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Heat Wave - Hitzewelle (Richard Castle)
Geschrieben von Markus
Montag, der 09. Juli 2012

Verlag: Cross Cult
Taschenbuch: 286 Seiten; 11,80 €
ISBN-13: 978-3864250071

Genre: Krimi


Klappentext

Richard Castle ist der Autor diverser Bestseller, darunter die viel gepriesene Derrick-Storm-Serie. Sein erster Roman „Im Kugelhagel“, der bereits veröffentlicht wurde, während Castle noch auf dem College war, wurde mit dem angesehenen Tom-Straw- Preis für Kriminalliteratur der Nom-DePlume-Gesellschaft ausgezeichnet. Castle lebt zurzeit zusammen mit seiner Tochter und seiner Mutter, die ihm ein steter Quell der Freude und Inspiration sind, in Manhattan.

Heat Wave Ein Immobilienmagnat stürzt aus großer Höhe auf einen Bürgersteig und eine vorbildliche Ehefrau mit zwielichtiger Vergangenheit überlebt knapp einen Überfall. Gangster und Mogule, die jede Menge Gründe zum Töten haben, präsentieren wasserdichte Alibis. Und dann kommt es während einer rekordverdächtigen Hitzewelle zu einem weiteren schockierenden Mord und damit zu einer Kehrtwende im aktuellen Fall. All die schmutzigen kleinen Geheimnisse der Reichen kommen ans Licht …

Detective Nikki Heat vom NYPD-Morddezernat ist nicht nur smart, sexy, und professionell, sondern besitzt auch einen starken Sinn für Gerechtigkeit. Doch als ihr der Starjournalist Jameson Rook zugeteilt wird, damit dieser für einen Artikel über die New Yorker Polizei recherchieren kann, sieht sie sich plötzlich einer unerwarteten Herausforderung gegenüber. Denn Pulitzerpreisträger Rook ist ebenso anstrengend wie gutaussehend …


Rezension

Der Autor Richard Castle ist erfolgreich, mehrfacher Preisträger, reich, der Traum der meisten Frauen, wortgewandt und vor allem eines: eine fiktive Figur einer äußerst erfolgreichen Fernsehserie. Seit 2009 geht Nathan Fillion, manchen vielleicht aus Buffy oder Firefly bekannt, nun  schon in seiner Rolle des Richard Castle auf Verbrecherjagd. Aufgrund einer Genehmigung vom Bürgermeister kommt er dabei Detective Kate Beckett, der er zugeteilt wurde, immer wieder zu Hilfe, teilweise mit den abstrusesten Ideen bezüglich des Tathergangs. Also in fast derselben Konstellation, wie es sie im vorliegenden Roman gibt. Die Serie lebt sehr von den humorvollen Dialogen und Wortgefechten zwischen Castle und Beckett und den verschiedenen Charakteren. Während die Serie voranschreitet wird immer wieder erwähnt, dass Castle an seinem neuesten Roman arbeitet, für dessen Hauptfigur Kate Beckett die Inspiraton ist. Und genau dieser Roman liegt nun auch in echt vor. Aus einem fiktiven Autor ist ein echter geworden und wie es scheint, ein ebenso erfolgreicher, wurden doch in Amerika bislang schon drei Nikki Heat - Romane von Richard Castle veröffentlicht. Aber kann Castle auch halten, was in der Serie versprochen wird? Schließlich gilt er dort als einer der besten Krimiautoren unserer Zeit.

