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SV-Special: Teil VI (Guido Krain und Klaus-Peter Walter)
Geschrieben von Judith
Mittwoch, der 12. August 2009

Schattenversuchungen-Special: Teil VI

Guido Krain

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Guido Krain: Ich habe mich sehr gefreut, von Alisha wegen der Anthologie angesprochen worden zu sein. Meine anderen Bücher und Geschichten haben oft ebenfalls einen Touch in diese Richtung. Einen früheren Ausflug habe ich in der mittlerweile vergriffenen Anthologie „Succubus“ gewagt.

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Guido Krain: Indigo ist schon eine ältere Geschichte, die mir schon seit längerer Zeit im Kopf herum gegangen ist. Es geht um eine Legende aus der Welt, in der auch meine Romane Spielen und die Schattenversuchungen waren endlich der perfekte Grund, die Legende in Reinform zu bringen.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Guido Krain: Ich denke, diese Formulierung trifft so haargenau auf Indigo zu, dass ich sie auch für ein Buch gewählt hätte, die nur meinen Anteil an der Anthologie enthält. Eine Schattenversuchung ist nicht greifbar, nicht definierbar. Trotzdem weiß jeder sehr genau, was gemeint ist. Vielleicht ist es die intime Nähe von schönen und schrecklichen Dingen, die sich mischen. So wie ein Schatten mal heller, mal dunkler ist, aber immer aus der Mischung von zwei Extremen entsteht.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Guido Krain: Ich halte die grafische Gestaltung für einen sehr gelungenen Rahmen, der das Niveau und die Zielrichtung der Geschichten perfekt unterstreicht. Die einzige Alternative wäre ein Verzicht auf jede Illustration, was angesichts der schönen Bilder sehr schade gewesen wäre.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?

Guido Krain: Ich habe alle Geschichten gelesen und finde die Mischung sehr gelungen. Ich denke das Lesen werden die meisten Käufer als prickelndes Erlebnis empfinden. Wenn das kein Grund ist…


Klaus-Peter Walter

Literatopia: Wie bist Du dazu gekommen, eine Geschichte zur Anthologie beizusteuern? Und warst Du schon des Öfteren in düster-erotischen Gefilden unterwegs oder war das Dein erster Ausflug?

Klaus-Peter Walter: Irgendwann einmal habe ich die Geschichte an Alisha Bionda, geschickt, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Ausschreibung, denn ich erinnere mich, dass Alisha „dark-fantasy-Elemente“ darin vermisste. Ich hatte damals keine Ahnung, was das war. „Black Magic Woman“ ist aber keineswegs mein erster Ausflug in düster-erotische Gefilde. Wenn Alisha mich von dort ruft, folge ich ihr inzwischen immer gerne.

Literatopia: Woher stammt die Idee zu Deiner „Schattenversuchungen“-Geschichte? Hast Du eine komplett neue geschrieben oder vielleicht eine ältere Geschichte umgearbeitet, die für diese Anthologie beinahe wie geschaffen war?

Klaus-Peter Walter: Die Idee stammt von Edgar Allan Poe, „Der vernutzte Mann“. Das ist meine Fassung davon. Die Story fiel mir schlagartig ein, als ich im Fernsehn den Film „Harem“ sah. Ich schrieb sie `runter und änderte nie mehr etwas daran – mit einer Ausnahme: Die zuvor namenlose Bar taufte ich „Simply Red“. Mein Kollege Karl-Josef Prüm meinte nach der Lektüre nämlich, sie bräuchte einen Namen. Den bekam sie denn auch.
Ich muss allerdings zugeben, dass diese Geschichte bestimmt zehn Jahre in der Schublade gelegen hat. Kein Mensch wollte sie, bei allen Wettbewerben, wo sie eingereicht wurde, fiel sie durch. Aber wenn man es allen recht macht, hat man etwas falsch gemacht, sagte schon der Wilde Oscar.

