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Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

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Nighthunter (Jordan Dane)
Geschrieben von Angelika
Montag, der 12. Oktober 2009

Blanvalet (August 09)
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-37098-6

€ 7,95 [D] | € 8,20 [A]

Genre: Thriller


Klappentext

Wer auch immer den Toten in der Kapelle aufhängte, er wollte ein Zeichen setzen. Beherzt folgt Detective Raven Montgomery den ersten Spuren – zu einem Mann, dessen Vergangenheit so undurchdringlich ist wie ein Schatten in der Nacht: Christian Delacorte. Raven ist Fasziniert, aber vorsichtig, denn sie ahnt, wie schnell Christians Alpträume zu ihren eigenen werden können.


Rezension

Schon im Februar wusste Jordan Dane mit ihrem Debüt "Shadowkiller" zu überzeugen. Mit feinsinnigen Emotionen geschmückt erzählte sie eine Geschichte über Menschenhandel, Liebe und Vergeltung. Wer sich damals begeistern ließ, dessen Herz wird nun auch angesichts der Neuerscheinung höher schlagen. Ob „Nighthunter“ sich jedoch ebenso zu beweisen versteht, bleibt, trotz aller Stärken, die dieses Buch zweifelsfrei vorweisen kann, eine schwer zu beantwortende Frage.

Denn wo "Shadowkiller" aufgehört hat ...

Christian Delacortes Vergangenheit ist wie ein Buch mit sieben Siegeln. Alles und nichts scheint zusammenzupassen, doch der gutaussehende Mann hat gelernt, mit sich und seinem brodelnden Hass auf die Polizei, die er für den Tod seiner Familie verantwortlich macht, zu leben. Den Dämonen seiner Träume trotzend glaubt er, ihn irgendwann ignorieren zu können, bis eines Tages Detective Raven Mackenzie (nicht Montgomery wie im Klappentext angegeben) vor ihm steht. Mit ihr beginnt eine gefährliche Hatz nach der Wahrheit und einem Verrückten, der blutige Spuren hinterlässt ...

... fängt „Nighthunter“ längst nicht an.

Nach ihrem ersten Erfolg entschloss sich Jordan Dane scheinbar an dem Genre Thriller festzuhalten. Eine Entscheidung, die man als Leser - sobald man ihr zweites Werk gelesen hat - nur zwiespältig nachvollziehen und billigen kann. Bietet „Shadowkiller“ im Verhältnis zu manch anderen Thriller lediglich einen hohen Anteil an Liebesroman, so wirkt nun „Nighthunter“ davon überschwämmt. Spannung fehlt anfangs völlig und schnell findet man sich in einem großen Familien-Drama-Epos wieder, der zwar teilweise auch packend sein kann, jedoch gerade anfangs schwerfällig wirkt. Und dieser Umstand lässt vorläufig pure Langeweile entstehen. Seite um Seite hangelt sich der geneigte Leser mit den eher typisch-wunderschönen Helden durch die Ereignisse. Verdächtigungen werden gefasst, Beweismittel gesucht, langatmige Ermittlungen eingeleitet, bis schließlich die richtige Tür nicht nur gefunden, sondern prompt eingetreten wird.

Jordan Dane lenkt den Fokus hierbei immer wieder auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten. Mit viel Kitsch, einer guten Portion Witz und auch Liebe schmückt die Autorin diese aus und malt damit ein interessantes Bild über Freundschaft und Vertrauen. – Wider der Einsamkeit.
Durchaus lesenswert, durchaus auch immer wieder fesselnd, doch das spannungsgeladene Thriller-Gefühl will bis zum letzten Drittel des Buches einfach nicht übergreifen. Zu sehr ist der Eindruck geprägt, um gefühlte 100 Seiten zu viel lesen zu müssen.

Enttäuscht ist man schlussendlich aber nicht unbedingt. Hat man es geschafft, sich auf das Hin und Her der Charaktere einzulassen, so lernt man – wie schon in "Shadowkiller" - schnell an Jordan Danes Nebencharakteren Gefallen zu finden. Besonders hervorstechend ist Nicholas Charboneau als Fiona Dunhills Gegenspieler. Innerlich verzehrt durch alte Wunden, die ihn mit Christians Ziehmutter, aber auch Delacorte selbst verbinden, ist er in seinem Wesen am nachvollziehbarsten und nicht unbedingt der typische Held. Ihm ist schließlich auch die lodernde Vorfreude angesichts der Fortsetzung "Assassin" zu verdanken, die – so wirkt es am Ende – wieder ereignisreicher zu werden verspricht.


Fazit

Jordan Danes Schreibauswuchs Nummer 2 ist ruhiger und damit überraschend langatmiger als "Shadowkiller". Spannung wird zwar geboten, doch erst im letzten Teil des Romans wirklich greifbar gemacht. Wer sich daran nicht stört, darf sich über zwischenmenschliche Besonderheiten freuen und bald feststellen, dass „Nighthunter“ sich liest wie ein Atemholen. - Eines, das neugierig macht.


Pro und Kontra

+ interessante Nebencharaktere
+ lesenswerter, flüssiger Stil
+ Nicholas Charboneau
+ neugierig machende Handlung

o Romantik & Kitsch

- Thriller-Elemente zu schwach
- stellenweise langatmig aufgebaut
- nur teilweise wirklich spannend

Bewertung:

Handlung: 2,5 / 5
Charaktere: 3,5 / 5
Lesespaß: 3,5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5
Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 28. Januar 2010
 

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