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Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Nightmaker (09.10.2015)
Geschrieben von Judith
Freitag, der 09. Oktober 2015

Interview mit Nightmaker

nightmaker fotoLiteratopia: Hallo, Nightmaker! Kürzlich ist dein Manga „Fading Colors“ bei Tokyopop erschienen. Kannst du für unsere Leser grob umreißen, was sie erwartet?

Nightmaker: Hallo, liebe Judith!  Ich bin leider ganz schlecht im Zusammenfassen von Stories, aber ich versuche es für euch. "Fading Colors" ist ein Mix aus flauschigen Catboys, hitzigen Situationen und etwas Erotik, gepaart mit einer speziellen Botschaft für die Leser. :)

Literatopia: Tavis und Alik sind zwei ziemlich unterschiedliche Charaktere. Was zeichnet sie jeweils aus? Und wer gefällt dir persönlich besser?

Nightmaker: Da die Leser die zwei Katzenjungs in einer eher außergewöhnlichen Situation kennenlernen, sieht man leider nur wenig von ihren wahren Charakterzügen.

Ich denke, bei Alik ist es noch am einfachsten, da er auch im Manga sehr emotional und aufbrausend rüberkommt. Obwohl Alik eher nicht so oft rot anlaufen würde im normalen Alltag. Tavis bringt den armen Jungen vollkommen aus der Fassung. *lacht*

fading colorsEinen Einblick in Tavis' wahren Charakter bekommt man wohl am besten im ersten Kapitel mit seinen Eltern. Für gewöhnlich ist Tavis relativ ruhig, allerdings ist er unglaublich neugierig und wissbegierig. Wenn er sich mal etwas in den Kopf gesetzt hat, lässt er meistens nicht locker.

Da ich, wie Tavis, auf Blondinen stehe, muss ich sagen, dass eher Alik mein Liebling ist.

Literatopia: Die Gesellschaft in „Fading Colors“ ist tief gespalten. Wessen Fell mehrere Farben hat, wird diskriminiert. Was war Dein Vorbild für diesen kritischen Weltentwurf?

Nightmaker: Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich ein "Vorbild" hatte, als mir diese Idee kam.

Natürlich war mir bewusst, dass man eine starke Verbindung zu Rassismus ziehen wird, aber ich habe die Story nicht mit dem Gedanken: "Ich möchte dieses Thema behandeln", geschrieben.

Literatopia: Was reizt Dich persönlich an Liebesgeschichten zwischen (jungen) Männern?  

Nightmaker: Ich denke, es liegt daran, dass man sich als Frau bei Shojo eher in das Mädchen hineinversetzt, bei Boys Love geht das nicht wirklich. Deswegen kann ich meiner Fantasie bei BL eher freien Lauf lassen.  Bei Boys Love ist für mich persönlich alles erlaubt, bei Shojo nicht so.

Kakaokarte1Literatopia: Warum eigentlich ausgerechnet Cat Boys? Was gefällt Dir an Mangafiguren mit Katzenohren?

Nightmaker: Die Idee irgendetwas mit Cat Boys zu machen, kam nicht von mir, sondern von meiner damaligen Redakteurin. Da ich selbst Katzen habe, habe ich mich natürlich sehr gefreut so eine Story entwickeln zu dürfen.

Literatopia: Woher stammt Dein Pseudonym „Nightmaker“?

Nightmaker: Das überlasse ich eurer Fantasie. ;)

Literatopia: Wie bist Du zum Mangazeichnen gekommen? Und wer oder was hat Deinen Zeichenstil inspiriert?

Nightmaker: Als ich 11 Jahre alt war, musste ich umziehen, was eine sehr schwere Zeit für mich war.
Zu dieser Zeit habe ich Mangas für mich entdeckt. Mangas haben mich unabhängig von meinen Problemen zum Lachen und Weinen gebracht, was mir damals sehr geholfen hat.

Seitdem hatte ich das Bedürfnis auch so etwas zu erschaffen, das anderen ihre Sorgen für kurze Zeit vergessen lässt und ihnen hilft. Mangazeichnen ist deswegen ein wichtiger Teil meines Lebens.