Literatopia: In der Buchbeschreibung heißt es: „Folgen Sie uns auf die düster-phantastischen Pfade der Lust, des Schmerzes und der Erfüllung.“ Trifft das auch auf Deine Geschichte zu? Und was ist für Dich persönlich eine „Schattenversuchung“?

Klaus-Peter Walter: „Lust, Schmerz und Erfüllung“ trifft auf diese meine Geschichte nicht in jeder Beziehung zu. Es ist mehr eine Detektivinnen-Geschichte mit Fantasy-Touch zum Thema „Rache“. Bestimmt waren mir aber die Aspekte der Unterwerfung, Dominanz und lustvollen Destruktion beim Schreiben überhaupt nicht bewusst. Die Geschichte entstand, als ich noch unter dem Einfluss meines literaturwissenschaftlichen Studiums stand. So wie ich damals dachte und empfand, empfindet auch Dula Zehnpfennig. Inzwischen habe ich mich, hoffe ich wenigstens, freigeschwommen.
Gerne würde ich mal eine Proseminararbeit über „Black Magic Woman“ lesen. Wer weiß, was dabei herauskäme!
Schattenversuchungen haben inzwischen für mich etwas mit geflügelten Frauen oder Meerjungfrauen zu tun, mit Hexen aus Mythen und Sagen.

Literatopia: Wie gefallen Dir die Bilder in „Schattenversuchungen“? Empfindest Du sie als passend zu den Geschichten? Die Aufmachung an für sich ist ja sehr edel und künstlerisch – trifft das Deinen Geschmack? Hältst Du diese Umsetzung in den „Schattenversuchungen“ für gelungen?

Klaus-Peter Walter: Ich bin von den Bildern restlos angetan, sie sind die adäquate Umsetzung. So ähnlich wie auf der Illustration habe ich mir die schwarze Zauberfrau auch vorgestellt.

Literatopia: Hast Du die Geschichten der anderen Autoren alle gelesen? Erotik ist ein weites Feld – wie gefällt dir das Gesamtkonzept der Anthologie? Warum sollte man sich Deiner Meinung nach das Buch kaufen?

Klaus-Peter Walter: Für lustvolle Lektüre aller Geschichten der Kolleginnen und Kollegen hatte ich noch keine Muße. Aber die ausgewählten Texte scheinen sich mir, soweit ich sehe wenigstens, durchaus dem Gesamtkonzept unterzuordnen. Ob meine wegen ihrer Nüchternheit auch dazu passt, das mögen andere beurteilen.
Sollte „man“ sich das Buch kaufen? Ist nicht eher „frau“ angesprochen? Themen und Motive (Jägerin, Katzenfrau, Grotten der Lust, Madame Z etc.) scheinen mir dafür zu sprechen. Auch das Vibrieren der geheimen Seiten in uns scheint mir vor allem auf Frauen gemünzt zu sein. Aber nichts spricht gegen eine gemeinsame Lektüre. Kaufen sollte man das Buch auf jeden Fall. Schon als Antidot gegen die allgegenwärtige Vergiftung durch McKinsey und Konsorten. Wir sind gerade dabei, die Phantasie dem Dax zu opfern. Deswegen!


Schattenversuchungen-Special: Teil I (Christoph Marzi und Tanya Carpenter)

Schattenversuchungen-Special: Teil II (Aino Laos und Linda Koeberl)

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Schattenversuchungen-Special: Teil VII (Reimund Neufeld und Karl-Georg Müller)

Schattenversuchungen-Special: Teil VIII (Alisha Bionda (Hrsg.))

Schattenversuchungen-Special: Teil IX (Crossvalley Smith)

Bild: Copyright by Crossvalley Smith

Rezension zu "Schattenversuchungen"

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Diese Interviews wurden von Judith Gor für Literatopia geführt. Alle Rechte vorbehalten.
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 21. März 2010
 

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