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Gotham Central Bd.6 – Toter Robin (Greg Rucka, Ed Brubaker, Kano, Steve Lieber, Stefano Gaudiano)
Geschrieben von Markus
Dienstag, der 30. Januar 2018

Verlag: Panini; (Dezember 2017)
Softcover: 228 Seiten; 24,99 €
ISBN-13: 978-3741604904

Genre: Thriller/ Krimi


Klappentext

Korruption und andere tödliche Gifte

Detective Renee Montoya und ihre Kollegen haben gelernt, mit dem Außergewöhnlichen als Teil ihres Polizisten-Alltags in Gotham City zu leben. Dazu gehört auch die Leiche von Batmans Gehilfen Robin. Oder der Mitternachtsdetektiv selbst, der ihnen sagt, dass sie sich aus diesem Fall raushalten sollen. Außerdem erhalten sie auf ihrem Revier Besuch von den Teen Titans und müssen sich um Poison Ivys Enklave in einem der Stadtparks kümmern. Dennoch, was ihnen am meisten zu schaffen macht, ist die Korruption in den eigenen Reihen...

Der finale Band des preisgekrönten Krimi-Highlights über die Polizisten aus Batmans düsterer Stadt, geschrieben von den Superstars Ed Brubaker (BATMAN) und Greg Rucka (BATMAN: NIEMANDSLAND), mit Zeichnungen von Kano (SWAMP THING) und Steve Lieber (BATMAN: BRUCE WAYNE – MÖRDER?)


Rezension

2003 war die Geburtsstunde von Gotham Central, das erste Heft erschien. 2006 wurde die Reihe bereits eingestellt. Allerdings nicht aufgrund schlechter Verkaufszahlen, die lagen zwar nie sehr hoch, aber DC hätte wohl weitergemacht. Nein, Gotham Central wurde auf Wunsch von Greg Rucka beendet. Nachdem Ausstieg von Michael Lark und Ed Brubaker fand er, dass er die Serie nicht ohne sie weiterführen sollte, da sie sie gemeinsam geschaffen hatten. Allerdings schrieb er noch einen Abschlussfall, der Gotham Central zusammenfasste und alle Stärken der Reihe ein letztes Mal auffuhr. Mit Corrigan 2 schuf er einen düsteren, pessimistischen Schluss, der wie die Faust aufs Auge zu dieser Reihe passt und sie einfach perfekt abrundet. Gotham Central war nie eine fröhliche Reihe, sondern zeigte immer den harten Alltag des GCPD in einer Stadt, die kaputter nicht sein könnte. Diesem blieb er bis zum Schluss treu und damit ist Gotham Central die Serie schlechthin, wenn es um Crime und Thriller-Serien in Comicform geht. Panini gebührt auf jeden Fall Dank, dass sie diese Reihe endlich komplett dem deutschen Leser zugänglich gemacht haben, gilt sie leider immer noch als Geheimtipp, da sie unheimlich weit vom üblichen Superheldeneinheitsbrei entfernt ist.

Natur

Zwei korrupte Cops töten eine Straßenmädchen und versuchen dies einem Dealer, der für sie arbeitet, anzuhängen. Alles scheint gut zu gehen. Aber es gibt immer einen, den man nicht auf der Rechnung hat und der einen büßen lässt.
Ein starker Auftakt in den abschließenden Band von Gotham Central. Natur wird aus der Sicht eines der beiden Polizisten erzählt und kann am Ende mit einer kleinen Überraschungen aufwarten, da eine ganz bestimmte Dame auftaucht. Ihr Auftritt ist in die Welt Gotham Centrals perfekt integriert und passend zur vorherrschenden Stimmung der Reihe und ihres Ansatzes.

