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Kuss der Finsternis (Kresley Cole)
Geschrieben von Angelika
Mittwoch, der 10. Juni 2009

Egmont Lyx (April 2009)
kartoniert, Klappbroschur
Seiten: 448, 9,95 EUR [D]
ISBN: 978-3-8025-8190-8

Leseprobe


Klappentext

Vor langer Zeit verlor Kaderin ihre beiden geliebten Schwestern im Kampf gegen Vampire. Seither ist die Walküre auf einem erbitterten Rachefeldzug gegen das Geschlecht der Blutsauger. Unfähig, tiefere Gefühle zu entwickeln, führt sie das Leben einer kaltherzigen Auftragsmörderin. Doch als sie den Vampir Sebastian töten soll, scheitert sie kläglich. Denn der verführerische Mann weckt längst verloren geglaubte Sehnsüchte in ihr …


Rezension

Schon mit „Nacht des Begehrens“ hat Kresley Cole überzeugt und bewiesen, dass sie sehr fesselnd schreiben und ihre Leser in düstere Realitätsauswüchse entführen kann. Mit „Kuss der Finsternis“ geht sie nun einen weiteren Schritt in ihrem übersinnlichen Universum, der ausgreifend, aber doch ebenso zielstrebig wirkt.

Denn an der Seite von Kaderin und Sebastian …

Estland; September 1709: Der junge Krieger Bastian, verletzt und dem Tod näher als dem Leben, wird gegen seinen Willen zum Vampir gewandelt. Eine Tatsache, die ihn zerfrisst und schließlich vor Selbstekel in einem weit abseitsgelegenen Anwesen dahinvegetieren lässt. Nur willkommen ist ihm daher der Tod, in wunderbar verführerischer Form der Walküre Kaderin, nachdem er über 300 Jahre in Einsamkeit lebte. Doch Kaderin, von tiefem Hass gegen die Vampire gezeichnet, zögert im entscheidenden Moment und verändert damit ihr ganzes Leben.
Und bald auch ihren Glauben an die notwendig scheinende Feindschaft, die Walküren, Werwölfe und Vampire seit jeher zur Waffe greifen lässt.

… ist es möglich, noch tiefer in die Mysterien der Mythenwelt einzutauchen.

Liest man den Klappentext, bleibt man vermutlich mit dem Gefühl zurück, dass es nicht weiter notwendig ist, zuzugreifen. Denn seien wir ehrlich: Wir kennen Blutsauger und kaltherzige Auftragsmörder (die dann ungeschickterweise beim Anblick ihres Opfers dahin schmelzen). Auch die bald folgende, verführerische Sehnsucht - deren Erfüllung anscheinend nur in einem heißen Schäferstündchen zu finden ist - ist uns nicht unbekannt.

Genau deshalb enttäuscht es nach dem Lesen des Buches ein wenig, dass nicht auch der spannendere Teil der Grundhandlung ebenso Platz auf dem Cover gefunden hat. Denn abseits vom mehr oder weniger romantischen Geplänkel verzweifelter Protagonisten lässt Kresley Cole tief blicken. – In eine besondere Zusammenkunft der Mythenwelt: Die Talisman-Tour. Ein Wettstreit, ausgerichtet von der Göttin der Unmöglichkeit, der dazu dient, Artefakte von teilweise unschätzbarem Wert zu erbeuten. Eine Aufgabe, die Kaderin und Sebastian um die halbe Welt jagen lässt. Ob Russland, New Orleans, die Antarktis, Argentinien oder auch Ungarn – schnell findet man sich in einer wilden Hatz wieder.

Eine, die Gefahr läuft, Kaderin auch noch den letzten Nerv zu rauben. Denn nicht nur ihre wieder entflammten, tiefen Gefühle machen ihr das Leben schwer. Nein, auch der Vampir Sebastian, den sie eigentlich hätte niederstrecken sollen, will einfach nicht von ihrer Seite weichen. Er ist überzeugt, dass sie die Seine ist.
- Wer sich allerdings jetzt schon gedanklich hitzige Liebesgeständnisse auszumalen beginnt, sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn große Hochgefühle werden vorerst aufgespart. Anstatt den Leser von der Liebe der Protagonisten überzeugen zu wollen, wird er in ein wildes Durcheinander unterschiedlicher Empfindungen gestoßen.
„Immer ein nächster Schlag ins Gesicht.“ – Genauso wirkt hierbei das Konzept der Autorin, das Früchte zu tragen scheint und bald darauf dem Ganzen eine gut strukturierte Glaubwürdigkeit verleiht. Nichts wirkt gekünstelt, nichts aufgesetzt, nichts absichtlich verschönert. Einfach nur kühle Realität unter unrealistischen Umständen.

Als Kritikpunkt – der allerdings vom jeweiligen Geschmack des Lesers abhängig ist – bleibt, dass Kresley Cole es anscheinend nicht wagt, die klischeehaften Vorstellungen an das Ende eines solchen Romans über den Haufen zu werfen. Wenigstens teilweise.


Fazit

„Kuss der Finsternis“ ist eine furiose Mischung aus Dead Race, Liebesroman und Mythensagen. Schnell zu lesen und auch glaubwürdig besticht die Geschichte mit nachvollziehbaren Charakteren und einer düsteren Aura, die sich von Seite zu Seite langsam in Licht wandelt. - Ein Schattenspiel, dessen Ende wohl nicht jedem gefallen kann, aber durchaus passabel ist.


Pro und Kontra

+ besticht durch originelle Ideen
+ keine eintönige Liebesgeschichte
+ farbig ausgemalte und eigenständige Welt
+ authentische Protagonisten, wie im ersten Band
+ angenehm lesbarer Stil

o typisch perfekte Helden

- abhebendes Ende

Bewertung

Handlung: 4,5 / 5
Charaktere: 4
,5 / 5
Lesespaß: 4,5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5


Rezension zu Band 1 - "Nacht des Begehrens"
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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 09. Januar 2013
 

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