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Dämonengrab (Jörg Benne)
Geschrieben von Saskia
Montag, der 19. März 2018

daemonengrab benne

Mantikore Verlag (2018)
Taschenbuch, 330 Seiten, 13,95 EUR
ISBN: 978-3961880386

Genre: Fantasy / Horror


Klappentext

Seit Generationen suchen Abenteuer in der Nähe eines alten Dorfes nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendären Schatz. Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an. Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet.


Rezension

Das kleine Dörfchen Brensacker, das von einfachen Bauern bewohnt ist, wird zum Mittelpunkt mysteriöser Ereignisse, als die beiden Jungen Ordo und Varjan nach einem Sturm zufällig den Eingang der alten Tempelruinen finden. Ordo ist ein typischer Vertreter seines Dorfes. Von einfachem Gemüt und mit dem Traum, eines Tages blutige Schlachten zu schlagen und als Krieger Ruhm und Ehre zu erlangen. Augenblicklich ist seine einzige Ruhmestat, sich um seine gebrechliche alte Mutter zu kümmern, die sonst allein auf der Welt wäre. Als er nach einem Unwetter bei seinen Jungenabenteuern mit seinem besten und vermutlich auch einzigen Freund Varjan den Eingang zum verschütteten Tempel findet, scheint endlich eine Wendung in sein eintöniges Leben zu kommen. Varjan und dessen Familie verschwindet plötzlich. Zusammen mit Abenteurern, Ermittlern und Schatzsuchern macht der unbedarfte Ordo sich auf die Suche nach seinem Freund und dem Geheimnis des Tempels.

"Dämonengrab" ist ein Fantasyroman mit Horrorelementen. Der Dämon, der das Innere des Tempels bewohnt, infiziert seine Opfer während diese schlafen und macht sie so zu willenlosen Zombies, die dann die anderen Gruppenmitglieder angreifen. Ein interessanter Mix aus zwei Genres, der viel Spannung verspricht. Leider ist die düstere Stimmung nur zu Beginn des Romans gegeben und sackt dann kontinuierlich ab. Der Autor lässt ab der zweiten Hälfte nur noch die Schwerter sprechen. Während der Leser darauf wartet, dass in dem etwas linkisch anmutenden Ordo doch mehr schlummert, als nur ein weltfremder Dörfler und er sich endlich zu dem Helden mausert, der er gerne sein möchte.

Dabei ist der Raum, die alten Tempelruinen des kleinen Dorfes Brensacker, in denen der Roman hauptsächlich spielt, genauso beschränkt wie das Ideenreichtum des Autors, wenn es darum geht, spannende Szenen zu entwickeln. Einer nach dem anderen wird im Schlaf vom Dämon in einen willenlosen Zombie verwandelt, um dann von seinen Kameraden getötet zu werden. Dabei ist dies eine Aneinanderreihung von immer ähnlicher Szenen mit wechselnden Protagonisten. Was Benne in seinem Roman an Einfallsreichtum fehlt, macht er durch radikales Gemetzel wieder wett. Man fragt sich, warum ausgerechnet Varjan und seine Familie entführt und in der Höhle gefangen gehalten werden und wartet sehnsüchtig auf die Antwort auf diese Frage, wird aber dadurch enttäuscht, dass die Familie nur weitere Kollateralschäden des Dämons sind, dessen Absichten ebenfalls im Dunkeln bleiben.

Auch ist nicht ersichtlich, aus welchem Grund der Dämon sich seine Opfer sucht und ob er mit den anderen auch noch Pläne hat. Man wartet darauf, dass Benne die anfängliche Spannung weiter ausbaut, stattdessen flacht der Roman ab. Der Protagonist Ordo, der sein Heimatdorf nicht verlassen kann, weil er sich um seine kranke Mutter kümmern muss, bleibt sowohl physisch als auch mental ein Gefangener Brensackers. Nachdem er einmal etwas Abenteuerluft schnuppern durfte, versinkt er, ohne wirklich etwas geleistet zu haben, wieder in den Tiefen des Romans. Sein Schicksal berührt den Leser kaum. Die düstere Atmosphäre erstickt inmitten roher Gewalt. Keine der Figuren macht eine Wandlung durch, am allerwenigsten Ordo und der Leser bleibt mit einem faden Beigeschmack zurück, da er keine Lehre daraus zieht. Einzig Nilra, die junge Stadtgardistin, die tapfer versucht, sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, ist in ihrer Art herzerfrischend. Allerdings ertrinkt auch ihre Figur in dem blutigen Gemetzel.


Fazit

Der Mix der beiden Genre, Fantasy und Horror, verspricht viel Spannung, doch das Ende hält leider nicht, was der Anfang verspricht. Dabei zeigt der Autor durchaus gute Ansätze, die er bedauerlicherweise nicht ausarbeitet. Lediglich seinen Hang zum Blutvergießen macht er deutlich, ohne den Figuren Tiefe zu geben. Für Splatterfans durchaus lesenswert.


Pro und Contra

+ interessanter Mix aus Fantasy und Horror
+ düstere Stimmung und spannender Anfang
+ Nilra als erfrischender Charakter

- unausgegorene Ansätze
- Figuren sind austauschbar
- keine Wandlung

Wertung: sterne3

Handlung: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 2,5/5

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 19. März 2018
 

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