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Mann ohne Liebe (Kano Miyamoto)
Geschrieben von Katja
Samstag, der 18. Juli 2015

Carlsen (März 2015)
ca. 180 Seiten, 6,95 EUR
ISBN: 978-3-551-74167-7

Genre: Shonen-Ai


Klappentext

„Männer haben mich genug verletzt!“ Das Trauma, wieder einmal von seinem Partner verlassen worden zu sein, lässt Sahara sein Herz fest vor neuen Romanzen verschließen. Der einzige, der es schafft, sich ihm zu nähern, ist der junge Designer Seto. Auch wenn er eigentlich hetero ist, entdeckt er seine tiefen Gefühle für Sahara und wagt es, sie ihm zu gestehen … wird Saharas Herz schmelzen?


Rezension

Sahara hat gerade eine miese Beziehung hinter sich. Er hatte sich auf einen Hetero-Mann eingelassen und wurde prompt von ihm - für eine Frau - verlassen. Für ihn ist klar, nie wieder eine Beziehung mit einem Hetero! Sein Vorhaben wird umso schwieriger, als er mit dem ungestümen Seto zusammenarbeiten muss. Obwohl dieser ganz offensichtlich auf Frauen steht, versucht er immer wieder, mit Sahara auszugehen. Sahara weist ihn zurück und wird dabei auch sehr deutlich in seinem Desinteresse. Doch davon lässt sich Seto nicht abschrecken. Er bleibt hartnäckig und beteuert seine Gefühle. Aber meint er das auch wirklich alles ernst? Hat diese Beziehung eine Zukunft? Oder wurde Sahara bereits zu sehr verletzt, um sich darauf einzulassen?

Am Ende gibt es noch eine Kurzgeschichte über einen jungen Mann, der einen scheinbar Obdachlosen aufliest. In Wahrheit ist dieser jedoch nur betrunken und deshalb genau vor seinem Haus zusammengebrochen, weil er ihn schon oft aus der Ferne beobachtet hatte. Er wollte seinen heimlichen Schwarm endlich besser kennen lernen und herausfinden, warum dieser seit einiger Zeit so zurückgezogen ist?

„Mann ohne Liebe“ ist seit langem mal wieder ein Shonen-Ai, der sich mit der Grundproblematik befasst. Die Probleme, die Sahara zu bewältigen hat, wären auf ein „normales“ Paar nicht anwendbar. Auch für Seto wären seine Gefühle nicht so widersprüchlich, hätte er sich in eine Frau verliebt. Es wird deutlich, wie schwierig es ist, nur allein auf sein Herz zu vertrauen. Es ist schön, wenn man sich verliebt, aber kann man diesen Gefühlen alleine vertrauen? Es ist verständlich, dass man dabei unsicher wird.

Ein paar der Missverständnisse wirken jedoch etwas unglaubwürdig, da sich Seto teilweise doch sehr widersprüchlich ausdrückt. Er könnte Sahara beispielsweise helfen, indem er klipp und klar sagt, worauf er hinaus will. Aber ihn immer wieder auf einen Drink einzuladen, dabei aber quasi im selben Atemzug zu beteuern, dass er auf Frauen steht … klar, dass Sahara hier zögert. Sahara ist hingegen schon verständlicher. Er wurde schwer verletzt und zieht einen sinnvollen Schluss daraus. Natürlich ist es besser sich einen Partner zu suchen, der bereits fest dazu steht, dass er an Männern interessiert ist. Trotzdem ist das allein keine Erklärung dafür, dass er dann auch mit Gleichgesinnten keine Beziehung aufbauen kann. So wirkt doch alles teilweise etwas bemüht.

Die Charaktere in der Kurzgeschichte am Ende überzeugen fast besser als die der Hauptstory. Zwar sollte man denken, man regt sich etwas mehr auf, wenn man erfährt, man wurde schon seit einer Ewigkeit immer durchs Fenster beobachtet. Aber es ist sehr realistisch wie sich der Beobachter stückchenweise verliebt hat. Und es ist sehr rührend wie er die Veränderungen bemerkt hat.

Der Manga wird von einfach gehaltenen, aber sehr sauberen Zeichnungen unterstützt. Die Charaktere haben ihren eigenen Stil erhalten, die Nebencharaktere wurden allerdings etwas vernachlässigt. Besonders die Gesichtsausdrücke sind sehr einfach gehalten, auch wenn die unterschiedlichen Emotionen darauf zu erkennen sind. Der Stil ist mehr funktional als schön.


Fazit

„Mann ohne Liebe“ ist ein schöner Shonen-Ai, der sich endlich wieder auf die Grundproblematik einer Männerbeziehung konzentriert. Nicht alle Probleme mögen nachvollziehbar sein, aber im Großen und Ganzen bietet Kano Miyamoto eine gute Geschichte.


Pro & Contra

+ Grundproblematik des Shonen-Ai
+ saubere Zeichnungen
+ nachvollziehbare Extrastory

- konstruierte Missverständnisse
- einfache Zeichnungen
- vernachlässigte Nebencharaktere

Bewertung

Handlung: 3/5
Charaktere: 2,5/5
Zeichnungen: 2,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5


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Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 05. Januar 2016
 

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