Montag, 18. November 2019

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Die Brücke der Gezeiten - Ein Sturm zieht auf (David Hair)
Geschrieben von Dennis
Mittwoch, der 25. Juni 2014

Penhaligon Verlag (Dezember 2013)
Klappenbroschur, 512 Seiten, 15,00 €
ISBN: 978-3-7645-3128-7
Die Brücke der Gezeiten 1

Genre: Fantasy


Klappentext

Der Auftakt zu einem atemberaubenden Epos

Die Mondflutbrücke liegt tief unter der Ozeanoberfläche. Alle zwölf Jahre erhebt sie sich aus den Fluten und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Zweimal schon hat Yuros seine Armeen von Kriegern und Magiern über die Brücke geführt, um das Nachbarreich zu unterwerfen. Jetzt naht die dritte Mondflut, und der Westen rüstet sich zum finalen Schlag.
Aber es sind nicht die Armeen, sondern drei unscheinbare Menschen, die über das Schicksal der Welt entscheiden werden …


Rezension

Mit „Ein Sturm zieht auf“ hält man den Auftaktband der „Brücke der Gezeiten“ – Saga in Händen; eine Saga, die sich mit ihrer angekündigten epischen Breite nahtlos einreiht in den Reigen grandioser und epischer Reihen, die derzeit die Fantasy-Regale der Buchhändler für sich vereinnahmen. Einen guten Indikator, wie ernst es dem jeweiligen Autor hiermit ist, stellt dabei stets der Anhang des Werkes dar. Und in dieser Hinsicht kann sich „Die Brücke der Gezeiten“ fast schon mit der Referenz auf diesem Gebiet messen; dem „Lied von Eis und Feuer“.
Leider bedeutet dies aber auch, dass „Ein Sturm zieht auf“ nicht vielmehr als eine sehr opulente Exposition sein kann. Wer also kurzweilige Fantasy mit schnellem Handlungsfortschritt möchte, sollte lieber zu etwas Anderem greifen. Wer sich jedoch voll einlassen möchte auf eine sehr vielversprechende neue und womöglich sehr umfangreiche Saga, der kann durchaus einen Blick riskieren. Zumal dieser Auftakt trotz seines einleitenden Charakters durchaus spannende und kurzweilige Stellen zu bieten hat. Diese halten sich die Waage mit den unvermeidlich trockeneren Erklärungen, die den Leser erst einmal abholen sollen und alles in allem dennoch gut in die Geschichte eingebettet sind. Und auch, wenn noch nicht ganz klar ist, wie die verschiedenen Parteien in dem Beziehungsgeflecht, das sich nun entfaltet, zueinander stehen, so muss man doch Hairs ambitionierte Bemühungen um dessen Komplexität anerkennen.

Herunter gebrochen auf die Handlungsebene, auf der man auch schon die Protagonisten kennen lernt, ist von dieser Komplexität und dem „Großen Ganzen“ noch nicht viel zu sehen. Allenfalls am Horizont bahnt sich immer wieder etwas an. Darüber hinaus muten die Charaktere eher wie Schachfiguren in einem großen Spiel an, aus deren Blickwinkel man allenfalls erahnen kann, was kommt. Der so entstehende „realistische Touch“ ist für das Genre der High Fantasy recht erfrischend - bietet diese doch meist heroische Figuren, die allumfassend ins Weltgeschehen eingreifen können. Auch hier deutet sich an, dass es in der „Brücke der Gezeiten“ - Saga eine konstante Entwicklung geben könnte, die sich schon im ersten Band andeutet.

Erst einmal jedoch haben die besagten Protagonisten jede Menge Zeit, sich um ihre eigenen Probleme zu kümmern. All ihre Erzählstränge verbinden geschickt den Beginn einer größeren Geschichte mit der unvermeidlichen Charakterexposition; jede für sich in einem interessanten und spannenden Kontext. Da wäre zunächst einmal der Magieschüler Alaron, der kurz vor den Abschlussprüfungen seiner Ausbildung zum Magier steht. Und auch, wenn man etwas derartiges schon kennt - etwa aus Canavans Feder - so ist seine Geschichte doch eigenständig genug, um über weite Teile gut zu unterhalten. Ähnliches gilt für Elena, eine toughe Kriegerin in den Diensten einer bedrohten Königsfamilie sowie für Ramita, ein junges Mädchen, das mit einem mysteriösen Fremden verheiratet werden soll. Das Rad erfindet Hair dabei an keiner Stelle neu, kombiniert jedoch vieles geschickt zu einem vielversprechenden und großen Gesamtkonzept zusammen, dessen Exposition man in diesem ersten Band bekommt. Wohin sich das alles jedoch entwickelt, bleibt abzuwarten.


Fazit

"Ein Sturm zieht auf" ist ein recht vielversprechender Auftakt zu einem weiteren breit angelegten Epos, dessen weitere Entwicklung nach dieser ersten Exposition jedoch noch kaum abzusehen ist.


Pro & Kontra

+ breit angelegte Saga
+ detailiertes und komplexes Setting

o teils kurzweilig, teils etwas langatmig
o nichts wirklich Neues, dafür jedoch bekannte Elemente gut zusammengefügt
o Storylines der eher durchschnittlichen Charaktere sind abwechslungsreich und spannend

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5


Rezension zu Band 2

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 07. Mai 2015
 

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