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Hellboy Bd.11 - Der Krumme (Mike Mignola, Duncan Fegredo u.a.)
Geschrieben von Markus
Sonntag, der 09. September 2012

Verlag: Cross Cult;
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten; 22 €
ISBN-13: 978-3941248786

Genre: Grusel/ Horror/ Fantasy


Klappentext

In den Appalachen trifft Hellboy auf einen jungen Mann, der seine Seele dem Teufel verpfändet hat. An der amerikanischen Atlantikküste muss sich der dämonische Ermittler mit einem untoten Piraten rumplagen, der auf der Suchenach seinem Kopf ist. Eine vorbiblische Gottheit sucht eine Kapelle in Südportugal heim. Und in zwei exklusiven Geschichten entführt uns Mike Mignola wieder in die Welt der russischen Folklore.
Ein weiterer Kurzgeschichtenband mit Episoden aus dem bewegten Leben des Hauduraufs aus der Hölle, darunter der EISNER Award prämierte Dreiteiler „Der Krumme“ mit den unnachahmlischen Zeichnungen von Comic-Legende Richard Corben. Außerdem am Zeichentisch: Jason Shawn Alexander, Duncan Fegredo, Guy Davis („B.U.A.P.“) und Meister Mignola selber. Mit zwei Kurzgeschichten, die nicht imUS-Sammelband enthalten sind!

Ein echter Comic-Held mit Superstärken und Superschwächen!“
Frankfurter Rundschau


Rezension

Kurz vor dem großen Finale in Der Sturm heißt es noch einmal Luft holen. Der Krumme ist eine weitere Sammlung von Kurzgeschichten, bei denen Mike Mignola am Zeichentisch von einer Vielzahl von Künstlern unterstützt wird. Alte Bekannte und neue Gesichter geben sich dabei die Klinke in Hand.

Der Krumme

1958 in den Apalachen. Ein junges Mädchen wurde von der Hexe Cora Fisher verflucht und liegt nun teilnahmslos auf dem Boden einer Hütte. Die Bewohner können Hellboy nicht weiterhelfen. Da taucht Tom Ferrell auf. Er weiß, wo die Hexe zu finden ist und so machen sich beide gemeinsam auf dem Weg. Am Ende finden sie sich in einer alten Kirche wieder, im Kampf mit dem Krummen, Seinen Handlangern und Hexen. Denn der Krumme, Mr. Witkins, wie er einst hieß, ist ein Abgesandter der Hölle und fordert nun Toms Seele ein, die ihm einst versprochen wurde.
Eisner Award prämiert ist diese Geschichte mit Sicherheit einer, wenn nicht der Höhepunkt, des Sammelbandes. Mike Mignola gelingt es perfekt, die von ihm gewollte Atmosphäre des einsamen, ziellosen Wanderers zu erzeugen. Der Leser fühlt sich wirklich so, als ob er nur zufällig einen Abschnitt von Tom Ferrells Reise miterlebt. Dazu kommt der, von ihm noch nicht genutzte, Hintergrund der amerikanischen Folklore in einer Hellboy-Geschichte. Mit dem ihm eigenen Humor, findet sich gleich am Anfang schon eine sehr außergewöhnliche Geschichte für Hellboy.
Leider hat Mike Mignola die Geschichte nicht selbst gezeichnet, sondern überließ Richard Corben, den Zeichenstift und dessen Zeichnungen sind ganz stark Geschmackssache. Für die einen perfekt, wirken sie auf andere befremdliche und irgendwie ungelenk, wenn es um die Personen geht. Hintergründe hingegen sind äußerst gelungen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Inhaltlich top, zeichnerisch, stark vom eigenen Geschmack abhängig.

Die in Schiffen übers Meer fahren

Von Mike Mignola und Josh Dysart geschrieben und von Jason Shawn Alexander gezeichnet, ist Die in Schiffen übers Meer fahren eine waschechte Piratengeschichte.
1986 taucht der Schädel von Blackbeard wieder auf und ein Medium nimmt ihn an sich. Nicht ohne Hintergedanken. Der Schädel spricht zu ihm und verspricht große Schätze. Einen Monat später sind Hellboy und Abe Sapien unterwegs, den Schädel in ihre Gewalt zu bringen und so schlimmeres zu verhindern. Doch es kommt, wie es kommen muss. Blackbeard ersteht wieder auf und damit beginnt der ganz große Ärger, in dessen Verlauf auch Blackbeards alte Mannschaft ein Wörtchen mitzureden. Piraten, Hellboy, Abe Sapien und eine große Actionszene am Ende vermischt mit Legenden um Blackbeard. Was will man mehr?
Jason Shawn Alexander passen perfekt zur Geschichte und transportieren genau das Piratengefühl, welches Die in Schiffen übers Meer fahren braucht. Nach dieser Geschichte zeichnete er noch Ape Sapien: Ertrinken, welche in Geschichten aus dem Hellboy-Universum zu finden ist und genauso einen optischen Leckerbissen darstellt.

