Mittwoch, 15. August 2018

Phantast (Download)

Phantast 19

Neueste Kommentare

Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass dieses Buch keine Faszination auf mich ausübt. Es wirkt wie ...

Weiterlesen...

Das klingt extrem interessant! Und besonders toll, das Gewinnspiel läuft bis zu meinem Geburtstag :) ...

Weiterlesen...

Das ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Ignoranz und Zerstörungswut, die zur ...

Weiterlesen...

Tolles Interview! Gute Fragen und spannende Antworten. Bin im übrigen zum ersten Mal auf eurer Seite ...

Weiterlesen...

Hallo Judith. Hallo Redaktion. Hallo alte Bekannte. Ich kann nicht sagen, dass es nicht weh tut. Ich ...

Weiterlesen...

Der Sommerdrache (Todd Lockwood)
Geschrieben von Saskia
Sonntag, der 03. Juni 2018

Fischer TOR (April 2018)
Die ewigen Gezeiten Band 1
übersetzt von Franca Fritz, Heinrich Koop
Klappenbroschur, 656 Seiten, 16,99 EUR
ISBN: 978-3-596-29860-0

Genre: Fantasy


Klappentext

Der Sommerdrache ist ein mystisches Wesen, fast ein Gott. Wann immer er auftaucht, kündigen sich große Veränderungen an - für das ganze Reich und alle seine Bewohner.

Als Maia und ihr Bruder auf einem Ausflig in die Wildnis dem Sommerdrachen begegnen, versetzt ihr Bericht davon nicht nur ihre Familie in Aufregung, sondern auch die hohen Gäste aus der Hauptstadt, die zum Nesttag in den Drachenhorst angereist sind: Die religiösen und militärischen Autoritäten streiten darüber, wie der Sommerdarche gedeutet werden soll.

Maia hat an all dem wenig Interesse. Genau wie ihr Bruder Darian wartet sie gespannt auf den Tag, an dem sie ihr eigenes Drachenjunges bekommen wird. Doch sie hat Pech: Eine Delegation des Kaisers requiriert sämtliche Jungtiere für das Militär und auch die Sichtung des Sommerdrachen ändert daran nichts. Schlimmer noch: Der angereiste Priester besteht darauf, dass Maia ihn in die Hauptstadt begleitet. Maia beschließt, sich erneut in die Wildnis aufzumachen - denn sie hat dort noch etwas gesehen, dass sie niemandem verraten hat.


Rezension

Nesttag. Ein großer Tag im Leben der jungen Maia, Tochter eines ganz besonderen Zuchtmeisters. Schon seit Generationen züchtet ihre Familie Drachen. Sie soll endlich ihr eigenes Dracheküken bekommen. Doch Maia wird bitter enttäuscht. Nachdem sie mit ihrem Bruder Darian einen Ausflug in die Wildnis gemacht und den wie einen Gott veehrten Sommerdrachen gesehen hat, wird sie diffamiert und der Lüge beschuldigt. Ihre Strafe besteht darin, dass sie kein Drachenjunges erhält. Doch Maia gibt nicht auf und unter Einsatz ihres Lebens rettet sie ein Wildlingsdrachenbaby, das als schwer zähmbar gilt und gibt ihm den Namen Kirr.

Das ist allerdings nicht das glückliche Ende von Todd Lockwoods Roman "Der Sommerdrache", sondern der Auftakt zu einer Reise in ein spannendes Fantasyabenteuer. Mit den Aery, den Zuchtstätten der Drachen, und der Stadt Riat erschafft Lockwood nicht nur einen fesselnden Roman, sondern auch eine Gesellschaft, die von und für die Drachenzucht lebt. Ob das Erfindungen von Begriffen sind (z.B. maupen Drachenküken um Futter statt zu betteln) oder auch hohe Feiertage wie der Nesttag. Das alles packt er in eine so fesselnde Handlung, dass der Leser sich nur widerwillig aus der Welt der Drachen losreißt und in seine eigene Realität zurückkehrt, die natürlich ohne die geschuppten Tiere auf einmal fad wirkt.

Man fiebert mit wie Maia, zuerst nur eine Randfigur im Fahrwasser ihrer Familie, bestenfalls mit Hoffnungen in einen anderen Aery einzuheiraten, aus dem Schatten ihres Vaters und ihrer Brüder tritt und zur Heldin der Geschichte wird. Aus einer jugendlichen Träumerin wird eine verantwortungsvolle Drachenreiterin, die mit Willensstärke für das eintritt, woran sie glaubt. Lockwood verzichtet dabei völlig auf eine vorhersehbare Handlung. Im Gegenteil, er spielt sogar mit seinem Leser, denn wann immer dieser glaubt, er würde en Fortgang der Geschichte auch nur erahnen, erzeugt der Autor einen neuen, starken Spannungsbogen.


Fazit

"Der Sommerdrache" ist ein Roman, der unterschiedlichste Emotionen beim Leser hervorruft. So wird gelacht und die Schadenfreude kommt nicht zu kurz, wenn der Antagonist endlich in seine Schranken gewiesen wird, aber auch die eine oder andere Träne wird vergossen, wenn man sich von geliebten Figuren verabschieden muss. Drachen und ihre Reiter, schon ein Thema, das in "Eragon" verarbeitet wurde. Doch im Gegensatz zu "Eragon" speien die Drachen in "Der Sommerdrache" kein Feuer. Allerdings kann Lockwood darauf auch verzichten, denn er erzeugt dieses Feuer selbst mit seinem Roman und nicht zuletzt mit wunderschönen Illustrationen. Eine absolute Pflichtlektüre für Fantasy-Fans und zukünftige Mitglieder der Drachenstaffel.


Pro & Contra

+ spannende Handlung mit unerwarteten Wendungen
+ Figuren, mit denen man sich identifizieren kann
+ schöne Illustrationen

Wertung: sterne5

Handlung 5/5
Charaktere 5/5
Lesespass 5/5
Preis/ Leistung 5/5

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 03. Juni 2018
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren