My Secret Which I Cannot Tell You (Kyoko Aiba)

my secret which i cannot tell you

Carlsen (Mai 2017)
ca. 180 Seiten, 6,99 EUR
ISBN: 978-3-551-77096-7

Genre: Shonen-Ai


Klappentext

Dass ich so aufgeregt war und dass ich so auf ihn reagiert habe – das alles lag nur daran, weil ich ihn liebe…?

Hiroshis bestes Stück leidet unter Standproblemen – ein Grund, weshalb seit einem halben Jahr keine Bekanntschaft mit einer Frau zu etwas Festerem führt. Trost findet er nur beim Teetrinken mit seinem Kumpel Shin Hasegawa, dem er allerdings unter allen Umständen nicht sein Erektionsproblem schildern will. Eines Tages erzählt Hiroshi seinem Freund schließlich, wo sein Problem liegt, und bemerkt, wie sein Körper mit Erregung auf Shin reagiert und ein verhängnisvoller Wunsch purzelt aus ihm heraus: „Bitte, fass mich da unten an, nur ein einziges Mal!“


Rezension

Hiroshi weiß nicht was mit ihm los ist, bereits seit einem halben Jahr regt sich bei seinem besten Stück nichts mehr. Er hat bereits alles versucht, aber egal wie heiß eine Frau ist oder ob er es alleine versucht, nichts hilft. Jede angehende Beziehung wird dadurch zerstört. Das einzige was ihm nach dem erneuten Scheitern hilft, ist sein guter Kumpel Shin, bei dem er sich ausheult und Tee trinkt. Doch er sagt Shin nicht, weshalb es mit den Frauen nicht klappt! Shin spricht ihm Mut zu und unterstützt ihn. Schließlich hält es Hiroshi nicht mehr länger aus und es bricht aus ihm heraus, was der Grund für seine gescheiterten Beziehungen ist. Ausgerechnet in dem Moment merkt er, wie sich nach einem halben Jahr das erste Mal etwas bei ihm regt. Aber wieso jetzt? Wieso bei Shin?

Die zweite Geschichte handelt von Ren und Kazuaki die gemeinsam studieren und sich dabei angefreundet haben. Eigentlich hingen sie seit Beginn des Studiums immer zusammen herum, doch nun beginnen sie nebenbei zu jobben und schon haben sie nicht mehr so viel Zeit füreinander. Das ist besonders für Ren schwierig, da er sich doch in Kazuaki verliebt hat, es ihm aber niemals sagen könnte. Doch weshalb erinnert ihn ausgerechnet sein Kollege so sehr an Kazuaki?

Die dritte Geschichte handelt von Usui, der sich so sehr wünscht endlich mal seine erste Freundin zu finden. Er meint sogar, ihm wäre vollkommen egal wer sie ist, Hauptsache endlich eine Freundin. Was er mit diesen Worten auslöst, hätte er allerdings niemals erwartet.

Zum Schluss geht es noch um Takada, der einen neuen Kollegen bekommt, vor dem sich erst einmal alle gruseln wegen seinem bösen Blick. Auch Takada hat Angst vor ihm. Trotzdem muss er mit ihm zusammenarbeiten. Doch eventuell ist das ja gar nicht so schlimm wie er befürchtet.

„My Secret Which I Cannot Tell you“ vereint mehrere Kurzgeschichten, die dabei von den Kapiteln zu den beiden Hauptcharakteren Hiroshi und Shin umschlossen werden, da diese sowohl den Einzelband beginnen, als auch abschließen. Die Geschichten handeln zwar alle von der Problematik, wie man als Mann einem anderen Mann seine Gefühle gestehen sollte, doch trotzdem haben sie alle ihre ganz eigene Story erhalten. Diese Unterschiede kommen vor allem von den verschiedenen Charakteren und ihren ganz eigenen Situationen. Obwohl es so viele Kurzgeschichten sind und somit nur eher wenige Seiten pro Charakter bleiben, sind sie alle gut ausgearbeitet und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Man schafft es trotz der kurzweiligen Zeit mit ihnen mit zu fiebern. Dabei haben alle Charaktere ihren ganz eigenen Charme.

Die Zeichnungen sind sauber und ordentlich, aber nicht besonders herausragend. Die Charaktere haben aber ihre individuelle Gestaltung erhalten, wodurch man auch sehr leicht erkennt, dass zum Schluss wieder die Charaktere aus der ersten Geschichte auftreten. Nur in der zweiten Geschichte sehen sich die beiden Hauptcharaktere sehr ähnlich, was teilweise zu etwas Verwirrung sorgt. Es gibt nur sehr wenige Hintergründe, aber wenn sind auch diese sauber gezeichnet. Die erotischen Szenen sind eher angedeutet, weshalb der Manga in die Kategorie Shonen-Ai fällt. Es ist aber doch klar, was die Charaktere tun, weshalb er trotzdem nicht für ein jüngeres Publikum geeignet ist.


Fazit

„My Secret Which I Cannot Tell You“ ist eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, teilweise sogar mit etwas Tiefgang. Für Shonen-Ai-Fans auf jeden Fall ein Muss, aber auch für tolerante Romantiker nicht verkehrt.


Pro & Contra

+ sympathische Charaktere
+ saubere Zeichnungen
+ glaubhafte Situationen

- einmal sich ähnelnde Hauptcharaktere

Bewertung: sterne4.5

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

Tags: Boys Love, Shonen Ai, Kyoko Aiba