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Die 7 Sünden (James Patterson)
Geschrieben von Patricia
Donnerstag, der 10. September 2009

Verlag: Limes, Juli 2009
Übersetzt von Leo Strohm
HC, 384 Seiten, € 19,95
ISBN: 978- 3809025504

Genre: Thriller


Klappentext

Zunächst glaubt die Polizei an eine Entführung. Michael Campion, der einzige Sohn des ehemaligen Gouverneurs von Kalifornien, ist spurlos verschwunden. Das ist jetzt drei Monate her, und seither gab es weder eine Lösegeldforderung noch ein Lebenszeichen von dem herzkranken 19-Jährigen. Bis ein anonymer Anruf die Polizei aufschreckt: Michael soll am Tag seines Verschwindens die Prostituierte Junie Moon aufgesucht haben. Detective Lindsay Boxer und ihr Partner Richard Cronklin verhören die junge Frau, und sie gesteht, ihn getötet zu haben. Doch es gibt keinerlei Beweisspuren in Junies Wohnung. Trotzdem wird Junie angeklagt, doch das könnte der größte Fehler in Yuki Castellanos Karriere gewesen sein.
Noch während Lindsay Boxer vom San Francisco Police Department hofft, diesen sensationellen Fall endlich abgeschlossen zu haben, überschlagen sich die Ereignisse: In der Stadt brennen Häuser, ihre Besitzer sterben qualvoll in den Flammen. Ein schreckliches Einbrecherduo schwelgt in seinen Untaten – und glaubt sich unantastbar …

LESEPROBE


Der Autor

James Patterson, geboren 1949, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Inzwischen feiert er auch mit seiner neuen packenden Thrillerserie um Inspector Lindsay Boxer und den „Women’s Murder Club“ internationale Bestsellererfolge. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester, N.Y.


Rezension

In gewohnt kurzen Sätzen und Kapiteln ist man von Anfang an mitten in der Geschichte. Patterson erzählt schnörkellos und ohne unnötige Beschreibungen, er kommt direkt auf den Punkt und in seinem Stil befindet sich nichts Überflüssiges. Im nunmehr siebten Fall des Women’s Murder Club müssen sich Lindsay, Yuki, Cindy und Claire zum einem mit furchtbaren Wohnungsbränden, bei denen jedes Mal ein Ehepaar qualvoll stirbt, und zum anderen mit dem Verschwinden von Michael Campion auseinandersetzen. In gewohnter Manier treffen sie sich regelmäßig und tauschen ihre Ergebnisse aus. Dabei wird natürlich auch so mancher Margarita gestemmt und es wird auch nicht nur über die Arbeit geredet.

Lindsay lebt nun mit Joe zusammen, Claire ist hochschwanger und Yuki trifft einen Journalisten, der ein Buch über ihren Fall mit Michael Campion schreiben will. Allerdings wird aus dem anfangs netten Traumprinzen schon bald der pure Alptraum. Nur Cindy bleibt diesmal ein bisschen im Hintergrund, in ihrem Privatleben gibt es nichts Neues.

Die Geschichte ist spannend und durch die Knappheit und Schnörkellosigkeit fliegen die Seiten nur so dahin. Das meiste wird in der Ich-Perspektive von Lindsay Boxer erzählt, aber es gibt auch immer wieder Kapitel, die von den anderen drei Ladys erzählt werden, allerdings in der gewohnten dritten Form. Und auch die beiden Brandstifter, Hawk und Pidge, kommen in einigen Kapiteln zu Wort, selbst die Empfindungen ihrer Opfer schildert Patterson. Die Aufklärung der Fälle ist schlüssig und nachvollziehbar. Obwohl Patterson ansonsten Unnützes vermeidet, lässt er seine Ermittler doch durch nicht zusammenhängende, aber ähnliche Fälle manchmal in die Irre laufen. Das Ende allerdings ist haarsträubend und erinnert an einen Actionfilm, in dem nochmal möglichst viel in die Luft fliegen muss. Auch Yuki, die unter dem Alptraumjournalisten leidet, begeht einen eklatanten Fehler, der überhaupt nicht zu ihrem ansonsten messerscharfen Verstand passt.

Ein großer Teil des Buches spielt im Gerichtssaal, Yuki hat den Fall Junie Moon übernommen, die erst gesteht, mit Michael Campions Tod in Verbindung zu stehen, dann aber alles widerruft. Trotzdem will die Staatsanwaltschaft Junie Moon verklagen, ohne allerdings eine Leiche zu finden. Dafür findet Junie aber eine Spitzenanwältin. Trotz zweier ausführlicher Eröffnungs- und Schlussplädoyers wird es durch Pattersons bestechenden Erzählstil nicht langweilig.

So schön die Schnörkellosigkeit aber auch bei den Ermittlungen und Gerichtsszenen ist, so vermisst man doch einiges bei den Personen. Hier hätte Patterson durchaus etwas ausführlicher werden können. Die Frauen sind dem Leser mittlerweile ans Herz gewachsen, und mit jedem Buch wächst die Neugier über ihr Privatleben. Es wird zwar schon einiges über ihre Gefühle und Gedanken erzählt, aber ein paar zwischenmenschliche Episoden hätten zur Auflockerung beigetragen. Serienleser mögen ihre Protagonisten, sie werden Freunde, die man sich zu einem gemütlichen Plausch auf das heimische Sofa einlädt.

Zum Schluss gelingt es Patterson sehr überzeugend, den Leser noch einmal zu überraschen. Mit einer nicht vorhersehbaren Wendung gerät man ins Staunen und wundert sich, wieso man das vorher nicht schon geahnt hat.

Auch wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat, so kann man diesem Buch sehr gut folgen. Relevantes wird kurz erzählt, Vorkenntnisse sind nicht vonnöten, den Lesespaß trübt es nicht.

Stilvoll ist auch wieder das Cover, die hervorgehobene Zahl und der ansonsten recht leere, aber edle schwarze Schutzumschlag. Die Gestaltung ist wie die Geschichte – schnörkellos, aber aussagekräftig. Besonders prägnant ist auch die Tatsache, dass die Reihenfolge dieser Serie schon im Titel erkennbar ist –, sehr lobenswert.


Fazit

Auch im siebten Fall verliert Patterson nichts von seiner Erzählkunst. Oder liegt es vielleicht auch an der neuen Co-Autorin, Maxine Paetro, dass die Ideen nicht ausgehen und wir uns hoffentlich noch auf viele Fälle mit dem Women’s Murder Club freuen können? Die Fälle sind schlüssig und spannend, wenn die Auflösung auch etwas haarsträubend ist. Und die vier Ladys sind gewohnt liebenswert, humorvoll, sarkastisch und in ihre Fälle verbissen.


Pro und Contra

+ ständige Perspektivenwechsel
+ bekannte Charaktere
+ fesselnder / kurzer, knapper Erzählstil
+ überraschende Wendungen

- Schluss haarsträubend
- das Verhalten manchmal unglaubwürdig
- zu wenig Persönliches / teilweise fehlende Emotionen

Wertung:

Handlung:4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 11. September 2009
 

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