Toter Robin

Ein Junge in einem Robinkostüm wird tot aufgefunden. Aber ist es auch der echte Robin? Für die Presse steht das zumindest schnell fest und die ganze MCU muss nun fieberhaft und unter hohem Druck den Täter suchen, der weiter mordet und sein nächstes Opfer ebenso in ein Robinkostüm steckt. Batman ist zudem keine große Hilfe, da er darauf besteht, dass sich die Polizei heraushält.
Eine Hetzjagd auf einen Serienkiller entwickelt sich, die dazu führt, dass selbst die Teen Titans auf der Wache auftauchen müssen.
Toter Robin hat alles was ein Thriller braucht. Jede Figur, jeder Charakter hat eine Funktion und man sieht zum ersten Mal das gesamte Team gleichzeitig arbeiten. Durch die grundlegende Situation entsteht eine ungeheure Spannung und die Beziehungen zwischen den Figuren verstärken sie nur noch weiter. Gerade wenn es um Corrigan geht, ist die Anspannung geradezu greifbar. Hier läuft Gotham Central zur absoluten Höchstform auf und kann gegen jeden Topthriller bestehen.

Sunday bloody Sunday

Ein Dimensionsportal tut sich in Gotham auf. Die sieben Todsünden sind befreit und Captain Marvel und der Fisherman sind in eine große Schlacht verwickelt. Cris Allen will in dem Chaos, welches wegen der hereinbrechenden Apokalypse entbrennt, einfach nur zu seiner Familie. Der Weg ist jedoch lang.
Sundy Bloody Sunday fällt vollkommen aus den anderen Geschichten von Gotham Central heraus. Superhelden und Superschurken bekämpfen sich und der Weltuntergang steht bevor. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Gotham Central zum damaligen Event Infinite Crisis eine Verbindung haben sollte. Sie wirkt ein bisschen fehl am Platz, auch wenn sie ein sehr gutes Ende besitzt, welches Allen in den Mittelpunkt stellt.

Corrigan 2

Montoya ist, seitdem sie Corrigan zusammengeschlagen hat, um Cris Allens Job zu retten, für Ermittlungen gegen ihn verbrannt, selbiges gilt für die Innere. Allen hingegen kann gegen ihn ermitteln und tut dies im Geheimen auch. Er kommt mehreren Machenschaften von Corrigan auf die Spur. Aber der ist nicht dumm und arbeitet bereits an seinem Gegenschlag und der wird Montoya tief in die Magengrube treffen und hilflos zurücklassen.
Die letzte Geschichte von Gotham Central hat alles, was die Serie ausmachte. Etwas Action, Spannung, die an den Nerven zerrt und den alltäglichen Wahnsinn in einer kaputten Stadt, in der Korruption zum gutem Ton gehört. Das ist einfach bester Lesestoff, für alle die auf düstere Krimis und Thriller stehen und kein Happy End brauchen. Ein perfekter runder Abschluss, für diese außergewöhnliche Serie bei DC.

Die Zeichnungen sind zwar weiterhin nicht von Michael Lark, aber Kano, Stefano Gaudiano und Steve Lieber liefern ebenso düstere Bilder ab, wie der ursprüngliche Zeichner der Reihe. Hier ist niemand der strahlende Held. Alles wirkt etwas schäbiger, die Charaktere sind Menschen, denen ihre Gefühle und ihre Erschöpfung und Verzweiflung im Gesicht stehen. Düster und dreckig ist die Atmosphäre. Eben genau, wie es bei dieser Serie sein sollte


Fazit

Die Reise in die Abgründe Gothams und der menschlichen Seele findet in diesem Band leider ihr endgültiges Ende. Nicht aber ohne zu beweisen, dass Gotham Central mit das Beste ist, was je im DC-Universum veröffentlicht wurde. So muss eine Noirserie in Batmans Stadt aussehen! Gotham Central ist ein Lehrstück in Sachen Krimi und Thriller in Comicform!


Pro & Contra

+ persönliche Konflikte
+ Romy Chandler und ihre Begegnung mit Batman
+ der Schluss ist einfach unheimlich gut geschrieben und bildet einen echten Abschluss
+ hochspannend und emotional

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Bänden über Gothams Polizei:

Rezension zu Gotham Central Bd.1 - In Erfüllung der Pflicht
Rezension zu Gotham Central Bd.2 - Doppeltes Spiel
Rezension zu Gotham Central Bd.3 – Im Fadenkreuz des Jokers
Rezension zu Gotham Central Bd.4 – Bullocks letzter Fall
Rezension zu Gotham Central Bd.5 – Auf Freak-Patrouille
Rezension zu Gordon aus Gotham

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 30. Januar 2018
 

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