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Rezensionen im Dezember (2013)
Geschrieben von Jessica
Sonntag, der 05. Januar 2014

Liebe LeserInnen,

das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und es wird Zeit für den letzten Rezensions-Rückblick des Jahres 2013. Wir hoffen, ihr alle habt den Jahreswechsel gut und ohne größere Blessuren überstanden und könnt nun, wie das Redaktionsteam, frisch in neue 365 Tage starten. Für uns bedeutet das natürlich, dass wir euch auch in den kommenden zwölf Monaten über alles rund ums Buch informieren werden.

Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch und wünschen nun erstmal viel Spaß mit einer kleinen Auswahl der Dezember-Rezensionen!



Belletristik

Jiří Kratochvil gehört zu den wichtigsten Autoren der tschechischen Postmoderne. Die Hauptfigur seines Romans “Femme fatale“ ist eine junge Schriftstellerin, die dem Erfolgsdruck nach ihrem Debüt nicht gewachsen ist, ihr Leben und das der Menschen, die sie umgeben, ihrem Schreiben unterwirft. Kratochvil schreibt sprachlich sehr klar und schön über Kreativität und Systemgrenzen, Leben und Literatur, Liebe und Ausbeutung, Konstruktionen und Repräsentationen.

So ungewöhnlich wie Harold und sein Leben, so berührend ist seine Geschichte, die in “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“. Still und einfühlsam erzählt Rachel Joyce von Freundschaft, verlorener Liebe und Menschlichkeit, über den Willen, über sich selbst hinauszuwachsen und die unmittelbare Reise ins Selbst, welches wir in unserer hektischen Welt zu oft verlieren. Mit Harold Fry durch England laufen, heißt sich selbst zu begegnen.

Historik

Spannende, ungewöhnliche und detaillierte Mordfälle liefert uns Rainer M. Schröder im zweiten Band mit Pater Angelico. “Der Todesengel von Florenz“ ist ein sehr vielschichtiger Täter, der mit Intellekt tötet und für die damalige Zeit sehr viel Einfallsreichtum beweist.

“Die Braut des irischen Kriegers“ von Michelle Willingham kann trotz einiger Schwächen in Bezug auf Charaktere und Handlung in seiner Grundgesamtheit durch Spannung und Sympathie den Figuren gegenüber überzeugen. Auch wenn es sich hierbei um eine Kurzgeschichte handelt, welche sichtlich den Handlungsrahmen sprengt, macht diese Geschichte Lust auf mehr aus der Feder dieser Autorin.

Fantasy

“Dark Skye“ führt die Geschichte um die Engelstochter Skye, die die Mächte des Lichts und der Dunkelheit in sich vereint, nahtlos fort. Die schöne Idee von Jocelyn Davies scheitert jedoch zunehmend an der Umsetzung: Das Gefühlschaos der Protagonistin beginnt allmählich zu nerven und man kann kaum fassen, dass Skye sich immer noch nicht richtig zwischen ihren Männern entscheiden kann. Jocelyn Davies schreibt zwar flüssig und spannend, verliert jedoch ihre Hintergrundgeschichte und die Nebencharaktere aus dem Blick.

“Drachenelfen - Die gefesselte Göttin“von Bernhard Hennen enthüllt, besonders am Ende, einige neue Mysterien, die der Geschichte insgesamt eine neue Richtung weisen. Gleichzeitig führt der Autor die vielen spannenden Ereignisse um Menschen, Elfen und Zwerge auf die Zielgerade. Die Vorfreude auf den vierten, vielleicht finalen Teil der “Drachenelfen“-Saga steigert sich dadurch noch einmal enorm. Daher sind einige zu opulent geratene Kapitel und Lebensgeschichten durchaus verzeihlich.

Horror / Mystery

Mit “Horror-Legionen“ liefert der Amrûn -Verlag eine solide Sammlung düsterer Horrorgeschichten, die im Großteil leider Originalität und Atmosphäre missen lassen. Die wenigen Glanzstücke bewahren das Buch vor dem Stempel des eintönigen Horrors.

