Mittwoch, 03. Juni 2020

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Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite super spannend. Konnte es nicht aus der ...

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Habe das Buch vor einigen Jahren gelesen. Nun, 2019, in einer Welt voller Unruhe lebend, denke ich ...

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Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

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Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Daredevil Bd.6 - Endspiel (Mark Waid, Chris Samnee)
Geschrieben von Markus
Montag, der 08. September 2014

Verlag: Panini (August 2014)
Softcover: 196 Seiten; 24,99 €

Genre: Superhelden


Klappentext

Das Gesetz der Schlange

In seiner Jugend gab es nur einen Menschen, den Matt Murdock gefürchtet hat. Jetzt soll er ihn als Anwalt vor Gericht verteidigen. Doch was als Gewissenskonflikt beginnt, ist nur der Auftakt zu einem perfiden Kampf um Macht und das Schicksal von New York. Denn die faschistoiden Sons of the Serpent unterwandern das Justizsystem der Stadt. Und plötzlich steht alles auf dem Spiel, was Daredevil lieb und teuer ist. Während der krebskranke Foggy Nelson mit dem Tode ringt, gibt es für Matt nur eine Chance, seine Werte und das Leben seiner Freunde zu schützen: Er muss das ultimative Opfer bringen...

Mark Waid und Chris Samnee präsentieren den zukunftsweisenden Abschluss einer atemberaubenden Serie. Eine Sternstunde moderner Comic-Kunst mit den US-Ausgaben Daredevil 28-36 und den Gaststars Ant-Man, Dr. Strange und Silver Surfer!

„Ein perfektes Ende einer perfekten Serie.“
Comics Refueled


Rezension

New York ist in Gefahr und nur Daredevil kann die Stadt schützen. Bis sich die ganz große Bedrohung zeigt, hat es Daredevil allerdings augenscheinlich mit etwas wesentlich kleinerem zu tun. Nate Hackett, der Matt Murdock als Kind drangsalierte, bittet ausgerechnet ihn um Hilfe. Er gehörte den Sons of the Serpents an, bevor sie kriminell wurden, soll aber nun genau deswegen verurteilt werden. Zunächst lehnt Murdock ab, dann stimmt er dennoch zu und ab da beginnt die Reise einer Stadt in die Hölle. Nur einmal kann Matt Murdock noch „Luft holen“ als Foggy, der schwer krank im Krankenhaus liegt, Kirsten McDuffie Matt als seinen Ersatz aufdrückt. Nicht nur beruflich eine Herausforderung, da Matt und Kirsten eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse. Der Silver Surfer taucht auf und gleich im Anschluss ruft der Staatsanwalt Priest scheinbar öffentlich zu einem Lynchmob auf, weswegen in der Stadt das Chaos ausbricht. Viel zu tun für Daredevil, der herausfinden muss, wie die Serpents es geschafft haben, all das zu inszenieren. Und schließlich steht sogar seine Geheimidentität auf dem Spiel, als der Anführer der Serpents versucht ihn zu erpressen.

