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Myre – Die Chroniken von Yria - Buch 1 (Claudya Schmidt, Matt W. Davis)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 25. Juli 2018

Verlag: Splitter-Verlag; (April 2018)
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten; 19,80 €
ISBN-13: 978-3962191054

Genre: Fantasy


Klappentext

Die Welt von Yria hat eine geheimnisvolle Vergangenheit. Nur wenige Yrianer wissen davon. Und noch weniger fragen danach. Doch es gibt verstreute Hinweise darauf, dass dieser raue Wüstenplanet einst ganz anders war.

Als Reisende ist Myre nur an ihrem eigenen Überleben interessiert. Jeder Tag ist überschattet von der mühseligen Suche nach Nahrung und einem Schlafplatz. Gemeinsam mit ihrer treuen Gefährtin, dem Drachen Varug, wird sie jedoch immer tiefer in die mysteriöse Geschichte Yrias verstrickt – und in die alten, grauenvollen Geheimnisse, die darin verborgen liegen.


Rezension

In der Welt Yrias zieht Myre alleine, nur in Begleitung ihres Reitdrachen Varug, durch die staubigen Weiten des Kontinents. Sie ist eine Reisende und hat kein Zuhause. Eines Tages wird sie bei einer Auseinandersetzung mit Straßenräubern schwer verletzt. In einem Dorf trifft sie kurz darauf auf den geheimnisvollen Boozer, der ihr hilft und sie zusammenflickt und hinter dessen Fassade mehr als ein einfacher alter Mann zu stecken scheint. Selbst Varug ordnet sich ihm unter. Er gibt Myre einen wichtigen Auftrag.

Myre ist der typische, einsame Cowboy aus den alten Italowestern. Mit dem Unterschied, dass sie eine Frau und ihre Geschichte in einem Fantasysetting auf einem fernen Planeten angesiedelt ist. Die Gesten und ihr Charakter treffen aber genau das Bild des Einzelgängers, das durch die staubige Welt Yrias nur verstärkt wird. Wie einst Clint Eastwood, Franco Nero und andere Größen des Italowestern zieht sie durch die staubige Welt Yrias.
Claudya Schmidt gestaltet dazu ihre Geschichte passend zum Charakter Myres nicht wie ein großes Fantasyspektakel, in dem dauernd etwas passiert und die Ereignisse Schlag auf Schlag folgen, sondern entschleunigt die Handlung und legt wie in Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod alles ruhig und opernhaft an. So ist der Erzählrhythmus wie in Leones Überwestern sehr eigen und poetisch, und fordert den Leser etwas. Wer immer Action und eine schnell fortschreitende Handlung braucht, ist bei Myre falsch. Wer aber Geduld hat und es mag, wenn eine Geschichte genug Platz zu atmen und sich entfalten hat, der ist bei Myre genau richtig. Nach und nach erschließt sich dem Leser die Welt durch die Myre reist, indem er erlebt, was sie erlebt. Viel erklärt wird nicht. Das ist absolut nicht störend, denn alles relevante kann beim Betrachten der Bilder und Lesen der Dialoge erschlossen werden. Und auch die Spannung schleicht sich mehr und mehr an. Am Anfang will man wissen, wer Myre ist, wieso sie allein unterwegs ist und ähnliche Dinge, dann allerdings kommen immer mehr Rätsel und Andeutungen auf und der Leser wird komplett in die Welt Yrias gezogen. Claudya Schmidt erweist sich als eine Autorin, die langsam aber effektiv erzählen kann und es versteht den Leser in den Bann zu ziehen. Ihr Co-Autor bei Myre ist Matt W. Davis der die nicht gerade zahlreichen Texte verfasst hat. Denn Myre wird hauptsächlich über die Bilder erzählt.

Die Geschichte beginnt sich erst langsam zu entfalten und würde den Leser alleine vermutlich nicht ganz so fesseln können, wie es Myre tut. Allerdings sind da Claudya Schmidts Zeichnungen und die entschädigen für alles. Selbst wenn die Geschichte nichts zu bieten hätte, was sie glücklicherweise hat, wären ihre Bilder ein Argument, Myre auf jeden Fall zu kaufen. Da zündet sich Myre über eine Doppelseite eine Zigarette an und es kommt dennoch keine Langweile auf, weil Claudya Schmidt diesen Vorgang genau in die richtigen Abschnitte und Perspektiven zerlegt. Ihre Bilder wirken teilweise wie Gemälde und sofort beim ersten Bild ist der Leser in der mystischen Welt Yrias gefangen. Die Gestalt des Erzählers im Halbdunkel ist atmosphärisch, inszenatorisch und zeichnerisch einfach genial umgesetzt. Hut ab vor dieser großartigen Leistung erst recht bei einer Debütveröffentlichung.


Fazit

Die Welt Yrias verbreitet die Atmosphäre eines Italowesterns und vermischt sie mit einem Fantasysetting. Claudya Schmidt nimmt sich Zeit für ihre Geschichte und kleine Begebenheiten. Dies muss man mögen, macht Myre aber gerade dadurch poetisch und zu einem Genuß zu lesen. Unstrittig ist aber, dass die Zeichnungen von Myre einfach perfekt sind und Claudya Schmidt teilweise einen wahren Bilderrausch entfesselt.


Pro & Contra

+ entschleunigt in der Handlung
+ nimmt sich Zeit
+ geniale Zeichnungen
+ Boozer

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 25. Juli 2018
 

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