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Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

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Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

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Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

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Beiß mich, wenn du kannst (Kimberly Raye)
Geschrieben von Judith
Dienstag, der 28. Juli 2009

Egmont Lyx (1. Auflage, Mai 2009)
Originaltitel: Dead and dateless
kartoniert, Klappbroschur
326 Seiten, 9,95 EUR
ISBN: 978-3-8025-8169-4

Genre: Dark Fantasy / Romantic Fantasy


Klappentext

Lil Marchettes Dating-Agentur für Vampire und Werwölfe hat sich zur heißesten Adresse der New Yorker Unterwelt entwickelt. Doch Lils Job ist nicht immer einfach. Was tun, wenn man von einem ganzen Rudel Werwölfinnen belagert wird, die ein Date zum nächsten Vollmond suchen? Und der verführerische Kopfgeldjäger Ty Bonner einem schlaflose Nächte bereitet? Als zu allem Überfluss einer von Lils Klienten ermordet wird, gerät sie selbst unter Verdacht. Dabei ist sie so ziemlich die einzige Vampirin, die kein Blut sehen kann...


Rezension

Die heißeste Adresse in der New Yorker Unterwelt ist „Dead End Dating“ zwar nicht, aber dank eines Großauftrags der Werwölfin Viola – sie braucht 27 Alpha-Männer, vorzugsweise menschlich – könnte die Protagostin Lil endlich ihre Rechnungen bezahlen. Allerdings wird sie noch während des Gesprächs mit Viola von der Polizei abgeholt und wegen Mordes verhaftet. Lil soll einen ihrer Klienten zerhackt haben – und das, obwohl sie schon bei einem kleinen Schnitt ausrastet. Lil ist zudem der liebenswürdigste Vampir in ganz New York. Ihr größtes Verbrechen war, dass sie eine Konkurrentin bei einem Designer-Ausverkauf unabsichtlich getreten hat. Und nun ist sie eine Mordverdächtige. Voller Panik nutzt sie ihre Supervampirkräfte und kann flüchten …

… nach einem kleinen Umweg über ihren Bruder Jack, der schwer in eine Menschenfrau verliebt ist und irgendwie nicht mehr der arrogante Dreckskerl, den Lil kennt, landet sie bei Ty Bonner, dem sexy Kopfgeldjäger, der ihr schon in „Suche bissigen Vampir fürs Lebens“ unanständige Gedanken bereitet hat. Ty ist ebenso wie Lils Bruder von ihrer Unschuld überzeugt und hilft ihr, sich zu verstecken. Was gar nicht so einfach ist, da Lil in seiner Gegenwart die Kontrolle über ihre unständigen Phantasien verliert – und zudem unbedingt noch die 27 Alpha-Männer auftreiben muss und einen Lebenspartner für einen Wer-Chihuahua finden …

Wer nach dem Klappentext noch nicht glaubt, dass „Beiß mich, wenn du kannst“ gleichermaßen bizarr und humorvoll ist, wird spätestens nach 50 Seiten überzeugt sein. Kimberly Raye wartet wieder einmal mit allerhand skurrilen Ideen auf und verleiht ihrer Protagonistin Lil einen nach Zuckerwatte duftenden rosaroten Glanz. Diese Vampirlady ist wirklich alles andere als düster: Sie streift als pinke Fledermaus durch die Nacht, verliert beim Gestaltwandeln ihre Schuhe und fängt schließlich an zu heulen. Hey, schließlich waren die Treter verdammt teuer! Wie auch im Vorgänger ist Lil katastrophal süß – während der gewandelte Vampir Ty einfach verboten cool ist. Er bildet einen fabelhaften Kontrast zu Lil. Doch dieses Mal blitzt immer mehr von seiner dunklen Vergangenheit durch.

Die Situationen, in die Lil auf ihrer Flucht hineingerät, bringen den Leser nicht nur zum Schmunzeln. Manchmal ist man regelrecht fassungslos, selbst, wenn man manche Entwicklungen schon erwartet hat. Nichtsdestotrotz schafft es die Autorin, ihre Leserschaft auch immer wieder zu überraschen. Achja: Der Mordfall wird natürlich im Laufe des Romans aufgeklärt und dabei kommt eine bitterböse Intrige zum Vorschein.

Wäre Lil kein Vampir, wäre sie extrem klischeehaft. Auch andere Charaktere leben von stereotypen Eigenschaften, wie beispielsweise Lils Mutter, die sich aufführt wie eine Aristokratin, deren Sohn ein Bauernmädchen heiraten will. Oder der Vater, der mit der Werwolfnachbarin einen Krieg wegen der Azaleen, die die beiden Grundstücke trennen, führt. Doch Kimberly Raye verleiht jedem Einzelnen eine Menge Charme und wenn man bewusst wahrnimmt, dass es sich bei den Personen um Kreaturen der Nacht handelt, sind sie doch irgendwie ziemlich ungewöhnlich.

Die große Stärke von Kimberly Raye liegt in der humorvollen Art, in der sie ihren düster-pinken Stoff verpackt. Die Geschichte wird aus Lils Sicht erzählt und allein ihre Gedankenkommentare in Klammern sind einige Lacher wert. Doch neben skurril und zum Kreischen komisch gibt es auch noch die dunkle, erotische Anziehungskraft zwischen Ty und Lil. Ob sie dieses Mal über einen heißen Kuss hinauskommen, soll an dieser Stelle allerdings nicht verraten werden. Nur so viel: Als Fan romantischer und komplizierter Lovestories mit jeder Menge Prickeln kommt man hier voll auf seine Kosten. 

Das kleine Klappbroschur ist wunderbar zu lesen und die Gestaltung sehr gut gelungen. Toll anzusehen ist auch wieder das Cover, das einfach super zum Roman passt. Und über den Preis für mehr als 300 Seiten Schmunzeln und Mitfiebern kann man auch nicht meckern. Als kleinen Bonus gibt es abschließend eine Leseprobe aus „Ein Vampir zum Vernaschen“ von Lynsay Sands.


Fazit

Kimberly Raye gelingt es wieder einmal, eine humorvolle Lovestory mit (mehr oder weniger) düsterer Phantastik zu vereinen. „Suche bissigen Vampir fürs Leben“ war schon verdammt unterhaltsam, aber „Beiß mich, wenn du kannst“ setzt in punkto Lesespaß noch einen drauf. Phantasievoll, schwer romantisch und extrem skurril!


Pro & Contra

+ zuckersüß und skurril
+ humorvoller, lockerer Stil
+ romantisch
+ spannend

- stereotype Nebencharaktere

Extras: Leseprobe „Ein Vampir zum Vernaschen“ (Lynsay Sands)

Wertung:  

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Suche bissigen Vampir fürs Leben" (Band 1)

Rezension zu "Sarggeflüster" (Band 3)

Rezension zu "Lebe lieber untot" (Band 4)

Rezension zu "Natürlich mit Biss" (Band 5)

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 07. Juli 2010
 

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