneigung gegen alle Vampire verspürt. Dennoch willigt sie ein, nach Schottland zu gehen, um dort zu studieren – und strapaziert dabei Kierans Konten gewaltig. Ihre neue Mitbewohnerin Manon wird schnell zur Freundin und Estelle blüht in Schottland regelrecht auf. Leider steckt sie anfangs zu tief in ihrem weiblichen Rollenschema und geht dem Leser mit ihrer Launenhaftigkeit auf die Nerven. Im Laufe der Geschichte ändert sich das und man lernt eine stärkere Estelle kennen – gegen Nuriya aus „Der Venuspakt“ kommt sie aber bis zum Ende nicht an.

Die Protagonisten Julen und Asher überzeugen mit sinnlich-dunklem Charisma und gefallen wirklich ungemein gut. Einen ehemaligen Vengador als Bücherwurm zu verkaufen, der sich als gefährlicher Fürst der Finsternis entpuppt, ist eine tolle Idee – und man nimmt Asher auch beide Rollen ab. Sowohl als belesener Antiquar als auch als vampirischer Krieger kommt er glaubhaft rüber – und ziemlich sexy. Auch Julen vermag es, die weibliche Leserschaft zu faszinieren, verblasst jedoch im Laufe der Geschichte neben Asher.
Besonders positiv fallen dieses Mal die Nebencharaktere auf, die deutlich mehr Tiefe haben als im Vorgängerroman. Es freut einen richtig, zu sehen, wie sich die Autorin von Buch zu Buch steigert.

Es gibt natürlich auch eine Hintergrundgeschichte, über die hier nur so viel verraten werden soll, als dass es sich um Entführungsfälle dreht. Man merkt, dass Jeanine Krock keine Thrillerautorin ist – dennoch bringt sie diesen Handlungszweig mit einer angemessenen Portion Spannung über die Bühne. Das Finale ist allerdings zu chaotisch. Man verliert den Überblick – vor allem, da man sich eigentlich viel mehr für das Gefühlsleben der Protagonisten interessiert.

Stilistisch übertrifft „Die Sternseherin“ den ersten Teil der Licht&Schatten-Serie um einige Nuancen an Sinnlichkeit und düsterer Atmosphäre. Wenn man mit den Charakteren in dunkle Gassen blickt, überkommt einen tatsächlich ein Schaudern und das Beisammensitzen in einem Pub erzeugt ein Gefühl von Gemütlichkeit. Auch die Gefühle der Protagonisten werden glaubhaft vermittelt – und selbstverständlich kommen auch die erotischen Szenen nicht zu kurz, die der Autorin wieder einmal extrem gut gelungen sind. Da wird nicht zu viel und nicht zu wenig verraten und auch die Dosierung passt.
Am besten gelungen sind die Beschreibungen der Städte, an denen man sich kaum satt sehen kann. Jeanine Krock schafft es, den Leser nach London, Cambridge und Paris zu versetzen, und kreiert für jeden Ort eine eigentümliche Stimmung.


Fazit

Wenn man „Die Sternseherin“ liest, glaubt man fest daran, dass Jeanine Krock einfach ihr Genre gefunden hat. Die Mischung aus knisternder Erotik, düster-schauriger Atmosphäre und vielseitigen Charakteren erzeugt einen blutigen Sog, dem man sich als Vampir-Fan nur schwer entziehen kann. „Die Sternseherin“ zeigt, dass Jeanine Krock noch viel mehr kann, als sie in "Der Venuspakt" gezeigt hat und schürt hohe Erwartungen an "Der Blutkristall"!


Pro & Contra

+ sinnlich-düstere Atmosphäre
+ glaubwürdige Protagonisten
+ Nebencharaktere gut ausgearbeitet

- Hintergrundstory etwas schwach

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Interview mit Jeanine Krock (August 2013)

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Rezension zu "Der Venuspakt"

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Interview mit Jeanine Krock (Februar 2009)

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 26. August 2013
 

Kommentare  

#1 erste!Hannah 2011-02-24 20:25
Ich finde das Buch ist sehr gelungen, ich fands sehr schade als es zuende war!

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