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Die Templerin (Wolfang Hohlbein)
Geschrieben von Angelika
Montag, der 22. Juni 2009

Heyne (April 2009)
Taschenbuch, Broschur
Seiten: 400, 7,00 EUR [D]
ISBN: 978-3-453-72223-1
Leseprobe

Genre: Historik


Klappentext

Friesland im 12. Jahrhundert: Robin ist noch ein junges Mädchen, als Fremde ihr Dorf überfallen und ihre Mutter töten. Man verdächtigt die Tempelritter, doch Robin kennt die Wahrheit. Sie sucht Zuflucht vor den wirklichen Mördern bei den Templern und beginnt ihr eigenes, geheimnisvolles Schicksal zu begreifen.


Rezension

Wenn der wandelnde Buchautomat Wolfgang Hohlbein die Tasten schwingt, dann folgt darauf meist ein witziges Duell von Fans und Kritikern. Letztere jammern über die Durchschnittlichkeit der Massenware, während Hohlbein-Anhänger damit beschäftigt sind, wochenlang die besten Seiten in den Himmel zu heben.

Ob sich „Die Templerin“ der azurblauen Höhenhebungen als würdig erweist?

Anno Domini 1177 – Robin, die nicht mehr von der Welt kannte als ihr kleines Heimatdorf, blickt durch die Schilderungen des jungen Tempelritters Jan zum ersten Mal in die weite, faszinierende Welt. Erschrocken und ebenso neugierig malt sie Bilder aus fernen Ländern in ihren Kopf. Von Heldentaten und Ruhm. Doch wenig später erlebt die Fünfzehnjährige schließlich den Wendepunkt ihrer Hoffnungen.
In einer einzigen Folge schreckensreicher Momente wird ihr alles genommen. Trost und Hilfe findet Robin fortan bei den Tempelrittern und dem Tuareg Salim. Schutz jedoch vor den Mördern ihrer Familie, die den Tempelrittern die Schuld zuschieben möchte, kann es nirgendwo geben, wie sie bald einsehen muss ...

Mit Sicherheit – wenn man Wolfgang Hohlbein kennt und seinen Stil zu schätzen weiß.

Eine erstaunlich beschauliche Handlung bietet das Grundgerüst des ersten Romans der „Templerin-Saga“. Wer sich demnach temporeiche Weitwanderungen wünscht, ist mit diesem Buch bestimmt falsch beraten. Zwar gibt es Kämpfe und Intrigen, doch bleibt die Welt ebenso klein und simpel. Für Robin und den Leser. Hohlbeintypisch liest man sich im schlicht leserlichen Stil von Seite zu Seite und erlebt die schreckensreiche Geschichte einer Verschwörung und die gnadenlose Gewalt machthungriger Männer. Spannung kommt hierbei in keinem Fall zu kurz, obwohl die Entwicklungen teilweise vorhersehbar sind.

Leser, die für historische Abenteuer-Geschichten schwärmen und dabei glaubwürdige Schilderungen längst vergangener Zeiten zu schätzen wissen, werden mit „Die Templerin“ nicht auf ihre Kosten kommen. Eine Tatsache, die sich mit Wolfgang Hohlbeins Schwerpunkt erklärt: Unterhaltungsliteratur.

Auf beschauliche Beschreibungen alter Bauwerke, Einsichten in mittelalterliche Denkweisen oder akribisch recherchierte Details muss man daher verzichten können und ebenso willens sein, über historische Schwächen hinwegzusehen. Wem das gelingt, der hält ein unterhaltsames, kurzlebiges Buch in den Händen voll von Emotionen, Verzweiflungstaten und dem unbrechbaren Streben nach Unabhängigkeit.


Fazit

„Die Templerin“ ist ein wirklich nett zu lesender Roman im historisch fragwürdigen Kleid. Wolfgang Hohlbein beweist sein Gespür für Unterhaltungskunst auf kleinem Raum und bietet mit diesem Buch einen lesenswerten Auftakt der „Templerin-Saga“. Für lange Zugfahrten oder abendliches Ausspannen bestens geeignet.


Pro und Kontra

+ sehr unterhaltsam
+ spannend
+ leicht zu lesen

o historisch nicht wertvoll

- zu abruptes Ende
- keine wirklich neuen Ideen
- stereotypische Charaktere

Wertung:

Handlung: 3 / 5
Charaktere: 3
/ 5
Lesespaß: 4,5 / 5
Preis/Leistung: 5 / 5


Rezension zu "Wasp"

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. Januar 2010
 

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