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Stefanie Mühlsteph (11.03.2018)
Geschrieben von Judith
Sonntag, der 11. März 2018

Interview mit Stefanie Mühlsteph

stefanie muehlsteph2018Literatopia: Hallo, Stefanie! Schön, wieder einmal mit Dir zu plaudern. Kürzlich ist Deine Novelle „Cenuşă – Asche zu Asche“ bei ArtsSkriptPhantastik erschienen. Vorweg: Was bedeutet das Wort „Cenuşă“?

Stefanie Mühlsteph: Hallo Judith! Schön wieder hier zu sein. Ich hatte dann doch ein paar Jährchen Pause zwischen den Interviews.

Cenuşă ist Rumänisch (die Amtssprache in Moldawien, wo Darja herkommt) und bedeutet Asche. Ich fand den Titel sehr passend, weil das Land auch in Aufruhe ist und … am Ende immer Arsche zurückbleibt.

Literatopia: Was hat Deine Protagonistin Darja getan, dass sie zum Tode verurteilt wird? Und wie gelingt es Ihr, dem Tod immer wieder zu entkommen?

Stefanie Mühlsteph: Uh, da möchte ich ungerne die Leser spoilern. Ich kann aber sagen, dass Darja gegen eine der drei großen Gesetze der Magierzunft massiv verstoßen hat und darauf steht der der Verlust des Lebens – auf eben jene besondere Weise, die den Tod persönlich beinhaltet.

Und dem kann Darja immer wieder durch kreative Einfälle entkommen.

Literatopia: Der Tod in „Cenuşă“ hat die Gestalt eines jungen Mannes und sogar einen Namen: Leonid. Wie würdest Du seine Persönlichkeit beschreiben? Und inwiefern verändert ihn die Begegnung mit Darja?

Stefanie Mühlsteph: Leonid war im frühen Griechenland ein gängiger Name und wie ich schon ein bisschen andeute, kommt Leonid nicht aus Darjas Jahrhundert. Er ist ein wenig älter und um einiges abgehärteter. Ich würde sogar fast sagen, dass er emotional abgestumpft ist, weil er über die Jahre von Menschen enttäuscht wurde – auch welche, die ihm nahe standen. Darja verändert ihn insofern, dass sie den Tod als solchen annimmt und versteht, dass er „seinen Job“ machen muss – was sie aber nicht davon abhält sich gegen ihn zu wehren. Sie ist sturköpfig und hat ein viel zu weiches Herz.

Literatopia: Du planst, weitere Novelle in der Welt von „Cenuşă“ anzusiedeln – kannst Du uns schon etwas darüber verraten?

Stefanie Mühlsteph: Gerne! „Cenuşă – Asche zu Asche“ kann als Auftakt gesehen werden. Ein langer Prolog oder der Stein, der die folgenden Ereignisse erst ins Rollen bringt. Auf der ganzen Welt leben Magier und während die letzten Magier auf den japanischen Inseln um ihr Überleben kämpfen, gibt es in Amerika, zur Zeit der Prohibition, eine richtige Revolution gegen die Gesetze der Zunft und ihrem Kodex. Magier kämpft gegen Magier und das, was Darja noch schockiert hat, wird dort Realität.

Nicht der Krieg zwischen Teslanern und Maschinisten wird zum Schauplatz, sondern Bruder- und Schwestermord unter den Magiern.

Literatopia: Was fasziniert Dich an Steampunk / Teslapunk?

Stefanie Mühlsteph: Die Möglichkeiten faszinieren mich. Was wäre, wenn sich auf der einen Seite Dampf und auf der anderen Strom durchgesetzt hätte? Oder die Patente und Ideen von Tesla Wirklichkeit geworden wären? Der Wardenclyffe Tower wurde 1901 wirklich gebaut und was wäre, wenn Tesla ihn hätte vollenden können? Wenn seine Idee von einer unendlichen Quelle an Energie wirklich funktioniert hätte?

So Ideen spinne ich gerne weiter, verfeinere sie und dann reichere ich Geschichten mit diesen Ideen an und hoffe, dass der Funke vielleicht überspringt.

erinnerungen an morgenLiteratopia: Im April erscheint mit „Erinnerungen an morgen“ ein weiteres Jugendbuch von Dir. Was erwartet die Leser?

Stefanie Mühlsteph: „Erinnerungen an Morgen“ ist ein relativ trauriger Young Adult Roman mit vielen Konflikten und einem Hauch Liebe. Sophie heißt die Heldin dieser Geschichte und wird mit einer geballten Kraft Leben getroffen – im besten und schlechtesten Sinne.

Literatopia: Kostja ist Sophies Jugendliebe, aber nicht mehr der Mensch, der er einmal war. Inwiefern hat er sich verändert? Und wie geht Sophie damit um?

Stefanie Mühlsteph: Kostja war ein herzensguter Mensch gewesen, einfühlsam und hat offen seine Gefühle gezeigt. Er war Sophies Anker, wenn sie dachte in ihrem Meer aus Tränen zu ertrinken. Nach dem Abitur sehen sie sich wieder, nachdem Kostja einfach spurlos verschwand, und er ist zynisch und verschlossen geworden. Sophie spürt, dass er nun sie braucht, aber ihre Freundschaft ist sehr lange her und sie weiß nicht, ob sie jetzt der Anker sein kann, den er braucht, um seinen eigenen Dämonen ins Gesicht zu sehen.

