Samstag, 07. Dezember 2019

Weihnachtsgewinnspiel

tannebaum des todes

Phantast (Download)

Neueste Kommentare

Habe das Buch vor einigen Jahren gelesen. Nun, 2019, in einer Welt voller Unruhe lebend, denke ich ...

Weiterlesen...

Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

Weiterlesen...

Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

Weiterlesen...

Savior (Todd McFarlane, Brian Holguin, Clayton Crain)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 27. Juli 2016

Verlag: Panini; (Mai 2016)
Softcover: 208 Seiten; 19,99 €
ISBN-13: 978-3957987303

Genre: Drama/ Thriller


Klappentext

Alles eine Frage des Glaubens

Was, wenn der gefährlichste Mann der Welt zugleich derjenige ist, der das meiste Gute bewirken könnte? Inmitten einer gewaltigen Katastrophe taucht er ohne Erinnerung auf – mit Kräften, die dem des göttlichen Erlösers gleichen. Doch wieso weiß er nicht, wer er ist oder woher er seine unglaubliche Macht hat? Und wie reagiert die zynische moderne Welt, wenn es plötzlich so aussieht, als wandle der Messias auf Erden? Das würde schließlich den religiösen und gesellschaftlichen Status quo komplett verändern. Schnell wird klar, dass die Grenzen zwischen Glauben und Wahrheit, Fluch und Segen sowie Held und Feind fließend sind...

Der neue Comic-Hit von SPAWN-Erfinder und Comic-Legende Todd McFarlane, geschrieben von ihm und seinem langjährigen SPAWN-Koautor Brian Holguin und mit dem Artwork von SPIDER-MAN-Künstler und Digital-Maler Clayton Crain.


Rezension

Todd McFarlanes Spawn schlug Anfang der 90er ein wie eine Bombe. Schnell wurde Spawn überaus erfolgreich. Nun startet Todd McFarlane mit Savior eine neue Reihe. Und in dieser beschäftigt er sich ebenfalls mit den großen Themen, wie Tod, Erlösung und Glaube. Dieses Mal allerdings nähert er sich von der anderen Seite. Spawn war/ ist ein Suchender auf dem Weg zur Erlösung. In Savior beschäftigt sich McFarlane mit dem vermutlichen Erlöser selbst.

Ein Flugzeug stürzt über einer Kleinstadt in den USA ab. Jede Menge Menschen sterben. Inmitten des Chaos taucht ein seltsamer Mann auf. Nackt tritt er aus einem Feld heraus und trägt dabei ein Mädchen auf den Armen, welches bei dem Absturz aus dem Flugzeug geschleudert wurde. Eigentlich hätte sie nicht überleben dürfen, doch anscheinend ist ihr nichts passiert. Der Mann ist die Sensation, landet in den Medien, jedoch weiß niemand genaueres über ihn. Trotzdem wird der Rummel um ihn immer größer. Die Medien drängen auf Antworten, jedoch sind es nicht nur sie, die Probleme verursachen. Der vermeintliche Erlöser verschwindet aus dem Polizeigebäude auf höchst mysteriöse Art und Weise und jedes Mal wenn er ein Wunder zu wirken scheint, passieren den Menschen in seiner Umgebung schlimme Dinge. Die verrückte Lage wird noch angespannter, als eine Gruppe religiöser Fanatiker beschließt die Beerdigung der Opfer des Flugzeugabsturzes für ihre Zwecke zu nutzen.

Was würde passieren, wenn der Heiland wieder auf die Erde käme? Würden die Menschen ihn vorbehaltlos akzeptieren? Wäre er bereit für diese Welt? Wie würde sich seine Ankunft gestalten und vor allem: Wie würden die Medien mit ihm umgehen? All diesen Fragen und einigen mehr geht Todd McFarlane in Savior nach und dies ganz ohne einen missionarischen Charakter in seine Geschichte zu legen. Vielmehr bricht er all diese Fragen auf eine persönliche Ebene herunter, in dem er gleich mehrere Charaktere in den Mittelpunkt stellt, die aus der Begegnung mit dem Mann ohne Namen, Schlüsse für ihre Situation und ihr Handeln ziehen. Dabei entblößen McFarlane und Brian Holguin die Machenschaften von Medien und religiösen Fanatikern. Sie exerzieren ihren Ansatz durch und schauen, wohin er führt. Und dies tun sie unheimlich gut. Alle Charaktere sind absolut glaubwürdig und nachvollziehbar gestaltet und dadurch können sich die Themen des Comics erst so recht entfalten. Im manchen Sinne ist Savior hochaktuell und die Geschichte wird spannend erzählt. Das offene Ende kann gleichzeitig sehr gut als Abschluss fungieren, bietet zugleich aber genug Ansatzpunkte, um Savior weitererzählen zu können.

Todd McFarlane hat definitiv ein Händchen für gute Zeichner bei seinen Serien. Spawn wurde vom heutigen Batmanzeichner Greg Capullo gezeichnet und für Savior hat er Unterstützung von Clayton Crain. Der Digitalkünstler erschafft wahre Gemälde und bannt McFarlanes Geschichte in fantastischen Bildern aufs Papier. Egal ob es um kleine Ereignisse oder Action geht, er versteht sich darauf alles so zu zeigen, dass es möglichst gut aussieht und die Handlung unterstützt.


Fazit

Savior ist ein aktueller, brisanter und sehr spannender Comic über die großen Themen. Intelligente Dialoge, ausgearbeitete Charaktere und fantastische Bilder machen Savior zu einer der besten Comicveröffentlichungen des Jahres.


Pro & Contra

+ kein missionarischer Ton
+ filmische, hervorragende Bilder
+ spannend und aktuell

Bewertung:
Handlung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu Titeln von Spawn:

Rezension zu Spawn 110
Rezension zu Spawn 113
Rezension zu Spawn 114
Rezension zu Spawn – Blood Feud
Rezension zu Spawn Origins Collection 5
Rezension zu Spawn Origins Collection 6
Rezension zu Spawn Origins Collection 7
Rezension zu Curse of the Spawn 1

Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Todd McFarlane:

Rezension zu Savior

 

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 27. Juli 2016
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren