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Liberty 9 - Todeszone (Rainer M. Schröder)
Geschrieben von Jessica
Freitag, der 24. Mai 2013

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cbj, 1. Auflage April 2013
HC mit SU, 544 Seiten
18,99 € (D) | 19,60 € (A)
ISBN: 978-3-570-15465-6
Leseprobe

Genre: Jugend-Dystopie


Klappentext:

Kendira und Dante ist das Unglaubliche gelungen: die Flucht aus der perfekt abgeschirmten Sicherheitszone von Liberty Valley!
Nachdem sie verstanden haben, wie zerstörerisch das System ist, in dem sie aufgewachsen sind, gibt es für sie nur noch ein Ziel: Sie müssen ihre Freunde befreien! Die in Liberty 9 genauso wie diejenigen, die zum vermeintlichen Dienst im Lichttempel auf eine ferne Insel gebracht wurden. Der Weg dorthin ist lebensgefährlich – denn er führt durch die zahllosen Schrecken der Todeszone!


Rezension:

Gemeinsam mit ihren Freunden sind Kendira und Dante zurück in die Sicherheitszone gekommen, um sich dort heimlich mit der weiteren Planung ihres Systemsturzes zu widmen. Sie konnten die beiden rebellischen Truppen auf ihre Seite ziehen und nun steht ihnen der Weg fast offen – doch bevor sie sich auf die Reise zu jener Insel machen können, auf der einige ihrer Freunde bereits auf den ehrwürdigen Dienst vorbereitet werden, müssen sie noch die eine oder andere Hürde überwältigen. Und zu diesen gehört nicht nur der letztendliche Ausbruch aus der Sicherheitszone, sondern es gilt auch die Beschwerlichkeit mit allen Gefahren der Todeszone zu überwinden, denn diese trägt ihren Namen nicht ohne Grund. In einer kleinen Gruppe bereiten sie sich auf das schlimmste und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens vor, immer mit dem Ziel vor Augen, ihre Freunde zu retten. Was vor allem für Kendira noch zusätzlich durch die Tatsache erschwert wird, dass sie sich noch immer zwischen zwei Männern entscheiden muss, die ihr Herz auf so unterschiedliche Weise berührt haben. Kann sie sich trotz der emotionalen Ablenkung auf ihre Aufgabe konzentrieren und das Leben in Liberty 9 endlich in andere Bahnen lenken?

Nachdem Sicherheitszone eher mäßig überzeugen konnte, ist der Leser sehr gespannt auf den zweiten und abschließenden Teil der Duologie um Liberty 9. Denn wie Kendiras und Dantes Geschichte weitergeht und endet, will man natürlich trotz der zahlreichen Kritikpunkte am ersten Band wissen. Und tatsächlich kann sich Rainer M. Schröder im zweiten Buch ein wenig steigern, denn die Handlung ist durch einige Kampfszenen sehr viel actionreicher gestaltet und bietet dem Leser mitunter auch Momente, in denen er den Atem anhält und gespannt die Geschehnisse in der Todeszone verfolgt. Doch auch seitenlange Erzählungen, die den Lesefluss ein wenig in unnötige Längen ziehen, sind hier wieder ein großer Bestandteil – was schade ist, denn die rasanten Szenen sind dem Autor gut gelungen, sodass er sich hier gerne hätte etwas mehr trauen dürfen. Viele Punkte auf der Haben-Seite kann Rainer M. Schröder aber auch mit der Gestaltung der Todeszone verbuchen, denn diese ist nicht nur gefährlich, sondern auch sehr abwechslungsreich gestaltet. Ebenso schaffen neue Charaktere eine gelungene Abwechslung zum Vorgängerband, der sich ausschließlich in der Sicherheitszone bewegte – der Ortswechsel tut nicht also nicht nur der Storyline gut, sondern bietet dem Leser zumindest in Teilen auch genau das Lesetempo, das er im ersten Band vermisst hat. Durch die neuen Charaktere werden zusätzlich neue Ansichten und Möglichkeiten ins spiel gebracht, was sich unter anderem auch in unterhaltsamen Dialogen widerspiegelt und sich sehr positiv auf den Lesegenuss auswirkt.

Alles in allem lässt sich im Vergleich ein leichter Aufwärtstrend erkennen, der die Fortsetzung in jedem Fall zu einer guten Unterhaltungslektüre macht. Leider findet die Geschichte jedoch auch hier keinen richtigen Abschluss, was auch daran liegt, dass das große Finale im Grunde kein wirkliches Ende ist. Die Erwartung einer abschließenden Auseinandersetzung bleibt unerfüllt und als Leser bleibt man recht unbefriedigt zurück – ob sich der Autor hier bewusst noch die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung offen gehalten hat oder selbst nicht so richtig wusste, wie er die Geschichte zum Ende bringen sollte, lässt sich schwer sagen. In jedem Fall hätte man nach all dem Vorgeplänkel doch etwas mehr Krawall erwartet, stattdessen geht der Sieg relativ lautlos vonstatten. Das alles lässt Liberty 9 als Gesamtpaket nicht richtig glänzen und den Leser schnell zum nächsten Buch greifen, das möglicherweise mehr von dem einhalten kann, was ein tolles Cover und ein spannender Klappentext versprechen.


Fazit:

Der zweite und abschließende Teil der Liberty 9-Reihe kann nur minimal mehr überzeugen als Band 1. Auch in der Todeszone hält sich Rainer M. Schröder wieder stark an Erzählungen auf, obwohl die Kampfhandlungen hier deutlich überwiegen und das Lesetempo dadurch erhöht wird. Trotz des erkennbaren Entwicklungssprunges zum Vorgänger bleibt diese Dystopie daher leider nur im Mittelfeld des Genres. Vielleicht sollte sich Herr Schröder weiterhin lieber auf seine historischen, sehr erfolgreichen Romane konzentrieren.


Wertung: alt

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Liberty 9 - Sicherheitszone"

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 24. Mai 2013
 

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