In der Kapelle von Moloch

Hellboy wird nach Portugal gerufen. Dorthin hat sich ein Künstler zurückgezogen, um an Bildern für seine neueste Ausstellung zu arbeiten. Als er sich immer seltsamer verhält und sich die Tür der Kapelle in der er arbeitet nachts nicht mehr öffnen lässt, wendet sich sein Manager an die B.U.A.P.. Zwei Dinge fallen Hellboy sofort beim Betreten der Kapelle auf. Der Künstler kopiert mit seinen Gemälden den spanischen Maler Francisco Goya und mitten in der Kapelle steht eine Tonstatue von Moloch. Klar, dass auf den Höllenjungen noch jede Menge Arbeit wartet.
In der Kapelle von Moloch mag vielleicht inhaltlich nicht die beste Geschichte Hellboys, aber der Leser kann jederzeit spüren, wie viel Spaß Mike Mignola beim Zeichnen dieser ersten Geschichte seit Jahren hatte. Von daher allein schon leseswert.

Das Mal

Hellboy entdeckt ein Muttermal an seiner Hand. Skurrill und surreal. Mehr lässt sich nicht dazu sagen, außer, dass das Mal von Mike Mignola für den Free Comic Book Day 2008 geschrieben und von Duncan Fegredo gezeichnet wurde.

Zuletzt stehen zwei Geschichten, die nicht im US-Sammelband erschienen sind und damit einen Mehrwert für den deutschen Leser bieten

Wie Koschej unsterblich wurde

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ein alter Priester schreibt auf, wie Koschej zu dem wurde, der er jetzt ist. Dabei wird offenbar, welch tragische Figur dieser unerbittliche Krieger eigentlich ist. Ursprünglich voller Herzensgüte, wird er erst durch die Menschen, die er liebt zu einem gnadenlosen Kämpfer gemacht. Kurz, pägnant und zielstrebig. Guy Davis macht wie schon bei B.U.A.P. einen guten Job und gibt sich zeichnerisch keine Blöße.

Baba Jagas Festmahl

Könnte glatt aus einem russischen Märchenbuch entsprungen sein. Mike Mignola verwendet viele Legenden um die Baba Jaga, wie z.B. das Löffelzählen und verbindet alles zu einer kurzen unterhaltsamen Geschichte, die ebenfalls von Guy Davis in gewohnter Qualität gezeichnet wurde.

Als Bonusmaterial gibt es dieses Mal ein Vorwort von Gahan Wilson, ein Sketchbook, das Einblick in den Arbeitsprozeß der Künstler gewährt und einen Artikel Manly Wade Wellman, einen amerikanischen Geschichtenerzähler, der Mike Mignola zu Der Krumme inspirierte und dem diese Geschichte gewidmet ist


Fazit

Auch wenn Der Krumme den Abschluss des goßen Handlungsbogen weiter hinauszögert, so ist die Kurzgeschichtensammlung eine willkommene Ablenkung. Jede Geschichte ist auf ihre Art ein kleines Juwel. Für Hellboy-Fans und Neueinsteiger gleichermaßen geeignet. Nur das Mal setzt ein gewisses Grundwissen, ist aber dafür recht kurz.


Pro & Contra

+ Der Krumme ist inhatlich eine der besten Hellboygeschichten
+ Die In Schiffen übers Meer fahren, ist optisch beeindruckend und eine waschechte Piratengeschichte

0 Richard Corbens Zeichnungen sind eindeutig Geschmackssache

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Mike Mignola:

Rezension zu Hellboy Bd.1 - Saat der Zerstörung
Rezension zu Hellboy Bd.2 - Der Teufel erwacht
Rezension zu Hellboy Bd.3 - Batman/ Hellboy/ Starman
Rezension zu Hellboy Bd.4 - Sarg in Ketten
Rezension zu Hellboy Bd.5 - Die rechte Hand des Schicksals
Rezension zu Hellboy Bd.6 - Sieger Wurm
Rezension zu Hellboy Bd.7 - Seltsame Orte
Rezension zu Hellboy Bd.8 – Die Troll-Hexe
Rezension zu Hellboy Bd.9 – Ruf der Finsternis
Rezension zu Hellboy Bd.10 – Wilde Jagd
Rezension zu Hellboy Bd.12 – Der Sturm
Rezension zu Hellboy Bd.13 – Abstieg zur Hölle
Rezension zu Hellboy Bd.14 – Hellboy und die B.U.A.P. 1952
Rezension zu Hellboy Bd.15 – Die Todeskarte
Rezension zu Hellboy Bd.16 – Hellboy und die B.U.A.P. 1953
Rezension zu Hellboy - Krampusnacht

Rezension zu B.U.A.P. - Hohle Erde
Rezension zu B.U.A.P. - Die Froschplage
Rezension zu B.U.A.P. - Die Toten
Rezension zu B.U.A.P. - Schwarze Flamme
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Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 02. Juli 2019
 

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