Rezensionen im Oktober (2009)

Liebe LeserInnen,

auch im Buchmessenmonat hat sich in unseren Rezirubriken viel getan und es gibt über 40 neue Rezensionen zu lesen! Daher wollen wir euch wieder einmal eine kleine Auswahl präsentieren:


Belletristik

"Schöne Gegend" von Ross Raisin ist ein Roman, der dem Leser die Landschaft von Yorkshire näher bringt und für Yorkshire-Liebhaber sicher ein Glücksgriff ist. Wer allerdings unterhaltsame Spannungsliteratur sucht und das lesen möchte, was der Klappentext verspricht, sollte auf andere Bücher zurückgreifen.

Mit "Mann im Dunkel" hat Paul Auster einen Roman mit wenigen Auster-typischen Eigenheiten geschrieben. Dadurch ist er leichter zu lesen und bietet eine gut ausgearbeitete und formulierte Geschichte mit ansprechenden Details ...

Dark Fantasy

In "Stadt der Finsternis: Die Nacht der Magie" von Ilona Andrews trifft Dystopie auf auf spannungsgeladene Urban Fantasy mit düsteren Kreaturen. Die „Stadt der Finsternis“ birgt noch viele Geheimnisse und „Die Nacht der Magie“ verspricht eine großartige, wahrhaft düstere Romanreihe!

"Das Herz der Nacht" von Ulrike Schweikert ist ein klassischer Vampirroman in einem bezaubernden Ambiente - lesenswert und historisch belegt. Bekannte Namen und Orte, eine altmodische Sprache und eine herrschaftliche Gesellschaft mit Prunk und Pomp entführen in eine verzauberte Welt, in der man gerne mit auf dem Schlitten fahren würde.

Fantasy

Silena ist zurück und stellt sich erneut den feuerspeienden Bestien. Mit einem Mix aus Action und Verwirrspiel übertrifft Markus Heitz mit "Drachenkaiser" den Vorgänger Die Mächte des Feuers und liefert einen eigensinnigen Fantasy-Knaller ab.

"Der Spiegel von Feuer und Eis" von Alex Morrin ist ein spannender Jugend-Fantasyroman. Durch eine Mischung aus Liebe, Magie und Abenteuer ist er aber durchaus in der Lage, auch die älteren Leser zu fesseln.

Horror

Bei "Die Saat" von Guillermo Del Toro hätte man schon eine intelligentere Handlung erwarten können. So bleibt "Die Saat" ein solider Mysterie-Thriller, der von seinen Bösewichten, die durch sie hervorgerufene Spannung und deren Gruselfaktor lebt.

Krimi / Thriller

Mit "Kolyma" schafft es Tom Rob Smith, erneut den Schrecken der Stalin-Zeit und deren Folgen in Worte, Gedanken und Gefühle zu verpacken. Sprachlich nicht ganz sauber, jedoch teilweise sehr spannend, überzeugt er diesmal vorwiegend durch das Thema an sich und durch die aus dem Vorgänger bekannten Charaktere.

Bei "Der Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr machen Lokalkolorit, Dialekt und unverwechselbare Figuren diesen Lokalkrimi zu einem stellenweise zweifelhaften Lesevergnügen. Nichtbayern wird es teilweise schwer fallen, dem Gespräch zu folgen, der Wechsel von Hochdeutsch in Dialekt ist abrupt und lässt die Charaktere irgendwie anders erscheinen.

Manga / Comic

Wer superschön gezeichnete Mangas liebt und dafür auch eine wenig innovative Storyline in Kauf nimmt, wird mit "Dream Fantasia" von Sae Rom Ok seine Freude haben. Prinzipiell ist alles vorhanden, was man als Manga-Fan mag – ein paar neue Ideen hätten jedoch nicht geschadet!

Bei "Freaks of the Heartland" von Steven Niles / Greg Ruth treffen fantastische Zeichnungen auf eine philosophisch angehauchte Horrorgeschichte. Comic-Kunst in ihrer besten Form. Die Zugaben von Cross Cult werten das Meisterwerk zusätzlich auf.

Science-Fiction

Mit "Traveler" entwirft John Twelve Hawks seine eigene Version der totalen Überwachung und grenzt sich durch die Gegenwartsnähe von anderen dystopischen Werken ab. Spannend und mit einem guten Gespür für Charakterentwicklung geschrieben.

"Singularität" von Charles Stross entlockt unserem Gastrezensenten Rupert leider nur ein Lob für das wunderebare Titelbild. Beim angeblich originellsten Science-Fiction-Roman, der je geschrieben wurde, kann er nur verständnislos den Kopf schütteln.

Sonstiges

"Kopfsteinpflaster" von Morné Mirastelle glänzt hilosophisch und wortgewandt und ist ein Debüt, das seinesgleichen sucht. Ein Gewinn für jedes Nachdenker- und Gesellschaftskritiker-Bücherregal.


Natürlich gibt es in den einzelnen Rubriken noch mehr zu entdecken und wieder einmal hat sich vor allem in den phantastischen Genres viel getan. Im November wird es dann die ersten Rezensionen zu Buchmessenentdeckungen geben!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Euer

LiteratopiaTeam

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