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Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

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Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

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Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

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Rezensionen im März (2013)
Geschrieben von Jessica
Montag, der 01. April 2013
Liebe LeserInnen,

am 01. April eines jeden Jahres sind die Menschen immer etwas vorsichtiger, welchen Meldungen sie Glauben schenken. Das Literatopia-Team verzichtet auf den nicht überall beliebten Aprilscherz und widmet sich stattdessen einer liebgewonnenen Tradition: Dem monatlichen Rezensions-Rückblick.
Auch im März haben unsere Redakteure wieder fleißig gelesen und rezensiert, vor allem die Comic- und Manga-Ecke hat jede Menge Zuwachs erhalten. Eine kleine Auswahl daraus und natürlich aus allen anderen Genres findet ihr hier – viel Spaß beim Stöbern!



altBelletristik

Jürgen Seidel konfrontiert den Leser in “Die Unschuldigen“ gekonnt aus jugendlicher Tätersicht mit geschichtlichen Ereignissen und kombiniert sein kreatives Handwerk mit gut recherchierten Fakten. Detailverliebt geschrieben, bemüht der Autor sich darum geneigten Lesern zu zeigen, wie sehr sich ein Mensch von Umständen formen lassen kann. Gefühle wie Liebe, Verachtung, Gewalt und Tod rücken hierbei in den Vordergrund und ermöglichen einen ungetrübten, teilweise auch schockierenden Blick in zwei Menschen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen.

Zynisch, bissig und mit viel überzogener Dramatik kann die Geschichte “Zurückgeküsst“ von Kristan Higgins punkten. Keine strahlenden Helden von Anfang an, sondern eher zwei durch ihre gescheiterte Vergangenheit verbitterte Charaktere, die sich durch Zufall mit ihren gemachten Fehlern auseinandersetzen müssen.

Historik

“Der Weg ist das Ziel“ - mit “Der Thron der Welt“ bietet Robert Lyndon eine spannende und abenteuergespickte Reise. Die dünne Handlung wird durch Tempo und Spannung wettgemacht.

Dark Fantasy

Kristina Günak läuft in dem dritten Teil von Eine Hexe zum Verlieben zu literarischer Höchstform auf. Mit “Jaguare küsst man nicht“ legt sie ein literarisches Feuerwerk hin, welches nur so von Humor, Sarkasmus und Emotionen sprüht. Die Charaktere sind einzigartig, witzig, spritzig bis hin zu den kleinsten Nebendarstellern.

altScience Fiction

“Mit Lila Black – Willkommen in Otopia“ gelingt Justina Robson ein spannender Serienauftakt. Die Mischung aus Sci-Fi und Fantasy weiß vor allem durch ihre vielschichtige Protagonistin zu überzeugen, bietet aber auch eine unterhaltsame Geschichte, die sowohl Fans beider Genres als auch Genre-Neulinge begeistern dürfte. Mehr davon!

“Aufbruch“, der Auftakt der Partials-Trilogie von Dan Wells, gestaltet sich rasant und unglaublich spannend: Kira kämpft für die Zukunft und stürzt sich mit ihren Freunden in ein wahnsinniges Vorhaben, das ihr ganzes Weltbild auf den Kopf stellt. Düster und beklemmend, aber auch hoffnungsvoll gestaltet sich die Suche nach Antworten. Ein wahrer Pageturner, der mit einem packenden Thrillerplot und einer dichten Atmosphäre überzeugt.

Fantasy

“Grave Mercy - Die Novizin des Todes“ von Robin LaFevers zeigt eine Geschichte um Spionage, Intrigen und Verräter, welche durch Spannung und Aufbau überzeugen kann. Der innere Zwiespalt der Protagonistin, ob ihrer Hingabe ihrem Gott oder ihrem Geliebten gegenüber, zeugt von Authentizität und Sympathie und macht es dem Leser kaum möglich, dieses Buch aus der Hand zu legen. Die richtige Mischung des Abenteuers, gepaart mit den Elementen der Liebe und des Schicksals, lassen diesen Roman zu einem reinen Lesevergnügen werden!

