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Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

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Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

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Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

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Literarische Stimme Italiens Vincenzo Consolo ist tot
Geschrieben von Jessica
Dienstag, der 24. Januar 2012
Der italienische Schriftsteller Vincenzo Consolo ist am 21. Januar im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit in Mailand verstorben. Das teilt der Wiener Folio Verlag mit, bei dem die deutschsprachigen Ausgaben der Werke Consolos vorliegen.

Sein Wiener Verlag würdigt Vincenzo Consolo als einen der "wichtigsten literarischen Stimmen Italiens". Vincenzo Consolo wurde am 18. Februar 1933 im sizilianischen Sant'Agata di Militello in der Nähe von Messina geboren, seit 1969 bis zu seinem Tod lebte und arbeitete er hauptsächlich in Mailand. Mit dreißig Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman "La ferita dell'aprile" (1963; dt. "Die Wunde im April", 1990), mit dem er nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland bekannt wurde. Mit "Il sorriso dell'ignoto marinaio" (1975; dt. "Das Lächeln des unbekannten Matrosen", 1984) konnte er seinen Ruf als großer Stilist und Moralist festigen, so der Folio Verlag. Dabei verband er "höchste literarische Qualität mit brisanten politischen Aussagen".

1977 wurde Vincenzo Consolo literarischer Berater für den Einaudi Verlag und arbeitete eng mit Italo Calvino und Natalia Ginzburg zusammen. Als Schriftsteller widmete er sich vor allem der Schilderung des historischen Italiens, insbesondere seiner Heimatinsel Sizilien, die stets in seinen Werken auftaucht. Im Roman "Retablo" (1987; dt. Folio 2005) schilderte er eine barocke sizilianische Liebesgeschichte aus der Epoche der Aufklärung, in "Nottetempo, casa per casa" (1992; dt. "Bei Nacht, von Haus zu Haus", Folio 2003) die sizilianischen 1920er Jahre und den aufkommenden Faschismus. In seinem jüngsten Roman "Lo spasimo di Palermo" (1998; dt. "Palermo. Der Schmerz", Folio 2008) schrieb Vincenzo Consolo von Sizilien seit den 1960er Jahren, von Mafiamorden, schuldhafter Verstrickung, von Werteverlust und vom Niedergang politischer Eliten im Italien der Nachkriegszeit.

Vincenzo Consolo wurde mit einer Vielzahl an Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter mit dem Premio Grinzane Cavour, dem renommierten Premio Strega (für "Bei Nacht, von Haus zu Haus") und dem Premio Internazionale Unione Latina. Außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Palermo und die der Universität Rom "Tor Vergata". Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt.


Quelle: boersenblatt.net
Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 24. Januar 2012
 

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