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Null-Null-Siebzig Operation Eaglehurst (Marlies Ferber)
Geschrieben von Nicole
Samstag, der 18. Februar 2012

ferber m-0070-operation eaglehurst

dtv Verlag, 1. Auflage 2012,
Taschenbuch, 271 Seiten
9,95 € (D) | 10,30 € (A)
ISBN: 978-3-423-21345-5

Leseprobe

Genre: Kriminalroman


Klappentext

»Wissen Sie, James, dass Sie seit heute einen Spitznamen haben? 00 70!«
»Und?«
»Na, Sie waren doch früher Geheimagent, eine Art 007. Und jetzt sind sie sozusagen 00 70.«
»Wirklich witzig.«
»Wie alt sind sie eigentlich?«
»Siebzig.«
»Na sehen Sie!«

Ex-Agent James Gerald zieht vorübergehend in das Seniorenheim Eaglehurst im südenglischen Hastings, um den plötzlichen Tod eines Freundes und Kollegen aufzuklären. Kurz nach seiner Ankunft kommt ein weiterer Heimbewohner gewaltsam zu Tode …


Mit Rollator auf Verbrecherjagd – charmant, rasant, urkomisch!


Rezension

Miss Marple & Jessica Fletcher aus „Mord ist ihr Hobby“ – das waren Detektivinnen mit scharfem Verstand, trockenem Humor und Fällen, die gerne mehr als nur eine Wendung enthielten. Null-Null-Siebzig Operation Eaglehurst knüpft an diese Tradition an, mit dem kleinen, aber nicht störenden Unterschied, das im Buch ein Mann des Rätsels Lösung oder besser gesagt, den Mörder zu ergründen versucht.

James Gerald ist ein ehemaliger Geheimagent, 70 Jahre jung und der Meinung, dem Tod seines besten Freundes William wurde nachgeholfen. Ohne Zögern mietet er sich in Eaglehurst ein, einer Seniorenresidenz an der Seepromenade im englischen Hastings. Dass seine Instinkte ihn nicht trügen, wird schon am ersten Abend offensichtlich, als ein weiterer Bewohner des Heimes auf tragische Weise verstirbt. Der untersuchende Polizist ist ein alter Bekannter James‘ und bald kennt jeder in Eaglehurst seine Vergangenheit. Die mysteriöse Drohung, die James abends in seinem Zimmer findet, ist jedoch kein Grund für den ehemaligen Agenten, aufzugeben. Stur, eigensinnig und mit bewaffnet mit seinem scharfen Verstand stellt er eine Liste der Verdächtigen zusammen, und Anhaltspunkte gibt es wirklich viele.

Da ist zum Beispiel Mrs. White, die freundliche Leiterin des Heims, deren Nervosität von Tag zu Tag zuzunehmen scheint. Vor allem, als James von ihren Schulden erfährt. Aber wenn sie die Täterin ist, wer hat dann ihre Tochter, die mürrische Katie,  niedergeschlagen?  Ebenfalls verdächtig sind die Schwestern Eleonora und Edith Hideous – die eine nett und charmant, die andere unfreundlich und verschlossen. Denn beide waren mehr als nur flüchtig mit den Opfern bekannt. Aber auch einige der Angestellten machen sich verdächtig. Oder ist es gar ganz anders? Liegt die Ursache für die Morde in der Vergangenheit der Opfer, die, wie James herausfindet, sich bereits seit Jahren kannten?

Neben dem spannenden Verwirrspiel bietet auch der Alltag in Eaglehurst ausreichend Unterhaltung. Die Charaktere sind detailliert und liebevoll gezeichnet, manche schrullig, manche wie die quasselige Oma von nebenan. Jeder Charakter bekommt ein kleines Detail, was ihn einzigartig macht, so dass jeder wie eine kleine Hauptfigur wirkt.

Obwohl von einer Deutschen verfasst, sind Geschichte und Dialoge angefärbt von britischem Humor, welcher sich sehr gut mit dem frischen, spritzigen Stil von Marlies Ferber verträgt. So begleitet das Lächeln den Leser nicht nur dann, wenn James mit seinem Rollator loszieht, um das Verbrechen aufzuklären, sondern auch in den Unterhaltungen zwischen ihm und den anderen Hausbewohnern sowie den Streitgesprächen mit seiner Bekannten Sheila Humphrey, die ihm nach einer Weile zur Unterstützung hinterherreist. Sie stattet James nicht nur mit einem aufgerüsteten Rollator aus, sondern bringt mit ihrer Skepsis, ihrem Sturkopf und ihren Miniröcken nicht nur den Fall durcheinander.

 

Fazit

Null-Null-Siebzig Operation Eaglehurst ist ein Krimi der alten Schule. Ganz nach Manier von „Mord ist ihr Hobby“ wird der Leser an der Nase herumgeführt, dabei aber köstlich mit trockenem Humor und unterhaltsamen Figuren unterhalten. Marlies Ferber hat einen betagten James Bond an den Rollator gehängt – und man muss sagen, dieser steht ihm ausgesprochen gut.


Pro & Contra

+ Humor
+ skurrile Charaktere
+ Verwirrspiel um den Täter
+ Auflösung

- Mörder kommt etwas zu kurz

Wertungalt

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

Rezension zu Null-Null-Siebzig Agent an Bord

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 07. Juni 2013
 

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