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SV-Special: Teil II (Aino Laos und Linda Koeberl)
Geschrieben von Judith
Dienstag, der 28. Juli 2009

Schattenversuchungen-Special: Teil II

Aino Laos

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Aino Laos: Als ich von diesen Projekt von Alisha Bionda erfuhr, war ich sofort neugierig. Wie würde ich mit so einer Verschmelzung von so unterschiedlichen Themen wohl umgehen? Mein erster Impuls? Eine Art schwarzen englischen Humors.

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Aino Laos: Wenn ich das nur wüsste! Die merkwürdigsten Visionen schweben irgendwie durch die graue Masse zwischen meinen Ohren – ich frage mich, ob das vielleicht Träume oder Sehnsüchte sind – kann sein, aber ich möchte nicht wissen, was Freud dazu sagen würde. Diese Geschichte habe ich extra für diese Anthologie zu Papier gebracht, mit teilweise erröteten Wangen.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Aino Laos: Meine Protagonistin Sarah ist auf jeden Fall diesem Weg gefolgt! Wir sind alle jeden Tag in Gefahr, verschiedenen dunklen, dubiosen oder zwiespältigen Versuchungen nachzugeben. Alles, was uns aus unserem sicheren, regelmäßigen Alltag locken kann, ist eine potenzielle „Schattenversuchung“.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Aino Laos: Ich als Frau, fühle mich sehr geehrt, weil die meisten Bilder schöne, erotische Frauen darstellen – es ist immer ein Kompliment an das weibliche Geschlecht, wenn die feminine Form so ästhetisch und schmeichelhaft ins Licht gerückt wird. Meine Hormone sagen mir aber, dass die Vertreter der männlichen Gattung ein bisschen zu kurz kommen.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?

Aino Laos: Die Geschichten in diesem Buch sind purer Kitzel - düstere erotische Fantasien zum Entdecken und Genießen. Heutzutage, mit fast-food Pornographie und Gewalt auf jedem Fernsehkanal und im Internet, ist die Spannung und Vorstellungskraft plattgewalzt. Jede Geschichte hier erweckt geschickt die Sehnsucht nach Lust und Gefahr.


Linda Koeberl

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Linda Koeberl: Alisha Bionda hat mich eines Tages gefragt, ob ich nicht etwas Erotisches für die „Schattenversuchungen“ schreiben möchte. Um ehrlich zu sein, kann ich es bis heute nicht glauben, dass ihr meine Geschichte gefallen hat. Es ist eine große Ehre für mich, in einer Anthologie vertreten zu sein, die von so vielen brillanten Autoren getragen wird. Die düster-erotische Phantastik fasziniert mich seit jeher, und ich war bereits mehrmals im Reich der Finsternis unterwegs. Wie es aussieht, werde ich es auch nicht so bald wieder verlassen, da ich derzeit an meinem Debütroman, dem erotischen Tagebuch einer Vampirin, schreibe, der ebenfalls in der ARS AMORIS erscheinen wird. 

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Linda Koeberl: Ich hatte schon immer ein Faible für Stories, die entweder mit der Historie verwoben sind oder wie in diesem Fall mit der Bibel. Es macht mir Spaß, den „Tatsachen“ fiktionale Elemente beizufügen, Grenzen auszuloten. Sollte ich für meine blasphemischen Gedanken eines Tages in der Hölle schmoren, kann ich nur sagen: Dort ist es zumindest schön warm und man trifft alte Bekannte wieder *augenzwinker*
Die Geschichte wurde extra für die Anthologie geschrieben und ihre Entwicklung hat mir großen Spaß gemacht. Ich hatte einen Grundgedanken, begab mich im Internet auf Recherche, tauschte mich mit Freundinnen aus und schon stand der Plot fest.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Linda Koeberl: Ja, diese drei Begriffe spiegeln den Inhalt meiner Story exakt wieder. Wobei die Erfüllung nicht nur auf körperlicher Ebene vollzogen wird. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Eine „Schattenversuchung“ enthält für mich mystische Elemente, die untrennbar mit der Erotik verbunden sind. Dazu gehören magische Momente oder dunkle Geheimnisse, die sich in den Schatten verbergen, ebenso wie ungezügelte Lust und verbotenes Verlangen, die uns in Versuchung führen.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Linda Koeberl: Ich finde die Grafiken der Anthologie ästhetisch und stimmungsvoll. Crossvalley Smith ist ein großartiger Künstler. Zudem spiegeln sie den Inhalt der einzelnen Geschichten wunderbar wieder, werten diese zusätzlich auf. Da die Grafiken in schwarz-weiß gehalten sind, treffen sie meinen Geschmack vollkommen. Ich könnte mir keine schönere Anthologie vorstellen und bin stolz, ein Teil davon sein zu dürfen.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?
 
Linda Koeberl: Leider hab ich bis jetzt nicht die Zeit gefunden, alle Geschichten zu lesen. Doch es ist ungemein interessant, mit welch unterschiedlichen Stilen gearbeitet wurde und auf welch vielfältige Weise sich die „Schattenversuchungen“ interpretieren lassen. Ich denke, jeder erlebt Erotik anders und genauso sind auch die Geschichten gehalten. Mal schöngeistig, dann wieder deutlicher, doch immer niveauvoll. Es gibt viele Gründe, warum man das Buch kaufen sollte. Zum einen, weil es den Auftakt zu einer Reihe von Anthologien und Romanen darstellt. Das elegante Reihenlayout lässt jedes Sammlerherz höher schlagen. Dann natürlich wegen der edlen Grafiken, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Doch hinter all dem sollte eindeutig das Bedürfnis nach tollen Geschichten stehen.


Schattenversuchungen-Special: Teil I (Christoph Marzi und Tanya Carpenter)

Schattenversuchungen-Special: Teil III (Barbara Büchner und Ascan von Bargen)

Schattenversuchungen-Special: Teil IV (Michael Schmidt und Hermann Agis)

Schattenversuchungen-Special: Teil V (Jennifer Schreiner und Arthur Gordon Wolf)

Schattenversuchungen-Special: Teil VI (Guido Krain und Klaus-Peter Walter)

Schattenversuchungen-Special: Teil VII (Reimund Neufeld und Karl-Georg Müller)

Schattenversuchungen-Special: Teil VIII (Alisha Bionda (Hrsg.))

Schattenversuchungen-Special: Teil IX (Crossvalley Smith)

Bild: Copyright by Crossvalley Smith

Rezension zu "Schattenversuchungen"

Buchvorstellung

ausführliches Interview mit Linda Koeberl (Januar 2009)


Diese Interviews wurden von Judith Gor für Literatopia geführt. Alle Rechte vorbehalten.
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 21. März 2010
 

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