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Batman Collection - Mike Mignola (Mike Mignola, Steve Purcell, Brian Augustyn, Troy Nixey u.a.)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 24. April 2013

Verlag: Panini Manga und Comic (März 2012)
Softcover, 252 Seiten; 19,95 €
ISBN-13: 978-3862013234

Genre: Superhelden


Klappentext

Die komplette Batman-Sammlung
Bevor er Hellboy schuf, war Mike Mignola an einigen unvergesslichen, ganz besonderen Batman-Geschichten beteiligt. Egal ob eine viktorianische Elseworlds-Version des Dunklen Ritters Jack the Ripper durch ein nebliges Gotham City bei Gaslicht jagt oder sich der ebenso gewaltige wie „pulpige“ Schatten von H.P. Lovecraft über Wayne Manor legt – Mike Mignolas Handschrift ist stets unverkennbar.

Dieser Band enthält die kompletten Batman-Werke von Hellboy-Schöpfer Mike Mignola!
(Gotham by Gaslight, The Doom that Came to Gotham 1-3, Legends of the Dark Knight 54 sowie Material aus Batman Villains Secret Files & Origins 2005 und Gotham Knights 36).


Rezension

Bevor Mike Mignola Hellboy schuf, gestaltete er andere durchaus bedeutende Comics. Die Umsetzung der Graphic Novel zur Dracula-Verfilmung von Franis Ford Coppola lag in seinen Händen und ebenso Batman für die Dauer eine Miniserie, die großen Einfluss haben sollte. Heute ist Mike Mignola sehr stark in das von ihm erschaffene Hellboy-Universum eingebunden, trotzdem findet er aber immer noch Zeit als Autor oder Zeichner bei Batman teilzuhaben, was für beide Seiten mit Sicherheit einen Gewinn darstellt. Mittlerweile gab es sogar schon ein Crossover zwischen Batman und Hellboy. Nachzulesen in Hellboy 3: Batman/ Hellboy/ Starman. Die beiden Comiclegenden ergänzen sich dort sehr gut und spielen sich die verbalen Bälle zu. Panini hat die einzelnen Batman-Geschichten Mignolas in einem dicken Band gesammelt herausgebracht. Wer Mike Mignola kennt, weiß, dass ihn alles andere als die üblichen Abenteuer Batmans erwarten, wenn er die Feder führt und so bekommt der Leser eine Fülle von ungewöhnlichen und teils außergewöhnlichen Geschichten serviert.

Blutige Schatten der Vergangenheit

Gleich zu Beginn findet sich eine der ungewöhnlichsten Erzählungen, die den Startschuss der Elseworld im DC–Universum markierte. Titel, die mit Elseworld bezeichnet werden, spielen außerhalb der normalen Batman-Kontinuität und erlauben es den Autoren sich auszuprobieren und Dinge zu wagen, die sonst nicht möglich sind.
Mike Mignola hat für diese Geschichte die Vorzeichnungen erstellt und damit natürlich großen Einfluss auf Aussehen und Wirkung des Comics.
Blutige Schatten der Vergangenheit ist die erste Geschichte mit dem Label Elseworld gewesen und entführt uns in das viktorianische Zeitalter. 1889 kehrt Bruce Wayne aus Wien nach Gotham zurück und trifft auf der Überfahrt auf den alten Familienfreund Jacob Packer. Gemeinsam genießen sie die Reise und sehen unter anderem auch einen Hofarzt und einen Herzog oder Prinzen, die einem Skandal in Europa entfliehen wollen. In Gotham angekommen, wird Bruce Wayne unter anderem von seinem Butler Alfred begrüßt und nimmt den Kampf gegen das Verbrechen auf. Und das ist bitter nötig. Denn noch jemand ist in Gotham angekommen: Jack the Ripper! Batman/ Bruce Wayne stellt sich dieser Herausforderung und steht mit einem Mal selbst unter Verdacht. Am Ende ist die Wahrheit schrecklicher als Bruce vermuten konnte.
Batman im Licht der Gaslaternen des 19. Jahrhunderts ist ein furioser Start der Elseworld DCs. Vor allem für alle jene, die sich gefragt haben, zu was Batman ohne all seine technischen Spielereien fähig ist. Denn hier steht er allein gegen den vielleicht gefährlichsten Serienkiller, ohne auf Batmobil, Abhöreinrichtungen und besondere Rüstung zurückgreifen zu können. Allein sein detektivisches Gespür ist entscheidend und sein unbedingter Wille zum Erfolg. Geschickt verknüpft Autor Brian Augustyn Jack the Ripper mit dem Batman-Mythos und so geht die Rechnung voll auf. Blutige Schatten der Vergangenheit ist eine spannende Krimigeschichte mit dem dunklen Ritter. Kongenial in Szene gesetzt von Mike Mignola, dessen so typischer Strich hier erkennbar, wenn auch nicht ganz ausgereift ist. Auch wer keine Superhelden mag, sollte Blutige Schatten der Vergangenheit auf jeden Fall lesen.