“Der Nachtzirkus“ verzaubert seine Leser, sofern man gerne zwischen den Zeilen liest und sich von der Magie dieses traumhaften Zirkus einfangen lässt. Erin Morgenstern entspinnt um die Schicksale ihrer liebenswerten Charaktere eine phantastische Geschichte, die berührt und gleichermaßen nachdenklich wie sehsüchtig stimmt. Ein zauberhaftes Debüt, voll kreativer Ideen und unglaublich charmant!

altComic / Manga

“Olympe de Gouge – Die Frau ist frei geboren“ ist ein Pflichtkauf. Dieser Comic bildet das Schmuckstück jeder Sammlung, dessen Preis mehr als nur gerechtfertigt ist. Selbst bei einem noch viel höheren Preis, hätte es sich gelohnt zuzugreifen und zu genießen. Selten zuvor gab es ein Künstler- und Autorenteam, das so liebevoll mit Thema, Inhalt, Zeichnungen und Gestaltungen umgegangen ist. Splitter legt ein qualitativ sehr wertvolles Produkt, mit hochwertigem Papier vor, das jeden Leser sofort in seinen Bann zieht. Dieses Meisterwerk sollte den Weg in Schulen und Universitäten finden, da jede Generationen hiervon profitieren und seine Sinne beglücken kann. Besonders denjenigen Frauen, die sich stark der Emanzipation und Gleichstellung der Frau widmen, sei gesagt, dass neben der “Emma“ hier gezeigt wird, wie sich eine Frau durchsetzen kann, ohne als rückständig zu gelten oder als lächerlich unglaubwürdige Frauenrechtlerin abgestempelt zu werden.

“Long John Silver“ ist eine großartige Verbeugung vor Die Schatzinsel. Dabei sind Autor Xavier Dorison und Zeichner Mathieu Lauffray mutig genug, nicht nur einfach die Geschichte von Robert Louis Stevensons Roman zu kopieren. Lady Vivian Hastings verspricht noch großartige Abenteuerunterhaltung, in der vermutlich so gut wie jeder noch durch die Hölle gehen dürfte. Leseempfehlung für alle Fans der Schatzinsel und Piraten.

Sachbuch

Mag sein, dass man Jonathan Franzen, den Schriftsteller, mögen muss, um mit “Weiter weg“ etwas anfangen zu wollen. Gewillt sein, über die Texte nachzudenken, sollte man aber wenigstens. Sie sind keine Unterhaltung zum Füllen von Leere, sondern persönliche Einlassungen Franzens, teils solipsistisch, teils provokativ. Gelegentlich münden sie in die Selbstentblößung. Sie legen den Gedanken nahe, er sei ein Mensch, der mit der Welt genauso beschäftigt ist, wie mit sich selbst. Und dass Franzens Leben aus Themen besteht, über die er improvisiert.

Sonstiges

“Asmoduin“ von Jens Schumacher ist eine kurzweilige Geschichte über einen ungeschickten, dicklichen Jungen, der aus Versehen einen Jungdämon in seine Welt holt. Die Nervensäge ist aber weder gefährlich noch sonderlich unterhaltsam. Für mittlere Unterhaltung gut, aber ein Lieblingsbuch sicherlich nicht.



In der Hoffnung, dass uns der Winter jetzt endlich aus seinen Klauen entlässt, freuen wir uns auf einen sonnen- und lesereichen April, der für euch wieder zahlreiche Besprechungen aus allen Genres bereit halten wird. Wie immer habt ihr aber auch die Möglichkeit, in den Archiven unserer Rezensionen zu stöbern.

Wir wünschen euch einen entspannten Ostermontag und einen tollen Lesemonat,
herzlichst,
euer Literatopia-Team
Zuletzt aktualisiert: Montag, der 01. April 2013
 

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