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Amazonia (James Rollins)
Geschrieben von Nicole
Freitag, der 28. August 2009

Avon Books (2005)
Seiten: 510, 7,99$
ISBN: 978-0-06-000249-7

Genre: Thriller

Bitte beachten: Rezension zur englischen Version!

Der Roman ist auf Deutsch für 9,95 Euro im Ullstein-Verlag erschienen und heißt hier "Operation Amazonas".


Rezension

Auf meiner Reise durch Australien bin ich in einem Hostel über „Amazonia“ gestolpert, und als Biologin sowie Fan von gut gemachten Thrillern konnte ich dieses Buch einfach nicht ungelesen liegen lassen.

The Rand scientific expedition entered the lush wilderness of the Amazon and never returned. Years later, one of its members has stumbled out of the world's most unhospitable rainforest – a former Special Forces soldier, scarred, mutilated, terrified, and mere hours from death, who went in with one arm missing ... and came out with both intact.
Unable to comprehend this inexplicable event, the government sends Nathan Rand [...] to follow the trail of his vanished father ... toward mysteries that must be solved by any cost.
But the nightmare that is awaiting Nate and his team of scientists and seasoned U.S. Rangers dwarfs any danger they anticipated, an ancient, unspoken terror [...]

Ein spannender Klappentext, der durch viele lobende Zitate auf dem Cover und den ersten Seiten des Buches unterstützt wird. Oft wird man durch so etwas ja enttäuscht, doch dieses Buch hält, was es verspricht.
Nach einer kurzen Einleitung, in der der im Klappentext erwähnte Soldat aus dem Dschungel stolpert und dem Leser der Hauptcharakter Nathan Rand lebendig vorgestellt wird, geht es Schlag auf Schlag.
Neben den üblichen Gefahren des Dschungels trifft die Expedition auf Riesenkaimane, mutierte Piranhas und fleischfressende Heuschrecken – alle irgendwie verbunden mit einem geheimnisvollen Indiostamm, der tief in den Wäldern des Amazonasbeckens leben soll. Ein Stamm, den die anderen Indios fürchten, der in der Lage sein soll, den Dschungel selbst zu beherrschen, und dessen Symbol die Brust des zurückgekehrten Soldaten ziert.
Geht es dem Trupp zuerst noch darum, das Mittel zu finden, welches den verlorenen Arm neu wachsen ließ, finden sie sich sehr schnell in einem Rennen gegen die Zeit und den Tod wieder, hat doch der Leichnam des toten Soldaten (von der U.S. Regierung zu Forschungszwecken in die Staaten transportiert) eine seltene Krankheit mitgebracht, die von Opfer zu Opfer springt und innerhalb von einer Woche unabdingbar zum Tod führt.
Die Wissenschaftler und Soldaten müssen dabei aber nicht nur gegen die Ban-ali und den Dschungel bestehen, sondern werden auch noch von dem skrupellosen Dr. Favre verfolgt, dem kein Mittel zu radikal ist, um an das Wunderheilmittel zu kommen.

James Rollins versteht es wahrhaft, seine Leser zu unterhalten, schwankt doch die Spannung im ganzen Verlauf des Buches zwischen „hoch“ und „zum Nägel kauen“. Die Charaktere sind vielschichtig gestaltet und passen sich perfekt in die von Rollins gestaltete grüne, tödliche Welt des Amazonas. Neben kunstvoll eingearbeiteten Bildern und kleinen Details bekommt der Leser zudem noch interessantes Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt vermittelt und lernt so, ohne den Finger vorgehalten zu bekommen, wie wertvoll und zugleich fragil dieser Lebensraum ist.
Einziges Manko in meinen Augen ist die Auflösung des medizinischen Geheimnisses am Ende. Statt wie bisher realistisch und auf Fakten basierend, mutet doch die Erklärung recht fantastisch an, was nicht so recht zum Rest des Buches passen möchte.

Verständlichkeit: Die Sprache gestaltet sich meist gut verständlich, wird nur ab und an mit medizinischen oder biologischen Begriffen bzw. Beschreibungen etwas komplizierter. Einen Harry Potter kann man jedoch nicht erwarten!


Fazit

Ein packender Thriller, der einen bis zum Ende hin mehr als nur gut unterhält. Man fiebert irgendwann nur noch mit den Charakteren, hofft und betet, dass keiner mehr dem Dschungel zum Opfer fällt, während dieser selbst um einen herum zum Leben erwacht. Rollins weiß nicht nur, wie man eine Welt lebendig gestaltet, sondern auch, wie man Charaktere glaubhaft darin walten lässt. Das etwas zu fantastisch anmutende Ende könnte für den ein oder anderen störend wirken, mildert das Gesamtleseerlebnis jedoch kaum. Für Fans des guten Thrillers daher ein Muss!
Wer jedoch nur mittlere bis schlechte Englischkenntnisse hat, sollte nach der deutschen Version Ausschau halten.


Pro & Kontra

+ lebendige Beschreibung von Landschaft und Umgebung
+ sehr gut gestaltete Charaktere
+ von vorne bis hinten sehr spannend
+ informativ

- Auflösung am Ende will nicht ganz zum realistisch gestalteten Stil des Buches passen
- mögliche Probleme mit der Sprache für Englisch - Anfänger

Wertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Dies ist eine Gastrezension von Nicole - vielen Dank!

 

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 30. August 2009
 

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