Das wunderbare Leben des Sumito Kayashima (Haruhi Tono / Ellie Mamahara)

Carlsen (August 2013)
ca. 170 Seiten, 6,95 EUR
ISBN: 978-3-551-76395-2

Genre: Shonen-Ai


Klappentext

Sumito Kayashima ist ein vornehmer und vermögender Jüngling, doch leider auch ziemlich einsam. Dieser junge Kayashima taucht eines stürmischen Abends an der Wohnungstür seines Gärtners auf … und gesteht ihm seine Liebe!


Rezension

Sumito Kayashima hat noch nie in seinem Leben gearbeitet. Nach dem Tod seiner Eltern konnte er ohne Probleme von der Erbschaft leben. Umringt von einem Butler, drei Gärtnern und seinem Sekretär lebt er in den Tag hinein. Dabei ist er es gewohnt, alles zu bekommen, was er will. Über andere macht er sich keine Gedanken. Doch er muss lernen, dass man nicht immer alles bekommen kann, besonders nicht in der Liebe. So lernt Kayashima, dass man sich sein Glück erarbeiten muss …

Anfangs glaubt man „Das wunderbare Leben des Sumito Kayashima“ dreht sich nur um einen verwöhnten, reichen Jungen. Doch nach dem ersten Kapitel wird deutlich, dass hier eine Liebesgeschichte erzählt wird. Hat das erste Kapitel noch die Gegenwart gezeigt, erfährt der Leser anschließend, wie es zu all dem gekommen ist. Dies allerdings ohne Vorwarnung und Erklärung, was kurz für Verwirrung sorgen könnte. Wirkt Kayashima anfangs noch verwöhnt und gelangweilt, taut er mit der Zeit immer mehr auf. Der Leser lernt ihn und seine Gefühle kennen und bringt dadurch nach und nach mehr Verständnis für ihn auf.

Die Story zeigt wunderbar, dass man an einer Beziehung arbeiten muss und beide etwas geben müssen, um glücklich zu sein. Kayashima ist dabei nicht der Einzige, der Fehler macht. Auch der Gärtner, der sein Herz erobert hat, lernt dazu. Wenn ein Mensch seine Liebe gesteht, heißt das nicht, dass er keine Bestätigung braucht. Beide sollten ihre Gefühle zeigen und sich immer wieder einander versichern.

Gefühle lassen sich nicht bestimmen oder kontrollieren, was den Protagonisten erst klar werden muss. Ebenso, dass Vernunft in einer Beziehung eben nicht immer so leicht ist. Man reagiert emotional und denkt dabei nicht immer jeden Schritt zu Ende. Die Liebe zwischen den Kayashima und seinem Gärtner entsteht zwar schnell, wächst aber langsam heran und wird dabei auf eine sanfte Art und Weise erzählt. Der Leser kann mit ihnen leiden, lachen und träumen.

Die Zeichnungen sind noch ausbaufähig, Bewegungen wirken sehr steif und die Augen sind ausdruckslos. Es ist das erste Werk von Ellie Mamahara, somit besteht die Möglichkeit, dass sich der unausgereifte Zeichenstil noch verbessern wird. In diesem Werk wirken die Charaktere alle sehr stereotypisch. Lediglich durch ihre Frisuren sind sie auseinanderzuhalten. Die Gefühle der Charaktere werden leider nur über den Text und die Geschehnisse vermittelt, denn die Gesichter zeigen nichts davon.


Fazit

„Das wunderbare Leben des Sumito Kayashima“ erzählt eine sanfte Liebesgeschichte, bei der die beiden Protagonisten eher zufällig beide Männer sind. Diese Tatsache steht nicht im Vordergrund - stattdessen geht es vielmehr um das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die trotz verschiedener Stellung für ihre Liebe kämpfen.


Pro & Contra

+ sanfte Liebesgeschichte
+ nachvollziehbare Handlungen der Charaktere

- ausbaufähige Zeichnungen

Bewertung

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 2/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

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