Schatten über Gotham

Dies ist die längste Geschichte in diesem Band, von Mike Mignola zwar nicht selbst gezeichnet, aber unverkennbar von ihm geschrieben und in den Zeichnungen beeinflusst. Sie ist ebenso wie ihr Vorgänger ein Teil der Elseworld und stammt aus dem Jahr 2001, einer Zeit also, als Mike Mignola sich schon längst mit Hellboy etabliert hatte.
1928 ist Bruce Wayne als Forscher in der Antarktis unterwegs. Dabei stößt er auf mehrere seltsame Dinge. Unter anderen einen Mann, der nur bei tiefsten Temperaturen leben kann und ein Ungetüm, welches direkt aus der Hölle zu stammen scheint. Bruce Wayne vernichtet das Monster. Aber damit ist noch lange nicht alles beendet. In Gotham angekommen nimmt die Zahl seltsamer Ereignisse sogar zu und Bruce Wayne sieht sich vor die schwerste Aufgabe seines Lebens gestellt. Er muss sich mit der okulten Vergangenheit Gothams und seiner Famlie auseinandersetzen
Mike Mignola verbindet hier Batman mit dem Cthulhu-Mythos eines H.P. Lovecraft und es funktioniert wirklich sehr gut. Dazu interpretiert er viele alte, bekannte Figuren vollkommen neu und gewinnt ihnen weitere Facetten ab. Unter anderem sind die ersten drei Robins mit dabei, sowie Ra's und Talia al Ghul. Herauskommt damit eine außergewöhnliche Batman-Geschichte bei der sich Mike Mignola in gewohnter Umgebung befindet und so das Optimum herausholen kann.
Troy Nixey ist der Zeichner von Schatten über Gotham und orientiert sich bei seinen Illustrationen augenscheinlich etwas an Mike Mignolas Stil. Insgesamt macht er seine Sache sehr gut, aber unweigerlich fragt sich der Leser bei so einer für ihn typischen Geschichte, wie sie bei Mignola selbst ausgesehen hätte. So oder so aber wirklich lesenswert.

Sanctum

1993 im Jahr des ersten Hellboyauftritts zeichnete Mike Mignola Sanctum, die er gemeinsam mit Dan Raspler auch textete. Batman jagt einen Mörder auf einem alten Friedhof und tötet diesen zufällig. Noch ehe er sich versieht stürzt unter ihm der Boden ein und Batman findet sich in einer bizarren Vision wieder, die ihn einen Kampf mit einem Geist ausfechten lässt. Beim Lesen hat man nur ein Wort die ganze Zeit im Hinterkopf Hellboy. Sanctum könnte genauso gut ihn als Hauptprotagonisten haben, es würde keinen Unterschied machen. Sanctum ist einfach für ihn und Mignola typisch, was nicht heißen soll, sie wäre schlecht. Sanctum ist Mignola Hausmannskost und damit immer noch gut.

Ein Mann aus Lehm!

Hinter diesen etwas seltsamen Titel verbirgt sich eine absolut lustige, augenzwinkerde Perle der Comics. Von Mike Mignola in seinem unverwechselbaren Stil gezeichnet und von Steve Purcell getextet, stellt sie eine Hommage und Parodie zur 60er-Jahre Batman-Serie mit Adam West und Burt Ward dar. Hintergrund ist die Entstehung von Clayface und einige seiner Untaten. Dies wird aber so gekonnt mit typischen Sprüchen der Serie, wie "Heiliger Fangzahn" und dem "Amt für Löcher und Krawall", in Szene gesetzt, dass der Leser mindestens ein breites Lächeln im Gesicht hat. Charmant und eigenwillig nehmen Autor und Zeichner das Ganze selbst nicht gerade Ernst. Da bekommt man glatt Lust, sich gleich noch ein paar Folgen der alten Serie anzuschauen, die Titelmelodie hat man beim Lesen sowieso im Ohr.

Das Gaswerk

Die schwächste Geschichte in diesem Band und vermutlich nur aufgrund des Anspruches auf  Vollständigkeit hier zu finden. In einem Gaswerk mixen zwei Kriminelle einen Halluzinogencocktail zusammen und verabreichen es Commissioner Gordon. Batman eilt zur Rettung herbei. Damit wäre alles wichtige gesagt. Kann man lesen, muss man aber nicht. Die Zeichnungen von Troy Nixey wissen auch nicht so recht zu gefallen, wirken etwas konfus. Wie gesagt, vermutlich nur der Vollständigkeit wegen enthalten.

Neben den Comics sind vier Coverbilder Mike Mignolas für Batman und eine Vorstellung zu Zeichnern und Autoren enthalten. Rundum ein gelungenes Gesamtpaket.


Fazit

Ein Klassiker, Blutige Schatten der Vergangenheit, und eine überraschende, kleine Perle, Ein Mann aus Lehm!, machen die Batman Collection allein schon lesenswert. Aber auch die anderen enthaltenen Geschichten mit Ausnahme von Das Gaswerk sind mehr als nur einen Blick wert.


Pro & Contra

+ Ein Mann aus Lehm! ist für Fans der alten Batman-Serie ein besonderer Leckerbissen
+ Batman jagt Jack the Ripper

0 leider sind nicht alle Geschichten von Mike Mignola gezeichnet

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


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Zuletzt aktualisiert: Montag, der 28. Oktober 2019
 

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