Freitag, 06. Dezember 2019

Weihnachtsgewinnspiel

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Die Auserwählten – In der Brandwüste (James Dashner)
Geschrieben von Maria
Mittwoch, der 08. August 2012

Verlag: Carlsen (Juli 2012)
Gebundene Ausgabe: 488 Seiten, € 18,95
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Scorch Trials
ISBN-13 978-3551520357

Genre: Science Fiction


Klappentext

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit. Doch dazu ist Thomas nicht bereit ...

 


 

Rezension

Thomas und seine Gruppe haben es zwar geschafft, dem tödlichen Labyrinth zu entkommen, doch ihre Hoffnung auf ein Ende der Grausamkeiten und der Strapazen war leider vergebens. Lediglich eine kurze Verschnaufpause wird ihnen gegönnt, dann steht den Jungen ein weiterer Teil der Prüfung bevor: Die sogenannte Brandwüste zu durchqueren. Ein verdorrtes Gebiet mit höllischen Temperaturen und ebenso mörderischen Naturerscheinungen, bevölkert mit vom ‚Virus’ infizierten Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben und sich in unterschiedlichen Stadien des Wahnsinns befinden.
Zwei Wochen haben sie Zeit, den sicheren Hafen zu erreichen, und es beginnt ein Marsch, der der Gruppe alles abverlangt ...

Der zweite Band der Trilogie schließt nahtlos an die Geschehnisse des ersten an, den man zum Verständnis unbedingt gelesen haben muß.  
Ohne Umschweife startet für die Gruppe der Horror aufs Neue, doch diesmal scheint die Geschichte dem ‚Fluch des Mittelteiles’ erlegen zu sein, der sich so häufig bei Trilogien findet. Ein roter Faden will sich nicht wirklich herauskristallisieren, vielmehr läuft es auf eine episodenartige Aneinanderreihung bedrohlicher Situationen hinaus, die pausenlos auf den Leser einprasseln. Die Spannung bleibt dabei zwar erhalten, doch ein übergreifender Spannungsbogen wie im ersten Band will sich nicht wirklich einstellen. Auch ein für derartige Szenarien notwendiges Gegengewicht, in welchem die Gespräche und Gedanken der Personen geschildert werden und dem Leser dadurch tiefere Einblicke in die Psyche der Akteure gewährt, ist kaum vorhanden.
Die Gestaltung der Charaktere bleibt insgesamt viel zu farblos, man erfährt nicht einmal genau, wie viele Jungen das erste Unwetter überhaupt überlebt haben. Auch in der stark dezimierten Gruppe sind noch immer nicht alle Namen bekannt, es findet untereinander praktisch keine Kommunikation statt, man erfährt nicht, woran einzelne Charaktere denken oder welche Stimmung in der Gruppe herrscht. Keiner weist irgendwelche Besonderheiten auf oder hat einen speziellen Part zu übernehmen, selbst aus dem ersten Band wichtige Handlungsträger wie Minho oder Newt werden zur Staffage degradiert. Für den Leser ist es auf diese Weise sehr schwierig, sich mit den distanziert auftretenden und unpersönlichen Charakteren anzufreunden, es erfordert schon Mühe, sie voneinander zu unterscheiden.
Der Autor lässt hier viel zu offensichtlich anklingen, dass außer Thomas kaum noch jemand aus der Gruppe wirklich wichtig ist, und damit hat er dem Plot keinen Gefallen getan. Ein Protagonist, der eine komplexe Handlung plötzlich zu großen Teilen alleine tragen soll, bringt, wie hier passiert, die Handlung völlig aus dem Gleichgewicht.

Allmählich wäre es an der Zeit, dem Leser zumindest einige gröbere Erklärungsansätze anzubieten, wozu diverse Erinnerungsrückblenden geschaffen wurden. Thomas beginnt, sich an erste Einzelheiten aus seiner Vergangenheit zu erinnern, doch diese Sequenzen sind so abgehackt und konfus, dass sie die Ratlosigkeit eher noch vergrößern. Auch die Beziehung von Theresa und Thomas entwickelt sich immer haarsträubender und erreicht die Grenzen des Nachvollziehbaren, selbst unter der Prämisse, dass sie alle von der geheimnisvollen Organisation namens ANGST manipuliert werden – und dass alles einem guten Zweck dient.

Der Schreibstil liest sich homogener als im ersten Band, doch einige logische Unstimmigkeiten sind auch hier zu finden. Insgesamt erscheint der Plot zusammenhanglos und stellenweise etwas zu konstruiert, und ganz besonders vermisst man die liebenswerten Charaktere, mit denen man mitfiebern und –leiden konnte.
Auffällig sind diverse äußerst grausame und brutale Szenen und Handlungsabläufe; das Buch ist für Jugendliche deswegen nur bedingt geeignet.
Am Ende ist man genauso klug vie zuvor, beziehungsweise der Lösung um keinen Schritt näher gekommen. Die Erwartungshaltung liegt mittlerweile hoch genug, dass man als Leser nicht nur irgendein Ende, sondern gute Antworten und schlüssige Erklärungen für all das möchte – die der dritte Band hoffentlich liefern wird. Ein Erscheinungstermin der deutschen Ausgabe ist derzeit aber noch nicht bekannt.


Fazit

Eine durchaus spannende Fortsetzung, die aber nicht so durchdacht, lebendig und ausgewogen wirkt wie der erste Band.


Pro & Kontra

+ Idee bleibt interessant
+ spannend geschrieben
+ wieder ein nettes www - Gimmick

o sehr grausam und brutal
o viel Action
o Cliffhanger am Ende

- zu zusammenhanglos
- zuviel Gewicht auf dem Protagonisten
- Charaktere zu schwach gezeichnet
- einige logische Ungereimtheiten
- zu unpersönlich
- für Jugendliche etwas zu grausam

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 1,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5


Rezension zu „Die Auserwählten – Im Labyrinth“
Rezension zu „Die Auserwählten – In der Todeszone“

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 19. August 2013
 

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