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Die Chemie des Todes (Simon Beckett)
Geschrieben von Eva
Sonntag, der 04. Oktober 2009

Rowohlt (August 2007)
Taschenbuch
Seiten: 432, 9,90 EUR [D]
ISBN: 978-3-4992-4197-0

Genre: Thriller


Klappentext

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischer Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden …

„Die Chemie des Todes ist auf jeden Fall der beste Thriller, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen.“
(Tess Gerritsen)

„Ich fand die Chemie des Todes einfach überwältigend gut – und so wunderbar unheimlich.“
(Mo Hayder)


Rezension

Dr. David Hunter kehrt London den Rücken, nachdem seine Frau und seine Tochter bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen sind. Einst Koryphäe im Bereich der forensischen Anthropologie möchte er sein altes Leben vergessen und arbeitet von nun an in dem kleinen Dörfchen Manham als Landarzt. Drei Jahre nachdem er dem Stadtleben entflohen ist, entdecken zwei Jungen die verunstaltete Leiche einer ortsansässigen Autorin. Auf Drängen von Chief Inspector Mackenzie, der von der Vergangenheit des Arztes weiß, beschließt Hunter den Tatort zu untersuchen und die Leiche zu obduzieren. Dabei findet er heraus, dass das Opfer, 2-3 Tage bevor es starb, von seinem Peiniger gefoltert wurde. Kurz darauf verschwindet eine zweite Frau und von da an ist klar, dass der Mörder aus dem Dorf selbst stammen muss. Eine fieberhafte Suche beginnt, um die Entführte noch lebend zu finden.

Beckett schildert eindrucksvoll, was passiert, wenn ein kleines idyllisches Dörfchen plötzlich von einem Psychopaten in Angst und Schrecken versetzt wird. Jeder könnte der Mörder sein und so wächst das Misstrauen jedem Einzelnen gegenüber. Vor allem die Zugezogenen, wie Dr. Hunter selbst, werden als Erste verdächtigt. Angestachelt von Pfarrer Scarsdale, bilden die Bewohner eine Bürgerwehr, vor der sich jeder rechtfertigen muss. Schon kleine Streitigkeiten eskalieren und die gutbürgerliche Fassade Manhams beginnt zu bröckeln.

Wie der Buchtitel, Die Chemie des Todes, schon vermuten lässt, bezieht sich das Fachgebiet Hunters auf die chemischen Prozesse, die sich im Körper nach dem Tod abspielen. Simon Beckett hat sehr gut recherchiert und sich selbst die „Body Farm“ der University of Tenessee angesehen. Dort werden in freier Natur die Verwesungsstadien von Leichen studiert. Die Untersuchungen von Hunter sind somit auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft und sehr sachlich beschrieben. Während in vielen anderen Thrillern die Forensik genutzt wird, um bei den Lesern Ekel hervorzurufen, wird in Die Chemie des Todes ein guter Einblick in dieses Fachgebiet gewährt. Trotzdem sind die Beschreibungen der Verwesungsstadien - samt der zugehörigen Tierchen - nichts für zartbesaitete Seelen.

Der Roman erzeugt eine absolut spannende Atmosphäre. Der Autor schreibt in einer Rückschau in der Ich-Perspektive Hunters. Somit entwickelt man ein gutes Einfühlungsvermögen für die persönlichen Schicksalsschläge des Protagonisten. Der Leser wird auch gelegentlich auf Momente von Fehlentscheidungen hingewiesen, allerdings ohne deren Folgen abschätzen zu können. Hin und wieder wechselt Beckett die Schreibperspektive und zeigt das Geschehen aus den Augen der weiblichen Opfer. Deren psychischen und physischen Qualen wirken dadurch richtig grausam.

Alles in allem ist das Buch gut durchdacht und nachvollziehbar, bedient sich aber einiger Klischees, die allerdings nicht weiter störend sind. Einzig das Ende wirkt konstruiert und so ist man über die Wendungen zum Schluss nicht wirklich überrascht.


Fazit

Die Chemie des Todes, der erste Band der Dr. David Hunter-Reihe, ist ein absolut fesselnder Thriller mit interessanten Einblicken in die forensische Anthropologie und spannender Handlung. Es fällt schwer, ihn aus der Hand zu legen und macht Lust auf die zwei Folgebände.


Pro und Kontra

+ gut recherchierte Story
+ interessante Techniken der forensischen Anthropologie
+ spannende Geschichte ohne Längen
+ morbide Einblicke aus Sicht der Opfer

o nutzt teilweise Klischees
o nichts für Zartbesaitete

- konstruiertes Ende

Beurteilung:

Handlung 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Leichenblässe"

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 31. Oktober 2009
 

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