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Hellboy Bd.13 – Abstieg zur Hölle (Mike Mignola)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 18. September 2015

Verlag: Cross Cult; (August 2014)
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten; 22 €
ISBN-13: 978-3864253973

Genre: Grusel/ Horror/ Fantasy


Klappentext

Nachdem Hellboy die Welt gerettet hat, indem er sich selbst opferte, kehrt er an den Ort seiner Herkunft zurück – die Hölle. Doch diese ist verlassen, alle Fürsten, Generäle und Herzöge sind vor seiner Ankunft geflüchtet. Auf Hellboy wartet die Herrschaft über die Unterwelt und eine Armee, der nur er allein Leben einhauchen kann und die imstande ist, die Mauern zwischen Himmel und Hölle einzureißen. Mit großer Ungeduld erwartet ihn seine Familie, und so erfährt der Teufelskerl schließlich auch, wie er zu seiner Steinfaust kam...

Mike Mignola führt in diesem Band viele lose Enden aus den letzten 20 Jahren zusammen und liefert gleichzeitig einen seiner intimsten HELLBOY-Comics ab. ABSTIEG ZUR HÖLLE ist vollgestopft mit mythologischen und literarischen Anspielungen, etwas auf Dantes GÖTTLICHE KOMÖDIE, Miltons PARADISE LOST oder Dickens` WEIHNACHTSGESCHICHTE.


Rezension

Hellboy ist im Kampf gefallen und an den Ort zurückgekehrt, von dem er stammt: der Hölle. Es ist ein seltsamer Ort, an dem er sich befindet. Und zunächst treibt er mehr oder weniger durch diese für ihn unbekannte Welt, nur ein Fremder gibt ihm etwas Anleitung. Hinter einer Maske verborgen hilft er Hellboy und erklärt gegenüber der Baba Yaga sogar, dass er einen Teil seiner Last schultern will. So streifen sie zunächst durch die Hölle und machen recht merkwürdige Erfahrungen, unter anderem begegnet Hellboy einem Puppentheater, das Dickens´ Weihnachtgeschichte aufführt und ihn direkt anspricht. Im weiteren Verlauf trifft Hellboy auf seine Brüder und auf einen Mann, der einst seine Seele an einen Teufel verkaufte.

Hellboy – Abstieg zur Hölle markiert in mehrfacher Weise einen Neuanfang für Hellboy. Nicht nur muss er seine Abenteuer in einer völlig neuen und gefährlichen Umgebung bestreiten, sondern Mike Mignola ist ebenso an Bleistift und Tusche zurückgekehrt. Mehrere Jahre war er für Hellboy nicht am Zeichentisch, sondern überließ Duncan Fregedo die Verantwortung für die visuelle Gestaltung der Hellboy-Comics.

Die Geschichte des Bandes wirkt auf den ersten Blick zerrissen, als ob Mike Mignola genau wie Hellboy nicht wüsste, wo er hin will. Hellboy treibt durch die Hölle und so scheint es auch mit dem Inhalt zu sein. Ein genauerer Blick zeigt aber ein anderes Bild. Mignola führt manch offene Handlungsfäden zusammen und spricht seine Themen nur indirekt an. Nebencharaktere sprechen häufig wichtige Gedanken aus. Sir Edward Grey ist hier besonders wichtig, genau wie ein ganz besonderes Puppenspiel. In alldem kann viel entdeckt werden. Ein Großteil des Bandes soll dem Leser genau die gleiche Erfahrung geben wie Hellboy. Beide müssen sich zunächst in einer seltsamen Welt zurecht finden und so erhält Abstieg zur Hölle einen inhaltlichen Zusammenhang. Mike Mignola nutzt für seine Darstellung der Hölle viele literarische Zitate vor allem Dantes Göttliche Komödie und Miltons Paradise Lost sind auffällig als Inspirationen zu erkennen. Hellboy besucht unter anderem die Stadt Pandämonium und wie es aussieht, wird seine Version der Hölle die gleiche Funktion erfüllen wie die der Göttlichen Komödie. Durch all das wird Hellboys Ankunft etwas sperriger als gewohnt, ist aber trotzdem oder gerade deswegen ein einzigartiges Leseerlebnis.

Bei den Zeichnungen bleibt Mike Mignola seinem Stil treu. Wie gewohnt geht er meisterhaft mit Licht und Schatten um und braucht so nicht viele Striche, um alles perfekt einzufangen. Ein hoher Detailgrad ist bei ihm nicht erforderlich, auch ohne diesen erschafft er eine zur Hölle passende Atmosphäre. Diese ist bei ihm hauptsächlich groß und leer. Eine Leere in die mächtige Bauwerke einbrechen und so alles bestimmend werden und beeindrucken. Er hat nichts verlernt und zeigt erneut, wie gut er ist. Leider sind seine Zeichnungen in Farbe abgedruckt, was etwas ihre Wirkung schmälert, wenn man einmal seine Comics in Schwarz-Weiß gesehen hat. Allerdings muss Dave Stewart für seine Kolorierung gelobt werden. Einen Mike Mignola zu kolorieren, dürfte nicht einfach sein und er bewältigt seine Aufgabe mehr als nur gut.

Der Band ist randvoll mit Extras. Es gibt jede Menge Skizzen und Bleistiftzeichnungen Mignolas zu Statuen, Monstern und Städten und die Cover der ersten vier enthaltenen Hefte plus dem Alternativcover zu Heft 1.


Fazit

Abstieg zur Hölle schlägt ein neues Kapitel in Hellboys Leben auf. Etwas sperriger, aufgrund der verschiedenen Themen, ist der Band ein richtig guter Neuanfang für Hellboy. Dazu ist Mike Mignola zurück am Zeichentisch und zeigt, welch grandioser Zeichner er ist.


Pro & Contra

+ der Leser erfährt, woher Hellboy seine Steinhand hat
+ Hellboys Familie wird gezeigt
+ Kapitel 5 – Die drei goldenen Peitschen ist eine sehr gute Kurzgeschichte, die für sich stehen kann

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Mike Mignola:

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Rezension zu Hellboy Bd.2 - Der Teufel erwacht
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Rezension zu Hellboy Bd.4 - Sarg in Ketten
Rezension zu Hellboy Bd.5 - Die rechte Hand des Schicksals
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Rezension zu Hellboy Bd.11 – Der Krumme
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Rezension zu Hellboy Bd.15 – Die Todeskarte
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Rezension zu Hellboy Bd.17 – Hellboy und die B.U.A.P. 1954
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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 20. November 2019
 

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