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Das dunkle Herz (Lukas Hainer)
Geschrieben von Saskia
Sonntag, der 15. April 2018

Piper IVI (März 2018)
Hardcover mit Schutzumschlag
384 Seiten, 16,00 EUR
ISBN: 978-3-492-70472-4

Genre: Phantastik / Jugendbuch


Klappentex

Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebeung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder- ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: Das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal.


Rezension

Gerade noch in der Kirche zu der Gedenkfeier ihres vor zehn Jahren verschwundenen Bruders, erwacht die vierzehnjährige Protagonistin Anna plötzlich in einer Wüstenstadt, ohne die geringste Erinnerung, wie sie dahin gekommen ist. Schon nach kurzer Zeit stellt sie fest, dass sie nicht allein ist. Den gleichaltrigen Griechen Nick hat es ebenso an diesen verlassenen Ort verschlagen, so wie die aus Polen stammende Ärztin Jelena und den Russen Lev. Hinzu gesellen sich noch einige andere Personen verschiedener Altersstufen und aus unterschiedlichen Ländern.

Das international besetzte Grüppchen macht sich auf, den Grund für den plötzlichen und unfreiwilligen Ortswechsel zu erkunden. Dabei stoßen sie auf eine andere Gruppe, die schon einige Tage vor ihnen angekommen ist und von einem Südamerikaner namens Alvaro, der sich bald als Antagonist zu Anna herausstellt, mit eiserner Hand regiert wird.

Zunächst verlässt sich Anna noch auf die Jelena und sucht Schutz bei der mütterlich wirkenden Polin, doch als Jelena sich Alvaros Diktatur widersetzt und von diesem verschleppt wird, wendet sich das Blatt. Anna bildet eine eigene Gruppe mit Jugendlichen und später auch Kindern, die die Heuler genannt werden und übernimmt die Führung. Zum einen, um Alvaros Regentschaft zu beenden, und zum anderen, um alle wieder nach Hause zu bringen. Um etwas Spannung zu erzeugen, bleiben weder bei den Erwachsenen noch bei den Kindern Kollateralschäden aus.

Der Jugendroman "Das dunkle Herz" ist eine solide Leistung von Jungautor Lukas Hainer. Kritisch zu betrachten sind die stereotypen Figuren, die auch die Klischees ihrer einzelnen Nationaltäten bedienen und leider nicht über viel Tiefgang verfügen. Die Handlung ist vorhersehbar, sowie auch die schnelle Wandlung der Hauptfigur, die sich natürlich ohne es zu wollen, recht schnell in der Rolle der Anführerin wiederfindet. Hainer grenzt Gut und Böse sehr klar voneinander ab. Anna Engel, der Name sagt es schon, steht für das Gute während der Südamerikaner mit Schnauzer und Uniform aus grauer diktatorischer Vorzeit mit seinem Gehilfen Enzo ein Schreckensregime errichtet und somit das Böse darstellt. Letztendlich sitzen sie alle im selben Boot, da sie als Opfer für etwas noch Böseres herhalten sollen.

Trotzdem ist "Das dunkle Herz" durchaus gelungen. Der Titel verspricht eine Spannung, die die Handlung mit ihren Wendungen durchaus hält. Anna findet Hinweise, dass ihr Bruder Ben ebenfalls an diesen Ort verschleppt wurde. Der Autor erspart dem Leser dann allerdings eine tränenreiche Wiedervereinigung, sondern baut den Kontakt zwischen den Geschwistern nur ansatzweise ein. Des Weiteren reißt er auch jugendgerecht aktuelle Fragen zur Weltpolitik an. Das Ende lässt der Autor bewusst offen lässt und macht so Lust auf mehr.


Fazit

"Das dunkle Herz" ist ein gelungener Jugendroman, der zwar einige Schwächen aufweist, sich trotzdem aber locker und flüssig lesen lässt. Sprachlich orientiert er sich an der heutigen Jugend, die sich mit den Hauptfiguren identifizieren kann - und auch Erwachsene werden nicht komplett ausgeschlossen, auch wenn die Protagonisten ganz gut ohne auskommen. Das offene Ende beschäftigt den Leser, der auf einen zweiten Teil hofft, bei dem man endlich erfährt, wie es weitergeht.


Pro und Contra

+ flüssiger Erzählstil
+ sprachlich an Zielgruppe gerichtet
+ offenes Ende

- Bedienung von Klischees
- stereotype Figuren
- vorhersehbare Handlung

Wertung: sterne3.5

Handlung 3,5/5
Charaktere 3/5
Lesespass 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 15. April 2018
 

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