“Albträume“ ist ein Buch, in dem auf 1071 Seiten 24 teils sehr lange und qualitativ recht unterschiedliche, über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren geschriebene Texte versammelt sind. Wer King nicht mag, wird hier wenig Erfreuliches finden. Fans von Stephen King hingegen dürfte die Sammlung insgesamt gefallen, bei naturgemäß unterschiedlicher Bewertung der Geschichten. Den Großteil mag man unterhaltsam finden, wenige Geschichten diagonal lesen und manche abbrechen, um sie später vielleicht einmal ganz zu lesen.

Science Fiction

“Wild“ beginnt in einer bunten und verdrehten Welt, in der alle Menschen glücklich sind und dümmlich vor sich hinlächeln – sogar, wenn das eigene Kind stirbt. Die rosarote Fassade bröckelt im Laufe des Romans ab und enthüllt eine menschenverachtende Dystopie, in der die Protagonistin Pi nicht die große Weltenverbesserin ist, sondern einfach ein Mädchen, das seine Gefühle kennenlernt und um das Recht zu fühlen kämpft. Im Detail ist “Wild“ von Lena Klassen nicht wirklich rund und die meisten Nebencharaktere bleiben blass – doch der Roman hat einige starke Momente, die berühren und nachdenklich stimmen.

Thriller

Eine gut durchdachte Hintergrundidee und sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten machen “Kind des Bösen“ zu einem kurzweiligen Spannungsroman, der dem Leser unterhaltsame Stunden bietet. Leider kann Steve Mosby trotzdem nicht genug Tiefe erreichen, um lange im Gedächtnis des Lesers zu bleiben, sodass schon kurz die Geschichte schon kurz nach dem Zuklappen wieder in Vergessenheit gerät. Schnelle Unterhaltung, die Fragen des vererbbaren Bösen aufwirft, aber nichts Bleibendes.

“Todesengel“ von Andreas Eschbach bietet ein brisantes Thema überzeugend aufgearbeitet und in einer spannenden Handlung präsentiert. Dass Eschbach seine Sicht - zuweilen plakativ - regelrecht zelebriert, stört dabei kaum.

Manga

Die Idee hinter “BTOOOM!“ ist nicht wirklich neu, aber grandios umgesetzt: Eine Trauminsel wird für den Protagonisten Ryota zum Alptraum, denn hier töten Menschen ihresgleichen, um zu überleben. Er ist Teil eines kranken Spiels geworden, das er zwar nicht spielen will, aber letztendlich muss. Junya Inoue hält die Spannung dabei konstant hoch und bietet herrlich dynamische Kampfszenen, detailreiche Hintergründe und glaubwürdige Charaktere.

“Soum“ ist eine wunderbare Ergänzung zur “Zeit des Bösen“-Saga, auch wenn die feurige, wilde Soum im Manga ganz anders wirkt als im zeitgleich erschienen Artbook “Apokalypse“. Ihre Wandlung wird jedoch glaubhaft geschildert und der Leser erlebt hautnah mit, wie die junge Soum zu einer kühlen und selbstbewussten Kriegerin wird. Kenny Ruiz‘ kontrastreicher Zeichenstil passt dabei gut zur dystopischen Geschichte, die Action- und Mystery-Elemente gekonnt vereint.



Ja, auch der letzte Monat des Jahres 2013 war wieder sehr bunt gemischt und wir haben nicht vor, das in 2014 anders aussehen zu lassen. Seid also gespannt, was wir für euch bereithalten. Falls ihr in weiteren Rezensionen der letzten fünf Jahre stöbern möchtet, steht euch natürlich auch weiterhin unsere umfassende Übersicht zur Verfügung, in der wir mittlerweile über 2300 Rezensionen lagern.

Wir wünschen euch einen grandiosen Start in ein lesereiches Jahr und einen wunderbaren Januar,
euer Literatopia-Team

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 05. Januar 2014
 

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