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Vanilla Fiction Band 2 (Megumi Osuga)
Geschrieben von Judith
Freitag, der 10. April 2015

vanilla fiction2

Egmont Manga (März 2015)
Originaltitel: Vanilla Fiction
Taschenbuch, 194 Seiten, 7,50 EUR
ISBN: 978-3770483532

Genre: Mystery / Horror / Thriller


Klappentext

Das Sugoroku-Spiel ist ein Wettkampf auf Leben und Tod. Nur wenn es dem Schriftsteller Shinobu Sato gelingt, rechtzeitig mit dem geheimnisvollen Mädchen Elie auf der Insel Hajirojima Kekse zu essen, soll er seine Haut retten können. Sato beschließt, keine Zeit zu verlieren und unverzüglich zu besagter Insel aufzubrechen. Doch ein zweites Team ist ihm bereits dicht auf den Fersen …


Rezension

Shinobu feierte als Schriftsteller große Erfolge mit seinen verstörenden und pessimistischen Geschichten. Er hat das Talent, sich für jede Figur ein furchtbares Ende ausdenken zu können. Das klappt auch bei echten Menschen, wenn er genug über die Person weiß. Shinobu kann einfach nicht anders, er muss das Schlechteste annehmen. Als er dem mysteriösen Mädchen Elie begegnet, verwandelt sich sein Leben in einen Alptraum: Er wird in einen Mord verstrickt und mehrmals angegriffen. Ein Mann namens Osamu Dazai offenbart Shinobu schließlich, dass er nun Teil eines Spiels ist und dieses nur gewinnen kann, indem er mit Elie auf der Insel Hajirojima Kekse isst. Tut er das nicht, stirbt er! Das will Shinobu nicht riskieren, denn auch wenn er ein depressiver Nörgler ist, hängt er am Leben. Und so chartert er kurzerhand einen Hubschrauber, um zu besagter Insel zu fliegen. Dort erwartet ihn allerdings ein gegnerisches Team …

Im ersten Band von „Vanilla Fiction“ sollte Shinobu noch mit Elies Hilfe die Welt retten – ein Szenario wie aus einem seiner Romane. Dass er dafür jedoch einfach nur mit dem Mädchen auf einer Insel Kekse essen muss, überrascht Shinobu. So skurril das Ganze klingt, er glaubt daran, dass sein Leben davon abhängt und will es schnell hinter sich bringen. Anfangs war ihm Elie noch vollkommen egal, doch inzwischen entwickelt er ihr gegenüber einen Beschützerinstinkt. Es berührt ihn, dass Elie von seinen Vorgänger misshandelt wurde und dass sie nachts weint. Trotz seiner mürrischen Art ist Shinobu der erste, der sich um Elie bemüht und so ihr Herz gewinnt. Das Mädchen ist für seine Fürsorge sehr dankbar und will ihn bei dem seltsamen Spiel so gut unterstützen wie sie kann.

Da wartet auch schon die nächste Überraschung auf Shinobu: Er hat einen Gegner, der bereits seine Lakaien auf ihn und Elie angesetzt hat. Zudem steht seinem geheimnisvollen Konkurrenten ebenfalls ein seltsamer Mann mit übernatürlichen Fähigkeiten zur Seite, ähnlich wie Dazai. Im Gegensatz zu letzterem tut derjenige jedoch alles, um seinen Spieler zu unterstützen. Dazai dagegen ist es gleich, ob Shinobu gewinnt oder verliert, ihm kommt es allein auf seinen Spaß an. Zum Ende des zweiten Bandes hin zeigt sich jedoch, dass hinter Dazais egoistischem und vergnügungssüchtigem Verhalten eine tiefe Verunsicherung steckt. Auch erfährt man etwas mehr über Dazais Herkunft: Angeblich ist er einfach so entstanden, genauso wie der Mentor von Shinobus Gegner. Ob wirklich Gott etwas damit zu tun hat, bleibt offen.

Die Story fokussiert sich nun gänzlich auf das merkwürdige Spiel, in dessen Mittelpunkt Elie steht. Shinobus Gegner versucht immer wieder, das Mädchen in seine Gewalt zu bekommen. Dabei wird klar, dass er sich über Shinobu genau informiert hat und weiß, dass der Schriftsteller sich anhand von Informationen über sein Gegenüber ein böses Ende für dieses ausdenken kann. Auf den letzten Seiten bekommt man den ominösen Gegenspieler schließlich zu Gesicht und so viel sei gesagt: Es handelt sich um einen ziemlich fiesen Kerl mit einer scheinbar perfekten Fassade. Spannung für den dritten Band wäre damit garantiert, auch wenn die Story nach wie vor recht unübersichtlich ist.   

Auch der zweite Band von „Vanilla Fiction“ wartet mit detailreichen Hintergründen auf, insbesondere die Vegetation der Insel wurde schön gezeichnet. Der Panelaufbau passt sich an die Dramatik der Geschichte an: In ruhigen und dialogreichen Szenen sind die Panels klar abgegrenzt und bei Kampfszenen wird das Schema gekonnt aufgebrochen. Der Stil bleibt düster und auch wenn insgesamt etwas weniger Blut als im ersten Band fließt, ist der Manga weiterhin ab 16 zu empfehlen.


Fazit

Der zweite Band von „Vanilla Fiction“ offenbart die Inhalte des mysteriösen Spiels, in dessen Mittelpunkt das verstörte Mädchen Elie steht. Shinobu bekommt einen fiesen Gegner präsentiert und muss herbe Rückschläge verkraften. Die Grundidee ist nach wie vor unheimlich interessant, allerdings ist die Story auch etwas verwirrend. In punkto Spannung und Dramatik macht „Vanilla Fiction“ jedoch alles richtig.


Pro & Contra

+ überraschende Wendungen
+ Shinobu geht fürsorglicher mit Elie um
+ der geheimnisvolle Konkurrent
+ dramatische Entwicklungen
+ skurrile und spannende Grundidee
+ finstere Zeichnungen / gute Hintergründe

- Story teilweise unübersichtlich

Wertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Vanilla Fiction" (Band 1)

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 10. April 2015
 

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