Mark Waid schöpft bei diesem Daredevil aus dem Vollen. In allen Belangen. Egal ob Handlung, Hintergrund, andere Superhelden oder -schurken. Bei allem bedient er sich aus der reichen Daredevil-Historie. Es gibt Winkelzüge vor Gericht, rasante Kämpfe, Probleme Daredevils mit zu lauten und zu vielen Umgebungsgeräuschen, Gastauftritte von anderen Superhelden, also kurz: alles was den Fan erfreut. Dabei verliert er im Prinzip nie seine großangelegte Geschichte aus den Augen. Die es wirklich in sich hat. Verschwörungstheoretiker werden ihre helle Freude an ihr haben, schließlich geht es um die Unterwanderung der Justiz durch eine Gruppe weißer Rassisten. Dies wird glücklicherweise nicht platt dargestellt, sondern durchaus intelligent und mit viel Spannung. Nur einmal hat der Leser den Eindruck die Geschichte würde gestreckt, um auf die entsprechende Anzahl von Heften zu kommen. Und das ausgerechnet beim Auftritt des Silver Surfers. Jenem nahezu übermächtigen Wesen, welches früher als Herold von Galactus unterwegs war und dessen Fähigkeiten bisher wirkten, als wären sie keinen Einschränkungen unterworfen. Nicht missverstehen, sein Auftritt ist rasant und keineswegs langweilig, nur trägt er überhaupt nichts zur Handlung bei. Der eine Satz, der Matt zweifeln lässt, hätte auch von jeder anderen Figur übernommen werden können z.B. vom Jester. Dafür hätte es Silver Surfers Gegner nicht gebraucht. Dafür darf der Leser Zeuge werden, wie der Silver Surfer vollkommen wuterfüllt und impulsiv vor geht und scheinbar komplett ausrastet. Etwas, das so von ihm nicht zu erwarten war. Zudem wird ein neues Volk eingeführt, welches sich seiner Wahrnehmung entziehen kann, was zukünftig spannende Geschichten versprechen könnte. Wie gesagt, der Teil mit dem Silver Surfer ist gut, aber passt nicht so recht rein.
Der Rest hingegen fügt sich zu einem großen Ganzem zusammen, selbst Daredevils Ausflug nach Kentucky. Auch wenn dieser ebenfalls etwas unnötig aufgeblasen ist. Aber man mag nicht darüber meckern, wenn es auf so unterhaltsame Art und Weise geschieht.
Die Charaktere werden alle sehr gut getroffen. Matt Murdock ist der blinde Anwalt mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, wenn er auch kurz von Elektra daran erinnert werden muss, was richtig und was falsch ist. Nate ist nicht der alte Schulschläger, sondern auch differenziert und bekommt sogar einen eigenen Hintergrund spendiert. Der Rest fällt meist ins schwarz-weiß Schema, was aber nicht im geringsten stört. Die Serpents sollen böse sein, alles andere würde die Wirkung der Geschichte abschwächen. Mark Waid macht so weit alles richtig und präsentiert eine überaus spannende und abwechslungsreiche Geschichte. Eben das große Endspiel Daredevils.

Chris Samnee ist Mark Waids Partner bei diesem Tour de Force Ritt und macht seine Sache richtig gut. Er fängt die Emotionen der Charaktere immer in ihren Gesichtszügen sehr gut ein. Etwas, das nicht jedem Zeichner gelingt. Selbst der Silver Surfer sieht bei ihm gut aus, was gar nicht so einfach ist. Ansonsten gelingen ihm ein paar beeindruckende ganzseitige Bilder in den wichtigen Augenblicken und selbst ein Jester wirkt nicht vollkommen lächerlich. Auch die relativ vielen Kampfszenen weiß er ins richtige Licht zu rücken. Sie sind dynamisch und mit einer gewissen Rasanz, die vor allem Elektra und der Silver Surfer benötigen. Die Perspektiven wählt er meistens geschickt. Alles in allem liefert er eine mehr als solide Leistung ab und lässt Daredevil sehr gut aussehen.
Die Cover, die alle abgedruckt wurden und sich zwischen den einzelnen Teilen befinden, wurden ebenso von ihm gezeichnet und sehen daher entsprechend gut aus. Wie es sein soll, geben sie Hinweise auf die Handlung, verraten sie aber nicht.

Bonusmaterial gibt es ansonsten nicht, bis auf eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und ein Nachwort, welches kurz auf alte und neue Inkarnationen des Daredevil eingeht.


Fazit

Daredevil – Endspiel ist der sehr gute Abschluss einer Phase in Matt Murdocks Leben. Spannend und actionreich lassen Mark Waid und Chris Samnee Daredevil sein Endspiel unterhaltsam hinter sich bringen. Auf jeden Fall ist dieser Band für jeden Leser eine Empfehlung wert.


Pro & Contra

+ Auftritt von Silver Surfer an sich
+ Daredevils Reise nach Kentucky
+ optimistischer Grundton

- der Silver Surfer-Teil wirkt eingeschoben

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Daredevil:

Rezension zu Daredevil – Das Ende aller Tage
Rezension zu Daredevil – Auferstehung
Rezension zu Daredevil - Der Mann ohne Furcht
Rezension zu Daredevil – In den Armen des Teufels
Rezension zu Daredevil – Megaband 2

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 15. Juni 2016
 

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