Literatopia: Du warst im letzten Jahr wohl sehr inspiriert, denn mit „Your Song – Ava und Ian“ ist kürzlich ein weiteres Buch von Dir erschienen. Warum hast Du dafür das Pseudonym Lou River gewählt?

Stefanie Mühlsteph: „Your Song“ war mein erster Ausflug in die Literatur für erwachsene Liebesromanleser und ich wollte dieses Genre abgrenzen, da ich ja prinzipiell eher Phantastik und Jugendbücher schreibe. Die Verwirrung sollte minimiert werden und mit dem Pseudonym Lou River und Titel „Your Song“ habe ich ein ganz kleines bisschen mein Geekherz befriedigt. Weil: River Song ;)

Literatopia: Wie beginnt die Beziehung zwischen Ava und Ian? Und welche Schwierigkeiten müssen die beiden meistern?

Stefanie Mühlsteph: Die Beziehung zwischen Ava und Ian beginnt sehr erwachsen und unverbindlich. Ava hat große Probleme in ihrer Firma, da ihr Ex versucht ihr diese auf einem sehr bösartigen Weg zu entreißen, und Ian hat ihr angeboten (aus einer Eigebung heraus) einen Entspannungsausgleich zu schaffen.

Sie kommen körperlich zueinander, doch Ava ist Geschäftsfrau und weiß, dass Sex auch als Mittel zum Zweck gesehen werden kann. Also versucht sie Ian von sich fernzuhalten – was Ian natürlich noch mehr reizt und er sich damit selbst eine Grube gräbt. Denn seine Gefühle kann man nicht zwingen oder unterdrücken.

your song ava und ianLiteratopia: Deine Protagonistinnen sind meist technisch / wissenschaftlich interessiert. Wie viel von Dir steckt in ihnen? Welche ist Dir beispielsweise am ähnlichsten?

Stefanie Mühlsteph: Jeder, der mich kennt, weiß: Frauen und Technik ist genau mein Ding. Ich arbeite selbst als Technical Consultant und habe jeden Tag mit Produkten und IT zu tun, die viele von uns nur aus Serien wie „Bones“ oder „Sherlock“ kennen. Demnach kann ich nicht anders, als den Heldinnen aus meinen Geschichten einen technischen Touch zu verleihen.

In jeder meiner Protagonistinnen steckt ein Teil von mir selbst und der Wunschgedanke, wie ich (auch) gerne wäre. Darja ist unglaublich clever und hat in den richtigen Momenten kreative Einfälle, während Sophie zwar ein Gespür für Technik hat, aber bei zu viel Druck wie ein kopfloses Hühnchen rumrennt. Sophie ist mir in der Beziehung wohl am ähnlichsten, auch wenn ich der Frosch bin, der den Storch würgt, der ihn zu fressen versucht. Never ever give up.

Im Laufe des Jahres werden noch zwei alte Bekannte neu verlegt beim Papierverzierer Verlag. Meine Auftragsmörderinnen Abigail und Megan, die sich durch London meucheln – dieses Mal ohne männliche Begleitung. Und du darfst auf Etta – Ende des Jahres – gespannt sein, sie rundet meine Gruppe der durchgeknallten Mädels dieses Jahr ab.

Literatopia: Wie stehst Du zum Thema Self-Publishing? Käme das für Dich in Frage? Und welche Vorteile bietet ein Verlag?

Stefanie Mühlsteph: Ich finde Self-Publishing sehr interessant, aber bislang habe ich noch nicht den Mut dazu gefunden. Ein Verlag bietet mit in dem Sinne eine Art sichere Bucht. Jemand hat ein Auge auf meine Ideen und kann mir Feedback geben, noch bevor das Buch fertig geschrieben ist. Ich liebe den Austausch zwischen den Verlegern und Verlegerinnen, ihre Offenheit und Ehrlichkeit mir gegenüber.

Literatopia: Wenn Du neben all Deinen Projekten noch Zeit zum Lesen findest – was liest Du aktuell gerne? Gibt es ein Buch, das Du unseren Lesern besonders an Herz legen möchtest?

Stefanie Mühlsteph: Ich lese momentan Altes und querbeet. Kai Meyers „Die Seiten der Welt“ habe ich nun endlich auch gelesen, „Tochter des dunklen Waldes“ von Katharina Seck, „Der Fluchsammler“ von Ann-Kathrin Karschnick, „Die Samurai Prinzessin“ von Corina Bomann und Bianca Iosivonis „Soul Mates“. Auf was ich mich jetzt freue ist „Herz aus Schatten“ von Laura Kneidl.

Mein Vorsatz dieses Jahr ist: Mehr lesen. Und das werde ich, auch um für meine LeserInnen besser zu werden ;-)

Literatopia: Vielen Dank für das schöne Interview, Stefanie!

Stefanie Mühlsteph: Danke für die Einladung, Judith!


Autorenfoto: Copyright by Stephanie Mühlsteph

Autorenhomepage: https://stefaniemuehlsteph.jimdo.com

Rezension zu "Cenuşă - Asche zu Asche"

Interview mit Stefanie Mühlsteph (2014)

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Dieses Interview wurde von Judith Madera für Literatopia geführt. Alle Rechte vorbehalten.

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 11. März 2018
 

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