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Lisbeth, die kleine Hexe (Sébastian Perez und Benjamin Lacombe)
Geschrieben von Judith
Mittwoch, der 16. Oktober 2013

Jacoby & Stuart (2. Auflage August 2013)
Mit Bildern von Benjamin Lacombe
Aus dem Französischen von Stefanie Schäfer
Hardcover, durchgehend farbig
38 Seiten, ab 7 Jahren, 16,95 EUR
ISBN: 978-3-942787-10-9

Genre: Phantastik / Artbook / Kinderbuch


Klappentext

Auf dem Dachboden ihrer Großmutter findet Lisbeth ein geheimnisvolles verstaubtes Buch. Was sie darin entdeckt, ist einfach unglaublich: Ihre Großmutter Olga soll eine Hexe sein! Doch bei dieser Überraschung bleibt es nicht …


Rezension

Lisbeth soll Weihnachten wieder einmal bei ihrer Großmutter verbringen. Ihre Eltern sind beruflich stark eingespannt und schicken ihre Tochter allein mit dem Zug los. Immerhin begleitet ihr schwarzer Kater Sokrates Lisbeth – und sie liebt ihre Großmutter Olga über alles. Also ist es gar nicht so schlimm, dass ihre Eltern an Weihnachten keine Zeit haben.  Im Dorf lebt zudem ihr guter Freund Edward, mit dem Lisbeth ein Herbarium angelegt hat. Kaum ist Lisbeth angekommen, verziehen sich die beiden auf den Dachboden, um ihre Pflanzensammlung zu bewundern. Da fällt Lisbeth ein uraltes staubiges Buch in die Hände, das ihr von Olga sofort wieder entrissen wird.  Welches Geheimnis verbirgt sich wohl darin? Als Edward auf dem Heimweg spurlos verschwindet, sucht Lisbeth Antworten in dem mysteriösen Buch …

„Lisbeth, die kleine Hexe“ gehört zu den frühen Werken von Sébastian Perez und Benjamin Lacombe und ist im Gegensatz zu dem eher erwachsenen Märchen in „Das Elfen-Bestimmungsbuch“ ein Kinderbuch. Allerdings können auch Erwachsene ihre Freude an Lisbeths Geschichte haben, was nicht zuletzt an den traumhaften Zeichnungen von Benjamin Lacombe liegt. Warme und blasse Farben wechseln sich ab und erzeugen eine träumerische Atmosphäre, der man sich schwer entziehen kann. Die Charaktere wirken allerdings manchmal etwas steif, woran man wiederum erkennt, wie sehr sich der Zeichner in den vergangenen Jahren verbessert hat. Trotz kleiner Makel entfaltet aber auch dieses Buch den eigenwilligen, leicht morbiden Charme, den man an Benjamin Lacombe so schätzt. Neben den ganz- und doppelseitigen Zeichnungen finden sich auf den Textseiten zudem kleine Bilder, die das Buch zusätzlich aufpeppen. 

Der Text ist einfach und weitgehend schnörkellos gehalten, wobei die Schrift groß ist und die meisten Seiten gerade einmal zur Hälfte ausfüllt. Junge Leser können sich also auch selbst an diesem Buch versuchen, aber natürlich lädt es auch wunderbar zum Vorlesen und Bilder-Bestaunen ein. Lisbeth ist ein sympathisches, aber auch ein wenig merkwürdiges und einsames Mädchen. Sie hat die Angewohnheit, ihre Gesprächspartner zu unterbrechen und deren Sätze zu beenden. Die meisten finden diese „Macke“ lästig, weshalb Lisbeth neben ihrem Kater und Edward keine Freunde hat. Ihre Großmutter hingegen betrachtet ihre Angewohnheit als Gabe und Edward, der einen kleinen Sprachfehler hat, mag es, dass Lisbeth seine Sätze ganz selbstverständlich weiterführt. Die Dialoge zwischen den beiden lesen sich sehr schön und man spürt, wie nah sich diese jungen Menschen sind.

Aus dem mysteriösen Buch, das Lisbeth auf dem Dachboden gefunden hat, erfährt sie, dass ihre Großmutter eine Hexe ist. Ebenso wie zahlreiche Vorfahrinnen von ihr, zu denen auch Berühmtheiten der Geschichte, wie beispielsweise Johanna von Orléans, zählen. Jungen Lesern werden diese geschichtsträchtigen Persönlichkeiten, die auf den letzten Seiten in einem wunderschönen Stammbaum zusammengefasst sind, wohl nichts sagen. Daher wären knappe Informationen zu den jeweiligen Personen im Anhang schön gewesen. Für das Verständnis ist es nicht unbedingt notwendig, diese Figuren zu kennen, aber dem Text geht dann etwas Tiefe verloren. Die Geschichte um Lisbeth bricht zudem recht abrupt ab und man braucht einen Moment, um zu verstehen, dass man schon am Ende angekommen ist.


Fazit

„Lisbeth, die kleine Hexe“ ist ein zauberhaftes Märchen für junge Leser, das von ausdrucksstarken und träumerischen Bildern begleitet wird. Man merkt allerdings, dass es sich um einer frühes Werk von Sébastian Perez und Benjamin Lacombe handelt. Nichtsdestotrotz entfaltet es einen ganz besonderen Charme und sei Eltern, die ihren Kindern einmal etwas ganz Anderes zeigen möchten, sehr ans Herz gelegt. Gute Geschichtskenntnisse sind dabei von Vorteil, denn nach der Lektüre werden sich sicherlich Fragen nach den historischen weiblichen Persönlichkeiten ergeben.


Pro & Contra

+ zauberhafte Erzählung
+ sympathische, wundersame Protagonistin
+ für Kinder zum Vorlesen und Selbst-Lesen geeignet
+ verträumte, besondere Zeichnungen
+ wunderschöne Gestaltung

o Geschichtskenntnisse sind von Vorteil

- abruptes Ende
- Zeichnungen manchmal ein wenig steif

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 16. Oktober 2013
 

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