Was meinen Zeichenstil am meisten beeinflusst hat, waren japanische "Yu-gi-Oh" Fan-Doujinshis. :)

Literatopia: Wie gehst Du beim Erstellen einer Mangaseite vor? Und welche Zeichenmaterialien benutzt Du?

Nightmaker: Zuerst wird das ganze Kapitel auf Papier genamed (Names - ist der Japanische Ausdruck für das Storyboard). Danach scanne ich es ein, ziehe die einzelnen Seiten am Computer groß und arbeite es dort aus.  Wenn die Skizze steht, wird es ausgedruckt und mithilfe eines Leuchttisches auf gutes Papier getuscht.

Danach wird es eingescannt und mit Comicworks gerastert.

Step by step

Literatopia: Als Mangazeichner hat man es im deutschsprachigen Raum nicht besonders leicht. Wie hast Du es geschafft, Deine Story bei Tokyopop unterbringen zu können?

Nightmaker: Ich hatte nie vor bei Tokyopop einen Manga rauszubringen. Ich habe eine alte Bewerbung hingeschickt um Feedback zu bekommen, weil ich mich verbessern wollte.
Ich war sehr überrascht, als meine damalige Redakteurin mich anschrieb und fragte, ob ich nicht einen BL-Manga zeichnen möchte.

Illu3Ohne sie wäre „Fading Colors“ wohl nie entstanden. :)

Literatopia: Welche Manga liest Du persönlich gerne? Und greifst Du auch hin und wieder zu einem Roman?

Nightmaker: Ich lese sehr viele Mangas - sollte man als Mangazeichner auch. *lacht*
Meistens lese ich Boys Love, um mich zu entspannen; ich greife aber auch manchmal zu Shojo und Shonen. Die Stories, die mich länger faszinieren, sind allerdings Shonen Mangas.

Ich bin ein großer Fan von „Deadman Wonderland“, „Yu-gi-Oh“,  „Tsubasa Reservoir Chronicle“, „No6“, (- obwohl das eher ein Mix aus Shonen und BL ist ) „König der Dornen“, etc... ich könnte wirklich sehr lange so weiter machen.  *lacht*

Romane lese ich eher weniger, da sie mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Ich höre mir aber gerne Hörbücher beim Zeichnen an.  Bei „Fading Colors“ habe ich „Game of Thrones“ gehört. :)

Literatopia: Kürzlich hast Du eine Originalzeichnung (unten rechts) von Dir versteigert, um Flüchtlingen zu helfen. Wie kam die Aktion an?

Nightmaker: Ich habe von einer Freundin, die bei Carlsen arbeitet, gehört, dass Carlsen eine Aktion macht, bei der sie ihre Mitarbeiter Geld sammeln lassen und es dann am Ende verdoppeln. Ich war so beeindruckt, dass ich mir dachte, ich möchte auch gerne ein bisschen helfen. :)

spendenprojekt1Literatopia: Du warst dieses Jahr mit "Fading Colors" auf der Connichi. Wie hast Du die Convention erlebt? Und wie kam "Fading Colors" bei den Fans an?

Nightmaker: Da ich dieses Mal keinen eigenen Stand hatte, war die Convention sehr entspannend.  
Ich hab auf der Connichi dieses Jahr auch zum ersten Mal einen Alik Cosplayer (@MettoCosplay - Facebook) gesehen. Leider noch ohne Tavis *lacht* Das war wirklich sehr aufregend.

Also bei den Fans kam „Fading Colors“(denk ich mal) ganz gut an, auch wenn auf der Connichi eher das Augenmerk auf der wundervollen Takarai Rihito lag. :)

Literatopia: Bleibt „Fading Colors“ ein Einzelband oder geht es irgendwann weiter? Das Ende war ja relativ offen …

Nightmaker: Es besteht die Möglichkeit einer Fortsetzung, aber sicher ist es leider noch nicht. :')
Einfach das Beste hoffen.

Literatopia: Herzlichen Dank für das Interview!

Nightmaker: Ich muss mich bedanken!

 

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Autorenfoto und Bildmaterial: Copyright by Nightmaker


Dieses Interview wurde von Judith Madera für Literatopia.de geführt. Alle Rechte vorbehalten.

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 09. Oktober 2015
 

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