Montag, 18. November 2019

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SV-Special: Teil IV (Michael Schmidt und Hermann Agis)
Geschrieben von Judith
Dienstag, der 04. August 2009

Schattenversuchungen-Special: Teil IV

Michael Schmidt

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Michael Schmidt: Alisha Bionda hatte meine Saramee Geschichte „Ein betörender Duft” gelesen, die sich in düster-erotischen Gefilden bewegte, und fragte mich, ob ich nicht Interesse dran hätte, etwas für SCHATTENVERSUCHUNGEN beizusteuern. So entstand „Adrian“. Mein erster Ausflug in diese Gefilde war die Geschichte „Abgründe” , die ebenfalls auf LITERRA nachzulesen ist. Sie handelt von einem sadistischen Vampir. Doch sein Opfer ist nicht viel besser.
Wie man an den beiden Beispielen hoffentlich erkennen kann, ist Erotik ein breitgefächerter Begriff.

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Michael Schmidt: Es gab ein Konzept zu einem Roman namens „Das Auge der Hexe“. Ein Strang darin war „Adrian“. Es gab eine kurze Szene, die entsprechend Adrians Wesen – er ist ein Vampir – erotisch war. Diese Szene schlummerte drei lange Jahre auf meiner Festplatte und ist der Prolog meiner Geschichte. Der Rest entwickelte sich beim Schreiben. Es geht um ein Bild und eine sehr düstere Verlockung. Ich habe die Geschichte auf dem Marburg Con vorlesen dürfen und habe durchweg positive Kritiken erhalten. Dementsprechend gibt es schon eine weitere Geschichte mit Adrian und vielleicht führe ich das ursprüngliche, recht grobe Konzept weiter und „Das Auge der Hexe“ erblickt irgendwann das Licht der Welt. Allerdings wird dort die Erotik dann nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Michael Schmidt: Die Buchbeschreibung trifft auf Adrian zu, als wäre sie ihm auf den Leib geschrieben. Es ist Lust, was den Protagonisten nach Köln treibt, es ist der Schmerz, der ihn an den Rand der Niederlage bringt und es ist die Erfüllung, die Adrian erlebt, als er Oberwasser erhält.
Meine Interpretation der „Schattenversuchung“ ist nicht romantisch, aber auch nicht pornografisch. Es ist recht harter Horror mit entsprechender Einlage.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Michael Schmidt: Der Band ist sehr schön aufgemacht. Vom Cover bis zum Layout und den enthaltenen Illustrationen ist der Band sehr stimmig und macht Lust auf mehr.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?

Michael Schmidt: Natürlich habe ich das Buch gelesen. Das Gesamtkonzept gefällt mir, obwohl die thematische Streuung aus meiner Sicht ein wenig zu offen ist. Mir wäre eine Konzentration mehr auf unheimliche Phantastik lieber gewesen. Aber gerade diese breite Mischung scheint im Moment bei der Leserschaft angesagt und ist somit wohl auch ein guter Grund, sich diese Anthologie zuzulegen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich an düster-erotischen Geschichten erfreuen kann. Solche Anthologien sind selten und somit bietet SCHATTENVERSUCHUNGEN, die etwas andere Lektüre.
Meine persönlichen Highlights sind »Blut&Rosen« von Barbara Büchner, »Die Ruine« von Tanya Carpenter und »Grüne Augen« von Holger Kutschmann. Ich bin mir aber sicher, auf Grund der Vielfalt der Geschichten hat jeder seine eigenen Favoriten.


Hermann Agis

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Hermann Agis: Alisha Bionda hat mich auf die Anthologie aufmerksam gemacht.

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Hermann Agis: Die Idee zu meinem Text überkam mich spontan, als ich eines Nachts die Bilder von Austin Osman Spare studierte. Ich habe schon länger an dem Text gearbeitet.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Hermann Agis: Der Weg in den schwarzen Raum ist wahrlich ein Weg zwischen Neugier, Lust und Schmerz… und dort angekommen findet so mancher die Erfüllung. Doch in jedem Schwarzen Raum lauert auch ein Schatten, deshalb sollte man immer Streichhölzer dabei haben.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Hermann Agis: Ich glaube, dass Alisha Bionda eine Anthologie gelungen ist, die Aufsehen erregen wird. Die Texte und Bilder ergänzen sich und bringen zusammen die Stimmung hervor, die in Versuchung führt.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?

Hermann Agis: Ein Buch kauft man sich, weil man es lesen will, doch dieses hier verspricht neben dem Lesegenuss noch viele weiter Verführungen.


Schattenversuchungen-Special: Teil I (Christoph Marzi und Tanya Carpenter)

Schattenversuchungen-Special: Teil II (Aino Laos und Linda Koeberl)

Schattenversuchungen-Special: Teil III (Barbara Büchner und Ascan von Bargen)

Schattenversuchungen-Special: Teil V (Jennifer Schreiner und Arthur Gordon Wolf)

Schattenversuchungen-Special: Teil VI (Guido Krain und Klaus-Peter Walter)

Schattenversuchungen-Special: Teil VII (Reimund Neufeld und Karl-Georg Müller)

Schattenversuchungen-Special: Teil VIII (Alisha Bionda (Hrsg.))

Schattenversuchungen-Special: Teil IX (Crossvalley Smith)

Bild: Copyright by Crossvalley Smith

Rezension zu "Schattenversuchungen"

Buchvorstellung


Diese Interviews wurden von Judith Gor für Literatopia geführt. Alle Rechte vorbehalten.
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 21. März 2010
 

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