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Der Klang des Verderbens (Leslie Parrish)
Geschrieben von Patricia
Sonntag, der 27. Oktober 2013

alt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Verlag Lyx, August 2013
Originaltitel: Don’t ever stop, übersetzt von Heide Franck
TB, 410 Seiten, € 9,99
ISBN 978-3802588709

Genre: Thriller


Klappentext

Detective Veronica Sloan wird ein grausames Video zugespielt. Es ist die Aufnahme eines Mannes, der bestialisch zu Tode gefoltert wird - und vom Täter fehlt jede Spur. Veronica beginnt fieberhaft zu ermitteln, denn sie weiß: Findet sie den Psychopathen nicht bald, werden noch weitere Menschen sterben...


Die Autorin

Leslie Parrish ist das Pseudonym der Autorin Leslie Kelly. Neben Liebesromanen schreibt sie auch düstere Thriller für eine wachsende Fangemeinde. Die Veronica Sloan Serie hat sie exklusiv für ihre deutschen Fans konzipiert. Parrish lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in Maryland.


Rezension

Amerika im Jahre 2022. Nach einem Terroranschlag am 20. Oktober 2017 auf das Weiße Haus ist dort nichts mehr so, wie es einst war. Neue, sehr verschärfte Sicherheitskonzepte wurden erstellt, Polizei, FBI und CIA tragen einheitliche Uniformen, an deren Farben man sofort die Zugehörigkeit feststellen kann. Jeder gesetzestreue Bürger hat einen Datenchip im Arm implantiert, auf dem die wichtigsten Daten programmiert sind, inklusiver seiner Krankengeschichte. Fluch oder Segen? Die Bevölkerung ist uneins über diesen Punkt, die meisten sind allerdings dafür - der Polizei und den Sanitätern und Ärzten wird die Arbeit erheblich erleichtert. Veronica Sloan allerdings ist noch einen Schritt weiter. Sie ist Teil einer speziellen Geheimoperation, denen kleine Kameras an den Augen implantiert wurden, die Bilder von dem, was sie aktuell sehen, permanent speichern. So soll in Zukunft die Polizei in der Lage sein, ein Verbrechen direkt aus der Sicht des Opfers sehen zu können. Aber bisher weiß noch niemand offiziell von diesem Experiment, die Probanden sind über ganz Amerika verstreut, ihre Identitäten sorgfältig gehütet. Doch wenn einer der Teilnehmer in ein Verbrechen verwickelt wird, ist Ronnies Spezialeinheit anzufordern - aber diesmal bringt sich der Täter selber ins Spiel. Er schickt Ronnie und Jeremy Videos, auf denen brutale Folterungen zu sehen sind, wobei schnell klar wird, dass der Täter selber ein Proband ist, denn die Aufnahmen erlauben nur einen Blickwinkel - den mit der Kamera im eigenen Auge. Die beiden Spezialagenten werden nun auf eine Reise quer durch das ganze Land geschickt, denn es bleibt nicht bei dem einen Opfer. Ein Trip in die Abgründe menschlicher Brutalität - aber auch ein Trip in die Abgründe der eigenen Gefühle, denn Jeremy wird für Ronnie immer wichtiger, was sie sich so überhaupt nicht eingestehen möchte.

Ronnie hat aus dem ersten Abenteuer wirklich nichts gelernt, sie will immer noch alles alleine machen und bloß nichts einem anderen überlassen. Will Jeremy irgendwas tun, dann unterstellt sie ihm sofort, sie vor Unbill beschützen zu wollen, anstatt ihn auch in den Fall zu involvieren. Zum Glück kann Jeremy sich mittlerweile gegen sie durchsetzen, dieser Charakterzug macht sie nicht besonders sympathisch. Diesmal ist es Jeremy, der die Morde aus der intensiven Betrachtung erlebt, ein Teil dessen zu werden, was sich ein sadistisches Gemüt ausgedacht hat. Auf den ersten Blick scheinen es die Opfer allesamt verdient zu haben, sie waren nicht gerade die netten Menschen in dieser Welt. Rechtfertigen die Taten der Opfer allerdings wirklich diese Gräueltaten? Jeremy und Ronnie brauchen lange, bis sie eine brauchbare Spur bekommen, dann aber geht es rasant dem Abgrund entgegen.

Das Buch ist in der ersten Hälfte unglaublich langweilig, Leslie Parrish muss die Leser für wirklich sehr dumm halten. Wieder wird in endlosen Wiederholungen aufgelistet, was in Amerika an diesem besonderen Oktobertag passiert ist. Zum besseren Verständnis werden dann auch die Ereignisse des ersten Bandes detailliert geschildert, bis hin zur Identität und den Beweggründen des Täters. Zusätzlich kann man dann auch nachlesen, was Ronnie und Jeremy auf ihrem Weg bis zur Aufdeckung passiert ist, immerhin sollen Leser, die den ersten Band nicht kennen, genau ins Bild gesetzt werden. Ein großer Fauxpas der Autorin, langweilt es doch enorm diejenigen, die den ersten Teil schon kennen und es erübrigt den anderen den Kauf des ersten Teiles. Hätte man direkt beide Teile zu einem Buch zusammengefügt, hätte man eine rasante Geschichte mit einer atemraubenden neuen Technik bekommen - so aber erntet man nur gähnende Langeweile. Wirklich schade, denn es waren einige innovative Ideen enthalten. Bei der Qualität des Buches scheint Lyx nun auch zu sparen, statt der aufwendigeren Klappbroschur erhält man nun zum gleichen Preis nur noch ein normales Taschenbuch, was aber immer noch sehr robust ist und einiges aushalten kann.


Fazit

Leslie Parrish hat in Der Klang des Verderbens eine Chance verpasst, das Ruder nach dem ersten schwächelnden Teil noch herum zu reißen. Endlose Wiederholungen und schwache Charaktere erzeugen gähnende Langeweile, lediglich das Motiv des Täters lassen noch eine gewisse Spannung und Überraschung zu.


Pro und Contra

+ teils sperrige Charaktere
+ neuartiger Plot
+ bedrückendes Szenario
+ innovativ

- endlose Wiederholungen
- der gesamte erste Band wird geschildert
- Ronnie zu überheblich
- Langeweile durch bereits bekannte Tatsachen

Wertung alt

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2,5/5

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 28. Oktober 2013
 

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