Kein Schlaf in Sicht (Henning Ahrens)

Die Welt und ihre Phantasie sind nur durch eine hauchdünne Membran getrennt. Dort, in den Zwischenwelten, den märchenhaften und unwahrscheinlichen Bereichen des Gewöhnlichen, entstehen Augenblicke größter Realität. Kein Sprachspiel, ein Wahrnehmungsspiel ist das, die Welt erstrahlt in diesen unwirklich gegenwärtigen Gedichten.

Der großen Intensität des Gefühls gelingt es in diesen Gedichten, dem Alltag Leben einzuhauchen. Es sind Visionen, die mit den Lebenslügen aufräumen. Am Rande der Zeit, des Traums und des Hier und Jetzt entsteht eine leuchtende Eigenständigkeit, wie sie nur noch im Gedicht gelingen kann. Es ist nicht der Versuch, schöne Worte zu finden, sondern die Sehnsucht nach den richtigen. Eine Stimmung, die eindringlich und ernst, schwärmerisch und ironisch zugleich ist. Der Zugang zu dieser Wirklichkeit heißt Sinnestäuschung oder Unaufmerksamkeit, Verzweiflung oder Müdigkeit. Der Erzähler dieser Gedichte wendet sich dem Traum, dem Nebenbei, den unmittelbaren Bildern im Bedürfnis nach Orientierung in der Welt zu. Jedes Gedicht ist auch ein Versuch, die schwierigen und schwer wiegenden Fragen mit Leichtigkeit zu stellen.

»In Henning Ahrens haben wir einen bedeutenden Gegenwartsautor.«
Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung

»Henning Ahrens kann tatsächlich mit Wörtern zaubern und zugleich ganz gegenwärtig und ganz fremd auf die Welt schauen.«
Dirk Knipphals, taz, 13.3.2008

Quelle: Fischer-Verlag

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