Samstag, 07. Dezember 2019

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Rover Red Charlie ( Garth Ennis, Michael DiPascale)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 16. September 2016

Verlag: Panini (Mai 2016)
Softcover: 160 Seiten; 19,99 €
ISBN-13: 978-3957987242

Genre: Tierfantasy/ Endzeit


Klappentext

Wenn die Welt vor die Hunde geht...

Die menschliche Zivilisation versinkt in einem Strudel aus Gewalt und Gräueltaten. Normale Leute, die bis eben noch ihre Haustiere streichelten und fütterten , quälen und töten nun alles, was lebt. Rettungshund Charlie und seine tierischen Freunde Red und Rover müssen dem apokalyptischen Chaos in der Stadt ihrer Herrchen entfliehen. Schnell stellen sie jedoch fest, dass nach dem Ende der Menschheit auch unter den herrenlosen Tieren mehr denn je das Gesetz des Stärkeren gilt, das nicht minder erschreckend oder grausam ist als die Barbarei der Menschen...

Die Apokalypse aus der Sicht unserer besten Freunde: Ein Highlight zwischen knallharter Tierfantasy und brutalem Endzeit-Horror – genau das Richtige für alle Fans von Crossed! Enthält als deutsche Erstveröffentlichung die komplette Miniserie Rover Red Charlie, geschrieben von CROSSED- und PREACHER-Schöpfer Garth Ennis und gezeichnet von CROSSED-Coverkünstler Michael DiPascale.


Rezension

Die Welt im Ausnahmezustand. Menschen fallen übereinander her und Chaos herrscht auf den Straßen. Schnell ist klar, die Menschheit wird nicht überleben. Und mittendrin sind ihre Haustiere. Eins davon ist Charlie, ein Rettungshund, der zunächst das Problem hat, einem Feuer entkommen zu müssen. Nur mit der Hilfe seiner Freunde Rover und Red ist es ihm möglich seine Leine zu durchtrennen und gemeinsam können sie die U-Bahn verlassen. Schnell wird ihnen klar, dass sie Manhattan verlassen müssen, wenn sie überleben wollen. Leichter gesagt, als getan. Auf ihrem Weg müssen sie viele Hindernisse überwinden, unter anderem Brücken, und so manchem Feind aus dem Weg gehen. Als Haustiere gehen Charlie und seine Freunde zunächst von dem Guten in anderen Tieren aus und vertrauen fataler Weise eine Katze. Aber dies ist nicht das einzige Mal, dass sie in Gefahr geraten und ihr größter Feind wird letztlich ein Hund namens Hermann, der sich sogar einen Fütterer hält, wie die Hunde Menschen nennen. Und so schlagen sie sich zu der anderen Seite der USA durch, bis sie sich einem letzten Kampf stellen müssen.

Die Apokalypse und Dystopien haben in jedweder Form in den Medien derzeit Hochkonjunktur. Sei es The Walking Dead oder The Last Ship. Jede der Serien oder jeder der Filme spielt mit dem Gedanken, was nach einer Seuche oder einem großem Krieg mit den Menschen geschieht. Die Folgen für die Haustiere hat jedoch noch niemand genauer unter die Lupe genommen. Dies ändern Garth Ennis und Michael DiPascale nun. Sie folgen in ihrer Version der Apokalypse nicht einer Gruppe Menschen, sondern Hunden, die ganz auf sich gestellt überleben müssen. Ihren Überlebenskampf zeichnen sie nach und beginnen erst einmal mit den wichtigen Fragen für Charlie, Red und Rover. Wo sind wir, was passiert und wo wollen wir hin? Anfangs ist es so, dass sie sich nicht recht trauen Entscheidungen ohne ihre Menschen zu treffen. Mit der Zeit entdecken sie dann ihre Instinkte als Hund und gehen auf Beutejagd und verlassen sich auf ihre Sinne, die bei jedem mehr oder weniger stärker ausgeprägt sind, gehören sie unterschiedlichen Rassen an. Red wächst mit der Zeit in die Rolle des Jägers hinein, wenngleich er ansonsten nicht unbedingt der Hellste ist. Charlie und Rover sind sozusagen der Kopf ihrer kleinen Gruppe. Interessant gestaltet sind ihre Charaktere auf jeden Fall.
Das Problem bei Tierfantasy ist immer, dass die Tiere zu menschlich erscheinen, dass sie sich weniger als Tiere verhalten, sondern wie es der Leser von ihnen erwartet und bis zu einem gewissen Grad tun dies auch die Hunde hier. Das gibt dem Leser gleichzeitig einen leichteren Zugang zu den Figuren. Nur manchmal übertreibt Garth Ennis es, wenn er Hunde andauernd wiederholen lässt „Ich bin ein Hund“ Dieser Versuch klar zu machen, dass es sich um Tiere handelt ist einfach zu plakativ. Ansonsten erzählt Garth Ennis ein Reiseabenteuer durch eine zerstörte Welt, wie es häufig erzählt wurde. Die Ereignisse die stattfinden, wären so sogar, leicht abgewandelt, mit einer menschlichen Gruppe möglich. Er stellt hier allerdings so manches auf den Kopf, wenn er z.B. einen Hund einen Menschen als Haustier halten lässt. In solchen Moment kann man Rover Red Charlie als Parabel ansehen. Muss man aber nicht, denn Rover Red Charlie ist hauptsächlich ein Abenteuer während des Untergangs der Menschheit mit ungewöhnlichen Protagonisten.

Michael DiPascale erzählt Garth Ennis Geschichte in zweckdienlichen Bildern. Er vermenschlicht die Hunde nicht zu sehr. Sie können sehr gut Gefühle ausdrücken, aber ihre Gesichter ähneln niemals dem eines Menschen. Manchmal wirken die Zeichnungen fast zu niedlich. Gleichzeitig ist diese Art der Bilder überaus passend, steht sie im Gegensatz zum Inhalt und lässt ihn deutlicher hervortreten.


Fazit

Garth Ennis Ausflug in die Tierfantasy vermischt mit Endzeit-Horror erzählt eine spannende Geschichte mit etwas Tiefgang. Michael DiPsacale ergänzt sie mit weiteren Facetten durch seine Zeichnungen.


Pro & Contra

+ Geschichte und Zeichnungen stehen etwas im Gegensatz und ergänzen sich
+ Red ist der heimliche Star

Bewertung:

Charaktere: 4/5
Handlung: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 16. September 2016
 

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