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Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit (Veronica Roth)
Geschrieben von Jessica
Sonntag, der 03. Februar 2013

cbt, 1. Auflage Dezember 2012
Originaltitel: Insurgent
Aus dem Englischen von Petra Koob-Pawis
HC mit SU, 508 Seiten
ca. € 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
ISBN: 978-3-570-16156-2
Leseprobe

Genre: Jugend-Dystopie


Klappentext:

Der Aufstand hat begonnen ...

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will ...


Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden ...


Rezension:

Die flüchtigen, nicht manipulierten Ferox haben es zum Unterschlupf der Amite geschafft und vor allem Tris hat mächtig mit den Erfahrungen und Entdeckungen der letzten Tage zu kämpfen. Trotz aller Verluste hört sie nicht auf, an das Gute zu glauben und all ihre Kraft dafür aufzuwenden und für ihre Ziele zu kämpfen. Sie ist stark angespannt und immer wieder kommt es zu Reibereien zwischen ihr und Tobias, der ihr Vertrauen in Frage stellt. Mit zahlreichen Kopf-Problemen ausgerüstet muss Tris sich also weiterhin durch die umkämpfte Welt schlagen, die längst nicht mehr in den geregelten Bahnen verläuft, die seinerzeit Hintergrund der Aufteilung der Fraktionen waren. Zusätzlich zu den bereits bekannten Problemen deckt die junge Wahl-Ferox im Laufe der Zeit noch weitere unerwartete, nicht immer angenehme Geheimnisse auf, die unter anderem auch ihre eigenen Eltern betreffen. Vor allem ein Geheimnis ihre Mutter betreffend ändert alles, und Tris muss sich darüber klar werden, was im Leben wirklich wichtig ist – auch wenn das bedeutet, sich gegen den Menschen zu stellen, der ihr am meisten am Herzen liegt. Doch die Aufgabe, die ihre Eltern in der Gesellschaft wirklich inne hatten, ist zu wertvoll, als dass sie durch ihren Tod unvollendet bleiben kann. Auch wenn es für Tris bedeutet, sich selbst ein Stück weit aufzugeben, steht schnell fest, dass sie das Vermächtnis ihrer Eltern fortführen muss – um jeden Preis und gegen jede Regel.

Tödliche Wahrheit schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, hält sich jedoch nicht lange mit irgendwelchen Rückblenden auf – umgehend wird der Leser zurück ins Geschehen geworfen, was zumindest anfangs eventuell ein paar Schwierigkeiten bereitet – denn die lange Wartezeit und unzählige zwischengelesene Bücher haben die Erinnerung doch ein wenig getrübt. Trotzdem ist es ganz angenehm, sich beim Lesen wieder in die Geschichte zurückfinden zu müssen und nicht alles auf einem Silbertablett geliefert zu bekommen, denn gerade dadurch kann das erste, eher langwierige Drittel zumindest ein wenig Spannung erhalten. Manche Charaktere müssen erst wieder zugeordnet werden, wobei natürlich die Hauptrollen von Tris und Four/Tobias recht schnell wieder beim Leser angekommen sind. Da Veronica Roth auch im zweiten Band ihren leseleichten Schreibstil beibehalten hat und aus der Perspektive ihrer Protagonistin schreibt, fällt es auch hier wieder leicht, sich in Tris hineinzuversetzen – auch wenn man ihre Gedanken nicht immer nachvollziehen kann und so manches Mal sogar ein wenig genervt von ihrer Art ist. Besonders anstrengend sind die ständigen Dispute zwischen ihr und Four, die beim Leser vor allem die Frage auslösen, warum sie trotz dieser nicht unbedingt nebensächlichen Meinungsverschiedenheiten noch immer aneinander festhalten. Oftmals geht es sogar um grundlegend verschiedene Ansichten und keiner der beiden möchte in irgendeiner Weise nachgeben. Zwar übt auch diese nicht einfache Liebesgeschichte einen gewissen Reiz aus und macht Tödliche Wahrheit zu etwas Besonderem, trotzdem ist es an mancher Stelle doch etwas zu viel und entlockt dem Leser ein genervtes Aufstöhnen.

Was den zweiten Band der Trilogie noch stark vom Auftakt abgrenzt, sind zahlreiche Kampfszenen, die hier detailreich und ausdauernd beschrieben werden. Auch in Die Bestimmung wurde bereits viel gekämpft, doch jetzt scheint die Autorin Gefallen an solchen Szenen gefunden zu haben, denn sie machen einen Großteil des Buches aus. Ein anderer enormer Teil sind langwierige Gespräche rund um die Kriegsführung, die gerne mal zum Überblättern einladen, sich letztendlich aber durch Kleinigkeiten als wichtig herausstellen, um Hintergründe besser nachvollziehen zu können. Dazu kommen so manche überraschende Wendung sowie das eine oder andere streng gehütete Geheimnis, das nicht nur die Charaktere, sondern auch den Leser daran zweifeln lässt, ob er auf der richtigen Seite steht bzw. seine Sympathien den richtigen Charakteren zugute kommen lässt. Und obwohl sich insgesamt alles ein wenig hinzieht, ist man trotzdem gefangen und kann sich nicht vom Buch losreißen, was sich gerade im letzten Drittel bezahlt macht, denn hier überschlagen sich wieder einmal die Dinge und Veronica Roth lässt es sich auch dieses Mal nicht nehmen, den Leser mit einem Cliffhanger in eine erneute Wartezeit zu entlassen.

Alles in allem kann Tödliche Wahrheit ebenfalls überzeugen, auch wenn viele Punkte nicht unbedingt den Erwartungen entsprechen. Die Bestimmung hat eine enorm hohe Messlatte gelegt, an die nur schwer heranzukommen war. Mit dem Nachfolger ist Veronika Roth nicht ganz der Erfolgswurf gelungen, doch auch dieser band kann sich durchaus sehen lassen. Wie lange nun auf den abschließenden Band der Trilogie gewartet werden muss und mit welchen Überraschungen die Autorin dann noch auffahren will, um den Leser ein drittes Mal in den Bann zu ziehen, bleibt fraglich. Man kann nur hoffen, dass sie sich dieses Mal ein bisschen mit dem Schreiben beeilt und man bald erfahren darf, wie es mit Tris und Four weitergeht.


Fazit:

Mit enormer Ungeduld und ziemlich hohen Erwartungen wurde der Veröffentlichung des zweiten Bandes von Die Bestimmung entgegen geblickt. Und der Leser wird nicht enttäuscht: Tödliche Wahrheit kann ohne Probleme nahtlos an seinen Vorgänger anschließen und trotz einiger Abstriche fast ebenso überzeugen. Veronica Roth liefert eine großartige Fortsetzung mit überraschenden Wendungen und authentischen Charakteren, Spannung auf allen Ebenen und einem atemberaubenden Cliffhanger, der erneut Ungeduld schürt. Ein klares Lesemuss!


Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Zur Rezension von “Die Bestimmung”

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 03. Februar 2013
 

Kommentare  

#1 Tödliche WahrheitNazurka 2013-02-03 12:55
Jetzt freue ich mich umso mehr den Band zu lesen. :-)

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