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Alisik - Tod (Helge Vogt und Hubertus Rufledt)
Geschrieben von Judith
Mittwoch, der 23. September 2015

alisik tod

Carlsen (März 2015)
Softcover, 92 Seiten, 7,99 EUR
ISBN:  978-3-551-77029-5

Genre: Dark Romance / Mystery


Klappentext

Nachdem der Friedhof zerstört wurde, wollen Alisik und ihre Freunde zurück ins Totenreich. Doch Ruben möchte Alisik zurückgewinnen und folgt ihnen …


Rezension

Verzweifelt haben die Postmortalen gegen den Abriss ihres Friedhofs gekämpft, doch letztlich haben die Bagger ihr Heim zerstört. Alisik und ihre Freunde machen sich auf den Weg ins Totenreich, um endlich Antworten von Herrn Todt zu erhalten. Ruben hat währenddessen realisiert, dass Alisik tot ist – er hat sich in ein Geistermädchen verliebt! Trotzdem will er sie zurückgewinnen und folgt ihr gemeinsam mit Frings in die Welt der Toten. Doch gibt es wirklich eine Zukunft für die Liebe zwischen einem Lebenden und einer Toten? Und was führt eigentlich der Sichel-Michel im Schilde? Er hat die Postmortalen über ihr weiteres Schicksal offensichtlich belogen. Bei Herrn Todt kommt schließlich die erschütternde Wahrheit ans Licht …

Im letzten Band des romantischen Mystery-Comics „Alisik“ wird die Geschichte regelrecht auf den Kopf gestellt und den Leser erwarten einige unfassbare Überraschungen. Bisher glaubten die Postmortalen, dass ihr weiteres Schicksal im Leben nach dem Tod von den Taten, die sie im Leben begangen haben, abhängt. Und allesamt glaubten, dass ihre Vergehen so schlimm waren, dass man sie ins sogenannte Dunkelreich verbannen würde. Zumindest hat der Sichel-Michel erzählt, dass es nach dem Tod ein Licht- und ein Dunkelreich gäbe. Doch nun stellt sich heraus, dass der Sichel-Michel gar nicht der ist, der er zu sein vorgab. Zudem wird das Geheimnis um sie Seelenfresser gelüftet.  

Frings trifft auf dem zerstörten Friedhof nochmals auf Ruben und will ihm sagen, dass Alisik weg ist und ihn sehr geliebt hat. Kurzerhand schließt sich Ruben Frings an und betritt mit ihm gemeinsam das Totenreich, wo er plötzlich wieder sehen kann. Ruben ist fest entschlossen, Alisik zu finden und ihr seine Gefühle zu gestehen, auch wenn das bedeutet, dass er in der Welt der Toten bleiben muss. Leider bleibt die Liebesgeschichte zwischen Alisik und Ruben bei all den Verwicklungen wegen dem Sichel-Michel auf der Strecke. Ruben nimmt beispielsweise erstaunlich schnell hin, dass er in der Totenwelt sehen kann, und er zweifelt kein bisschen an seiner Entscheidung, seinem Geistermädchen zu folgen.

Das Ende kommt recht überstürzt, dürfte den Lesern aber trotzdem gefallen. Die Lösung ist rückblickend betrachtet die einzig Sinnvolle für einen romantischen Jugendcomic, auch wenn sie nicht besonders kreativ ist. Die Haupthandlung wird auch dieses Mal von kurzen Erzählungen aus der Vergangenheit der Postmortalen sowie kleinen Prosaeinschüben, die aus Alisiks Sicht geschrieben sind, sowie dem Regelwerk über den Umgang mit Toten unterbrochen. Nebenbei wird kurz gezeigt, was sich in der Welt der Sterblichen ereignet, während Alisik und ihre Freunde in der Totenwelt umherstreifen. Letztere ist eindrucksvoll gezeichnet und versprüht den gleichen morbiden Charme wie zuvor der Friedhof.

Überhaupt ist „Tod“ ebenso wie seine Vorgänger eine wahre Augenweide. Die Farbgestaltung, die von Blau-, Grün- und Brauntönen dominiert wird, ist extrem gelungen und die Bilder wirken oftmals unwirklich und verträumt. Besonders das Licht wirkt in diesem Comic sehr weich und intensiv. Einzig das Cover mit dem roten Hintergrund kann nicht mit den Vorgängern mithalten. Das Motiv an sich ist schön, aber im Hintergrund hätte man sich eher einen Blick in die Totenwelt gewünscht als dieses schlichte Rot.


Fazit

„Tod“ ist der dramatische Abschluss einer schwer romantischen Geschichte um das verstorbene Mädchen Alisik. Im Totenreich wird ein regelrechter Skandal aufgedeckt, während Ruben an seiner Liebe festhält und Alisik sogar bis in den Tod folgt. Leider kommt das Ende recht überstürzt und bei all den Verwicklungen bleibt wenig Zeit für die Liebesgeschichte. Trotzdem begeistert auch dieser letzte Band mit dem herrlich morbiden Charme, der die ganze Reihe auszeichnet.


Pro & Contra

+ Skandal um den Sichel-Michel
+ Ruben folgt Alisik bis in den Tod
+ Einblicke in die Vergangenheit der Postmortalen
+ unheimlich-schönes Totenreich
+ wunderschöne Zeichnungen
+ abwechslungsreiche Erzählweise

- Ende kommt recht überstürzt
- Liebesgeschichte bleibt etwas auf der Strecke

Wertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Alisik - Herbst" (Band 1)

Rezension zu "Alisik - Winter" (Band 2)

Rezension zu "Alisik - Frühling" (Band 3)

Interview mit Helge Vogt und Hubertus Rufledt (Juli 2013)

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 23. September 2015
 

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