Der Leser wird mit dem Eintreffen von Nikki Heat am Tatort sofort in die Handlung hineingeworfen. Ein erfolgreicher Immobilienmakler liegt tot auf der Straße, nach dem er sechs Stockwerke tief gefallen ist. Relativ schnell stellt sich heraus, dass es kein Selbstmord war. Auch seine Frau scheint ein Ziel seines Mörders zu sein, denn sie wird kurz darauf auf der Straße in Sichtweite der Polizei angegriffen. Mit vereinten Kräften können Nikki Heat und Jameson Rook schlimmeres verhindern, der Täter entkommt aber. Nikki Heat ist klar, sie muss tiefer graben und fördert damit so manches Geheimnis zutage. Angefangen bei der anscheinend nicht ganz so trauernden Witwe, die so einiges aus ihrer Vergangenheit zu verbergen hat. Aber auch ihr toter Ehemann war kein Unschuldslamm und so erwartet Nikki Heat die erste große Überraschung, als sie die Büros des Toten betritt und sich in leeren Räumen wiederfindet.
Geschickt baut Richard Castle seine Geschichte auf, er liefert viele Motive für die Tat und fast ebenso viele Verdächtige. Dabei ufert seine Geschichte nicht aus und verstrickt sich nicht in Einzelheiten und Nebenhandlungen, sondern er bleibt immer beim Wesentlichen. Es ist wirklich erstaunlich wie stringent er trotz allem seinen Krimi aufgebaut hat. Zu jederzeit kann der Leser der Handlung folgen und selbst miträtseln, wer der Täter ist, denn die Informationen zur Lösung des Falles bekommt er gleichzeitig mit Nikki Heat. Nur am Ende hat sie einen kleinen Wissensvorsprung, der aber nicht unbedingt entscheidend wäre.
Fast wichtiger als die Krimihandlung, die wirklich spannend ist, sind in diesem Fall die Charaktere. Vor allem für Fans der Serie Castle, denn endlich man erfährt wie stark der Einfluss von Richard Castles Erfahrungen mit Beckett auf seine Arbeit ist und vor allem wie er ihre Beziehung sieht.
Zu sagen Nikki Heat wäre inspiriert von Kate Beckett ist fast schon eine Untertreibung, denn die wesentlichen Charakterzüge stimmen überein. Stark, aber auch verletzlich, verfolgt sie mit Verbissenheit die Arbeit an ihrem Fall und nimmt sich auch dann nicht zurück, wenn ihr eigenes Leben in Gefahr ist. Dabei liefert sie sich immer wieder Schlagabtäusche mit Jameson Rook, die genauso vor Sarkasmus und Spitzfindigkeiten triefen, wie die zwischen Beckett und Castle und damit beste Unterhaltung darstellen. Und genau wie zwischen den beiden, herrscht auch zwischen Nikki Heat und Jameson Rook eine große Anziehung, die keiner von beiden zunächst offen zugeben möchte. Mit einem wichtigen Unterschied – sie geben schließlich doch ihrem Verlangen nach.
Neben den Hauptpersonen gibt es dann noch die beiden Detectives Raley und Ochoa, die ebenso wie Ryan und Esposito in Castle, Nikki Heat zuarbeiten und loyal zu ihr stehen und für manches humoristisches Element sorgen. Eine weitere wichtige Figur für Nikki Heat ist Lauren Parry, Gerichtsmedizinerin und beste Freundin. Sie hilft ihr, ihre Gedanken zu ordnen und gibt ihr, wenn nötig, einen Schubs in die richtige Richtung.

So manche Figur aus dem Castle - Universum lässt sich mit Leichtigkeit in Heat Wave wiederfinden, was das Buch gerade interessant macht. Teilweise sind sogar so manche Dialoge und Ereignisse in etwas abgewandelter Form eingebaut worden, ohne das es plump wirkt oder nervt.
Wer jetzt aber befürchtet, Richard Castles erster Roman sei nur für Fans, kann beruhigt sein. Heat Wave – Hitzewelle ist auch ganz ohne Vorkenntnis der Serie einfach sehr unterhaltsam voller Spannung und Humor. Wer einen guten Krimi sucht, kann also bedenkenlos zugreifen. Auch wenn der Roman noch Einführungscharakter besitzt und vieles anschneidet, was erst später zum tragen kommen wird, wie z.B. der gewaltsame Tod von Nikki Heats Mutter. Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Reihe damit umgeht und die Ereignisse weiterentwickelt und ob sie sich steigern kann.

Neben dem eigentlichen Roman sind in Heat Wave noch eine Danksagung von und ein Interview mit Richard Castle enthalten. Beides steht dem Roman in nichts nach. Vor allem das Interview passt zu dem Castle aus der Serie und sprüht vor Witz und Zweideutigkeiten, auch wenn sich ein Großteil davon vermutlich nur Castle-Fans so richtig erschließt.


Fazit

Heat Wave – Hitzewelle ist spannend und humorvoll und bietet mit Nikki Heat und Rook ein kongeniales Paar. Für alle Fans der Serie Castle ein Muß. Für alle anderen einfach ein witziger und spannender Krimi.
Der nächste Fall wartet bereits.


Pro & Contra

+ Nikki Heat und Jameson Rook liefern sich wie Castle und Beckett witzige Wortgefechte
+ spannend und clever aufgebaut

Bewertung:


Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Richard Castle:

Rezension zu Naked Heat – In der Hitze der Nacht
Rezension zu Heat Rises – Kaltgestellt
Rezension zu Frozen Heat – Auf dünnem Eis
Rezension zu Driving Heat – Treibende Hitze
Rezension zu Richard Castles Deadly Storm – Tödlicher Sturm

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 07. Juli 2016
 

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