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Punisher Bd.2 – Wilde Bestien (Becky Cloonan, Steve Dillon u.a.)
Geschrieben von Markus
Sonntag, der 18. Februar 2018

Verlag: Panini; (Oktober 2017)
Softcover: 128 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3741603976

Genre: Superhelden


Klappentext

Wie wilde Tiere

Mehr denn je will Frank Castle den drogenschmuggelnden Söldner der Organisation Condor das Handwerk legen. Im rauen, weiten Nordosten des amerikanischen Kontinents bekommt es Frank deshalb abermals mit Gegnern zu tun, die von der Droge EMC in superstarke Ungeheuer verwandelt werden. Doch in den ausgedehnten Wäldern an der Grenze zwischen den USA und Kanada, in denen Jäger und Gejagte nicht immer leicht zu unterscheiden sind, gibt es noch ganz andere Killer. Und während Frank in dieser abgeschiedenen Gegend unerwartet Verbündete für seinen Kampf gegen Condor findet, ist die furchtlose Agentin Ortiz von der Drogenfahndung auf Rache aus – und bekommt es mit einer weiteren Bestie zu tun, durch deren Adern EMC pulsiert....


Rezension

Der Punisher kehrt buchstäblich aus dem Grab zurück und jagt nur umso verbissener Condor und Olaf. Die Organisation will mit EMC, der Droge, die jeden in eine Kampfmaschine verwandelt, das Land überschwemmen und es auf die Schlachtfelder der Welt bringen. Der Punisher muss sich zunächst einiger Verfolger und Attentäter entledigen, bevor er sich den Oberen Condors annimmt und es zum Showdown auf einem Schiff vor der Küste Kanadas kommt. Agent Ortiz muss sich derweil mit Face auseinandersetzen, den absoluten Topkiller von Condor und der ist mit EMC vollgepumpt.

Becky Cloonan schreibt ihre Geschichte um den Punisher und die Droge EMC weiter. Der Auftaktband hat mächtig an Action und Tempo vorgelegt und Cloonan tritt weiterhin aufs Gaspedal. Ständig passiert etwas, eine Seite ohne Action und Kampf ist eine Seltenheit und nicht die Regel. Dass die Charaktere trotzdem nicht zu kurz kommen, grenzt fast an ein Wunder. Aber es gelingt Becky Cloonan in all dem Wahnsinn, der den Punisher und Condor umgibt, Zeit zu finden, um die Charaktere wenigstens etwas zu vertiefen. Vor allem Agent Ortiz bekommt jede Menge Gelegenheit sich zu präsentieren, was vor allem auch daran liegt, dass ihre Anteile an der Handlung die ruhigsten sind. Ihre Autorfahrt mit Face, der eine ernstzunehmende Bedrohung für sie ist, ist spannend geschrieben und zeigt, wie die Agentin denkt. Sie mag vielleicht etwas abgestumpft sein, aber sie achtet immer noch das Leben an sich, was zu einer sich vermutlich als fatal herausstellenden Entscheidung führt.
Der Punisher selbst ist weiterhin eine Kampfmaschine par excellence, die sich nicht im geringsten schont, so lange sie ein Ziel verfolgt. Rache ist bei Wilde Bestien sein vorrangistes Motiv, dass weiter geschürt wird. In einer kleinen Nebenhandlung trifft er auf eine alte Frau, die ihm hilft, da er sie an ihren verstorbenen Mann erinnert. Die Idee mag nicht gerade originell sein, jedoch präsentiert  Becky Cloonan sie sehr unterhaltsam. Die alte Dame ist nämlich keineswegs wehrlos, wie die Schergen von Condor erfahren müssen. Und ihr Ritt auf dem Motorrad zusammen mit dem Punisher ist Spaß pur. Diese kleine Episode ist erzählerisch im Prinzip das Glanzstück dieses Bandes und lässt vermuten, dass die Autorin viel Spaß beim Schreiben hatte. Dieser Umstand zeigt sich auch in der ungezügelten Gewalt, die die Handlung bestimmt. Der Punisher dürfte selten zuvor so brutal gewesen sein. Becky Cloonan zeigt sich hier enrneut als eine kompromisslose Autorin eines gut aufgebauten Thrillers.

Gleich drei Zeichner haben an dieser Ausgabe mitgearbeitet. Laura Braga, Matt Horak und Steve Dillon, der leider viel zu früh verstorben ist. Dillon zeigt noch einmal seinen Punisher und das wirkt alles genau richtig. Er fängt Frank Castle so ein, wie er sein soll, mit der entsprechend nötigen Härte. Laura Braga und Matt Horak haben dann übernommen und liefern gut, solide Arbeit ab. Gerade gegen Ende fallen sie dann leider ab, weil die Zeichnungen gleichzeitig etwas zu übertrieben und zu einfach wirken.

Als Bonus sind die sehenswerten Variantcover enthalten.


Fazit

Dem Punisher und dem Leser bleibt kaum Zeit, um durchzuatmen. Hier wird das Gaspedal ständig durchgetreten und mit gnadenloser Action kombiniert. Subtilität ist nicht die Stärke des Punisher, aber dafür bekommt der Leser eine kompromisslose Geschichte mit einem Helden, der nicht weit entfernt von der anderen Seite steht.


Pro & Contra

+ wild und kompromisslos
+ gute Geschichte
+ unterhaltsame Nebenhandlung auf einer Farm

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit dem Punisher:

Rezension zu Punisher Bd.1
Rezension zu Punisher Bd.2
Rezension zu Punisher Bd.3
Rezension zu Punisher – Das erste Jahr
Rezension zu Punisher Bd.1 – Operation Condor
Rezension zu Punisher Bd.3 – Die dunkelste Stunde

Rezension zu Deadpool vs. Punisher
Rezension zu Punisher: Platoon
Rezension zu Punisher - Witwenmacher

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 14. September 2018
 

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