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Batman Bd.4: Jahr Null – Die geheime Stadt (Scott Snyder, Greg Capullo u.a.)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 26. August 2015

Verlag: Panini; (Juli 2015)
Softcover: 180 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3957984647

Genre: Superhelden


Klappentext

Die Legende beginnt

Als Kind musste Bruce Wayne mit ansehen, wie seine Eltern von einem Straßenräuber erschossen wurden, und er schwor, sein Leben dem Kampf gegen das Verbrechen zu widmen. Nachdem er die ganze Welt bereiste, um sich auf seinen Kreuzzug vorzubereiten, kehrt Bruce Wayne nun nach Gotham zurück und stellt sich der gefährlichen Red-Hood-Gang gegen die selbst die Polizei machtlos ist.
Die folgende Schlacht wird zur Geburtsstunde von Batman, der ebenso strahlenden wie düsteren Legende von Gotham...
Der Werdegang von Bruce Wayne zum Dunklen Ritter, neu erzählt von Bestseller-Autor Scott Snyder (AMERICAN VAMPIRE) und dem gefeierten Top-Zeichner Greg Capullo (SPAWN).


Rezension

Bruce Wayne ist nach Gotham zurückgekehrt und praktisch sofort kann er seinen Plan, der Stadt zu helfen in die Tat umsetzen. Gotham City ist fest im Griff der Red-Hood-Gang, deren Anführer einen ganz perfiden Plan verfolgt. Um seine Mitglieder zu sammeln, sucht er nicht etwa Verbrecher, die bereitwillig mitarbeiten würden, aber einen Teil der Beute haben wollen, sondern er erpresst zum Großteil normale Bürger, ihm zu helfen. Dadurch wird es schwer die Bande zu fassen und es macht die Sache für Bruce Wayne gefährlicher. Für diesen ergibt sich auch noch eine weitere Front, als er beschließt das Familienunternehmen selbst zu leiten. Philip Kane, Bruces Onkel, und sein Berater Edward Nigma sind nicht unbedingt davon begeistert. Die Situation für Bruce Wayne spitzt sich zu.

Ende der 80er Jahre erzählte Frank Miller das erste Jahr des Dunklen Ritters. Scott Snyder und Greg Capullo folgen nun dieser Tradition und erzählen ihre Version von Batmans Anfängen in der Reihe Jahr Null. Hier ist Batman eben nicht der große Verbrechensbekämpfer, sondern ein Lehrling, der so einiges einstecken muss. Dafür hat sich Scott Snyder viel einfallen lassen. Vor allem beginnt Bruce seinen Weg nicht bereits als Batman, sondern versteckt sich hinter Masken und Verkleidungen, um Verbrecher aufzuhalten. Ebenso ist nicht Wayne Manor der Ausgangspunkt seiner Unternehmungen. Alfred und Bruce Wayne arbeiten von einer Wohnung in der Crime Alley aus. Ein Umstand, der viel über Bruce Wayne Inneres und seine Motivation aussagt. Generell setzt sich Scott Snyder viel mit Batmans Psyche auseinander und zeigt in Rückblenden, wieso Bruce Wayne der ist, der er ist. Er schreibt spannend und interessant und vergisst zu keinem Zeitpunkt seinen Charakteren etwas Tiefe zu verleihen, so dass aus Jahr Null – Die geheime Stadt kein einfaches Actionabenteuer wird, sondern eine interessante Geschichte aus den Anfängen des Dunklen Ritters. Dazu bedient er sich eines interessanten Gegners, Red Hood. In Snyders Sicht wird er zu einem wirklich furchteinflößenden Verbrecher ohne Skrupel. Wie er zu besiegen ist, ist zunächst unklar. Aber er ist zu keinem Zeitpunkt übermächtig, auch wenn Bruce Wayne erst zu Batman werden muss, um ihn zu besiegen. Der Moment als dies geschieht, gelingt Scott Snyder perfekt. Die Beweggründe sind nachvollziehbar und somit steht Batman auf einem soliden Fundament. Die Einführung des Riddlers als Edward Nigma ist ein weiteres Glanzstück von Scott Snyder. Mit ihm wartet am Ende bereits, der erste richtige Superschurke auf Bruce Wayne alias Batman.
Nicht zu vergessen sind aber auch die Nebencharaktere, wie Lieutenant Gordon, Alfred und auch der Pinguin, der einen Gastauftritt absolviert. Im Gespräch mit Gordon gelingt Snyder eine der besten Dialogszenen, die fast vor Spannung birst, weil sich der Leser unweigerlich fragen muss, wieviel Gordon bereits weiß und ob Bruce Waynes Plan bereits zu Beginn von ihm durchschaut wurde. Die Gespräche zwischen Alfred und Bruce Wayne sind dazu zwar ernst, aber immer mit viel schwarzen Humor, Ironie und Sarkasmus gekennzeichnet, zeigen aber gleichzeitig die Wertschätzung die Beide füreinander empfinden. Ohne diese Szenen, in denen sich der Butler und Bruce Wayne Wortgefechte liefern, wäre Jahr Null nur halb so lesenswert und auch nur halb so interessant, offenbaren gerade sie wichtige Dinge über die Charaktere.

Eine gute Geschichte, die Jahr Null definitiv ist, braucht auch gute Zeichnungen. Greg Capullo ist für sie verantwortlich und setzt Scott Snyders Geschichte in entsprechenden Bildern um. Ganz der Düsternis der Erzählung verpflichtet, sind auch die Zeichnungen recht dunkel gehalten. Vor allem gelingt es Capullo aber seine Zeichnungen der Geschichte anzupassen und das ein oder andere spektakuläre Panel zu kreieren. Es gibt Zitate und Verbindungen zu früheren Comics und allein das Aufeinandertreffen zwischen Bruce Wayne und Edward Nigma wird denkwürdig inszeniert. Generell setzt er den zukünftigen Riddler perfekt in Szene und spiegelt seine Psyche in seiner Umgebung.


Fazit

Batman: Jahr Null – Die geheime Stadt ist eine der besten Batman-Geschichten der letzten Zeit. Scott Snyder und Greg Capullo präsentieren einen Dunklen Ritter, der Fehler macht und noch viel lernen muss. Für Neu- und Altleser ein Vergnügen zu lesen.


Pro & Contra

+ Struktur der Red Hood Gang
+ Edward Nigma wird brillant dargestellt
+ Greg Capullos Zeichnungen

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln der Reihe Batman:

Rezension zu Batman Bd.3 – Der Tod der Familie
Rezension zu Batman Bd.5 - Jahr Null: Die dunkle Stadt
Rezension zu Batman Bd.6 – Im Bann des Todes
Rezension zu Batman Bd.7 – Todesspiel
Rezension zu Batman Bd.8 – Superschwer
Rezension zu Batman Bd.9 – Die Rückkehr


Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. September 2017
 

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